Gaßner: Grillitsch bestätigt ungerechte Verteilung der Agrarförderungen

ÖVP mitverantwortlich für tausendfaches Bauernsterben

Wien (SK) - "Wie heute in der 'Kleinen Zeitung' nachzulesen war, bestätigte ÖVP-Bauernbund-Chef Grillitsch indirekt, dass die Agrarförderungen ungerecht verteilt sind, und dass tausende Landwirte sehr wohl gute Gründe haben, sich über die ÖVP-Verteilungspolitik zu beschweren", sagte SPÖ-Agrarsprecher Kurt Gaßner Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Ungerechtigkeit im Agrarbereich sei auch keineswegs zu übersehen: so bekommen 564 Großbetriebe fast so viel Förderung wie 60.000 kleine Landwirte. "Während einige Großen bis zu einer Million Euro oder sogar mehr an Subvention jedes Jahr erhalten, müssen sich 60.000 hart arbeitende Bauern mit durchschnittlich 1.603 Euro per Anno an Unterstützung begnügen. 60.000 Betriebe sind immerhin ein Drittel aller österreichischer Bauern, darunter viele Bergbauern, um die sich die ÖVP und der Bauernbund nicht kümmern", kritisierte Gaßner.

"Mit dieser ungerechter Verteilung der milliardenschweren Landwirtschaftsförderung wird das Bauernsterben vorangetrieben. Pro Tag müssen 13 Bauern ihre Höfe aufgeben und der Landwirtschaft den Rücken kehren. Zwischen 1999 und 2005 waren es insgesamt 28.000 Betriebe, die zusperren mussten. Die ÖVP hat dagegen nichts unternommen. Im Gegenteil: sie wirft den kleinen Bauern immer neue Knüppel zwischen die Beine. Das will die SPÖ nicht mehr länger mit ansehen und daher fühlen sich Grillitsch und Pröll auch ertappt, wenn nun die SPÖ eine Informationskampagne in der Bauernschaft startet, wie eben diese Woche mit einem Inserat in der größten österreichischen Agrarzeitung 'Blick ins Land'", schloss Gaßner. (Schluss) js/mp

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