Krainer: Steuerreform für gut verdienende Männer - nicht mit der SPÖ

Wien (SK) - "Die SPÖ wird einer Steuerreform, bei der gut verdienende Männer weniger Steuern zahlen und Frauen die Verliererinnen sind, sicher nicht zustimmen", stellte SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer zum APA-Interview von ÖVP-Finanzminister Wilhelm Molterer am Sonntag klar. Dass weniger Kinder geboren werden, liege nicht am Steuersystem, sondern an der noch immer viel zu schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Man braucht nur über die Grenzen zu schauen: Länder mit den höchsten Geburtenraten, wie Niederlande, Dänemark, Schweden, Finnland oder Frankreich haben ein gut ausgebautes Netz an Betreuungsplätzen", so Krainer. ****

"Wir sind uns einig, dass wir mehr Kinder brauchen, die ÖVP zieht nur die völlig falschen Schlüsse daraus. Oder glaubt wirklich jemand, dass Gratisparkplätze, Gebührenbefreiungen und Änderungen im Steuersystem, die traditionelle Rollenbilder einzementieren, die Geburtenrate erhöhen?", so Krainer zu Molterer. Zudem haben Experten vorgerechnet, dass das ÖVP-Familiensplitting rund 50.000 Frauen aus dem Erwerbsleben verdränge. Das würde Österreich um Jahrzehnte zurückwerfen und Frauen wieder zu Dazuverdienerinnen machen, das werde es mit der SPÖ sicher nicht geben, betonte Krainer.

"Was wir brauchen sind bessere Angebote für die Betreuung von Kindern, damit Eltern ohne ständigen Spießrutenlauf und schlechtem Gewissen neben ihren Familienaufgaben auch berufstätig sein können", stellte der SPÖ-Finanzsprecher abschließend fest. (Schluss) sl

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