- 08.01.2008, 08:58:48
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- OTS0024 OTW0024
Strategien zur Steigerung des Innovationserfolgs
Wien (WIFO) - Einen generellen Schlüsselfaktor für den
unternehmerischen Innovationserfolg gibt es nicht. Dieser hängt von
vielen einzelnen Faktoren ab, deren Einfluss zwischen Branchen und
Ländern variiert. Zu den wichtigsten Einflussgrößen zählen neben den
Innovationsaufwendungen die Innovationsstrategien und die Nutzung
verschiedener Innovationsquellen. Etwa sind in der
Investitionsgüterindustrie interne Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten und die Höhe der Innovationsaufwendungen
besonders ausschlaggebend für den Innovationserfolg, in den
Dienstleistungen sind es dagegen Marketingaktivitäten, die der
Markteinführung dienen. Die Erschließung des Wissens der Kunden trägt
in allen Branchen signifikant zum Innovationserfolg bei.
Das WIFO hat in einem Projekt im Auftrag der Europäischen
Kommission die Wirkungskette zwischen Innovationsinput und
Innovationsoutput mit dem Ziel untersucht, die relevanten
Bestimmungsfaktoren des Innovationserfolges zu quantifizieren. Dabei
wurden Daten für 11.400 Unternehmen aus der europäischen
Innovationserhebung für 12 EU-Länder (Belgien, Griechenland, Spanien,
Deutschland, Griechenland, Norwegen, Portugal, Tschechien, Estland,
Ungarn, Litauen, Lettland und Slowakei) verwendet.
Demnach unterscheiden sich die Bestimmungsfaktoren des
Innovationserfolgs deutlich nach Branchen und Ländern. Einen
generellen Schlüssel zum Innovationserfolg gibt es nicht.
Insbesondere der Einfluss der einzelnen Innovationsaktivitäten
(unternehmensinterne Forschung und Entwicklung, Vergabe von
Forschungs- und Entwicklungsaufträgen an Dritte, Erwerb von
Maschinen, Erwerb von externem Wissen, Weiterbildungsmaßnahmen für
Innovationen und Marketingaktivitäten), die Höhe der
Innovationsaufwendung selbst und die Nutzung verschiedener
Innovationsquellen variieren stark zwischen Branchen und Ländern. Die
Erschließung des Wissens der Kunden trägt in allen Branchen zum
Innovationserfolg bei. Auch die Nutzung des Wissens der Zulieferer
ist entscheidend für den Innovationserfolg. Andere Innovationsquellen
haben nur eine marginale Bedeutung. So ist die Nutzung der
Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen als
Innovationsquelle nur für neugegründete Unternehmen eine erfolgreiche
Innovationsstrategie.
Interne Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind in vielen
Branchen entscheidend für den Innovationserfolg: vor allem in der
Investitionsgüterindustrie, weniger in der Konsumgüterindustrie.
Generell sind die Höhe der Innovationsaufwendungen und eigene
Forschungstätigkeiten in den Ländern der EU 15 wichtiger als in den
neuen EU-Ländern.
Rückfragehinweis:
Dr. Martin Falk
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-226 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected]
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