• 21.12.2007, 11:45:48
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Drei Jahre nach dem Tsunami: Zurück im Leben

Die Caritas hilft den Menschen in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand, nachhaltig auf eigenen Beinen zu stehen.

Wien (OTS) - "Wir haben ein Caritas-Haus", sagt Rini stolz. Das
zierliche Mädchen ist eine von vielen Menschen in der Region Lhoong
in Indonesien, die nach dem Tsunami 2004 ein neues Dach über dem
Kopf bekommen haben. Durch die Katastrophe hat sie ihre Eltern und
zwei ihrer Geschwister verloren.

Die Caritas hilft den Tsunami-Opfern, auch aus Mitteln von Nachbar
in Not, in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand mit insgesamt
21,5 Millionen Euro. 16 Millionen davon sind bereits ausgegeben,
weitere drei Millionen fix verplant. Drei Jahre danach konzentriert
sich die Hilfe nun auf die Schaffung von einkommenssichernden
Projekten, wie Kleinhandel und Schneider-Werkstätten. "Wir arbeiteten
hier nach dem Prinzip ,Hilfe zur Selbsthilfe’. Das Ziel ist, dass die
Menschen nachhaltig auf eigenen Beinen stehen können", erläutert
Christoph Petrik-Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich.
Es werde auch langfristig gegen den Hunger in Indonesien und für das
Wohl der Kinder in Indien gekämpft.

Ein sichtbares Zeichen für die gelungene Zusammenarbeit im
Wiederaufbau sind beispielsweise die Häuser für 1057 Familien in 15
Dörfern der Region Lhoong. Die Menschen erhielten Werkzeug und
Materialien und bauten ihre Häuser selbst. Professionelle
Unterstützung bekamen sie von Fachkräften. Was daraus folgte, sind
neu erbaute Dörfer, in denen die Häuser nicht in Reih und Glied
stehen. Sie sehen wie natürlich gewachsen aus.

Doch die Arbeit der Caritas im Tsunami-Gebiet geht weit über den
Wiederaufbau der rund 2.500 Häusern, von denen knapp 2.200 fertig
sind, hinaus. In den ersten zwei Monaten nach der Katastrophe
leisteten hunderte Caritas-HelferInnen Nothilfe für 300.000 Flutopfer
und errichteten 6.000 Notunterkünften. In weiterer Folge wurden 400
Häuser repariert. Einkommenssichernde Projekte, die Errichtung von
fünf Kinderhäusern für die zahlreichen Waisen und der Wiederaufbau
von drei Kliniken und Rehabilitationszentren sowie acht Schulen
waren weitere Schritte in eine neue Zukunft.

Rund 230.000 Menschen fanden in den Morgenstunden des 26. Dezember
2004 den Tod, nachdem ein schweres Erdbeben der Stärke 9,0 nach
Richter im Indischen Ozean vor Sumatra eine gewaltige Flutwelle
ausgelöst hatte. 2 Millionen Menschen wurden obdachlos.

Drei Jahre danach herrscht wieder Alltag in den Tsunami-Gebieten.
Der Schmerz über den Verlust der Angehörigen ist noch immer spürbar,
aber auch die Zeichen der Hoffnung sind stark. Rini will später
einmal auf eigenen Beinen stehen: "Ich werde Englischlehrerin", ist
sie sich sicher.

Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
[email protected]
www.caritas.at

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