- 10.01.2008, 12:32:01
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AK kontert Wirtschaftskammer: Krankenstände sinken seit Jahren - Arbeitslosigkeit macht krank
Linz (OTS) - 15 Krankenstandstage pro Erwerbstätigem im Jahr 2000,
nur noch 12,4 Tage im Jahr 2006, und 2007 setzt sich dieser Trend
fort - die Zahlen der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse
sprechen für sich. Dennoch beklagt die Wirtschaftskammer die hohen
Kosten der Krankenstände. "Nicht auskurierte Krankheiten verursachen
längerfristig viel höhere Kosten", gibt AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer zu bedenken. Die Arbeiterkammer setzt auf
Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.
Eine gestern vorgestellte Studie des
Wirtschaftsforschungsinstituts über krankheits- und unfallbedingte
Fehlzeiten sowie deren Kosten zeigt unter anderem, dass vor allem
Arbeitslosigkeit ein hohes Gesundheitsrisiko birgt: Die Krankenstände
der Arbeitslosen sind österreichweit von 19 Tagen im Jahr 1990 auf 36
Tage im Jahr 2004 gestiegen. Für die Arbeiterkammer ein Hinweis
darauf, dass der Druck auf die Arbeitslosen trotz guter Konjunktur
steigt.
Noch schärfere Zumutbarkeitsbestimmungen werden den Druck und
damit das Krankheitsrisiko noch weiter erhöhen, fürchtet die AK. Ein
Ansatz wäre, bei Schulungen nicht nur eventuell
vorhandene Qualifikationsdefizite zu beheben, sondern die
Gesamtsituation des Betroffenen zu betrachten und auch notwendige
gesundheitsfördernde Schritte einzuleiten. Dies könnte beispielsweise
auch heißen, in psychisch labilen Phasen die Stabilisierung zu
fördern.
Die Wirtschaftskammer möchte eine zehnprozentige Senkung der
Krankenstände erreichen. "Bei Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge sind
wir jederzeit dabei", sagt AK-Präsident Kalliauer. Mit dem
kostenlosen mobilen Gesundheitscheck der Arbeiterkammer leiste man
hier sogar Pionierarbeit. Das Wichtigste sei aber, dass
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Krankheiten ohne Angst und Sorgen
auskurieren können. Einer Studie der AK Steiermark zufolge sind 55,7
Prozent der Befragten schon einmal krank zur Arbeit gegangen. "Man
kann davon ausgehen, dass die Spätfolgen verschleppter Krankheiten
wesentlich höhere Kosten verursachen als drei Tage Krankenstand", so
Kalliauer.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich Kommunikation Tel.: (0732) 6906-2190 Martina Macher mailto:[email protected] http://www.arbeiterkammer.com
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