- 19.12.2007, 10:37:23
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Forschung beweist: Bio ist besser!
Wien (OTS) - Laut neuerster wissenschaftlicher Studien besitzen
Bio-Lebensmittel mehr wertgebende Inhaltsstoffe; Bio-Milch reduziert
Ekzeme-Risiko bei Kindern und biologische Erdbeerextrakte hemmen
Krebszellen.
Weiters ermöglicht Bio einen geringeren Kalorienbedarf bei gleichen
Nährstoffen - und stillende Mütter, die sich hauptsächlich biologisch
ernähren, weisen mehr gesundheitsfördernde Fettsäuren in der
Muttermilch auf.
"Die biologische Lebensmittelproduktion schont Umwelt und Klima,
fördert die Produktivität der Böden, ermöglicht Nutztieren ein
artgerechtes Leben, steigert die Biodiversität des Saatgutes und
begünstigt regionale Entwicklungen. Vor diesem umfassend
fortschrittlichen Hintergrund müssen punktuelle Ergebnisse aus der
vergleichenden Produktqualitätsforschung gesehen und interpretiert
werden. Es genügt nicht, beispielsweise höhere Gehalte an "gesunden"
Fettsäuren in der Biomilch oder mehr Antioxidantien im Biogemüse als
einzelne Highlights zu propagieren, der Zusammenhang mit der
artgerechten bzw. nachhaltigen Produktion ist hier ausschlaggebend.
Daraus resultierende Qualitätsvorteile sind dann noch das Tüpfelchen
auf dem I - wie neueste Ergebnisse aus der Forschung zeigen" - sieht
Dr. Alberta Velimirov vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau
(FIBL) im Biolandbau ein enormes Potential, das sich von der
Ökologisierung bis hin zur gesundheitsfördernden
Lebensmittelerzeugung erstreckt.
Höherer Gehalt an Vitamin C und phenolischen Verbindungen
Biologische Landwirtschaft zeichnet sich mitunter durch den
positiven Effekt aus, dass sich in Bio-Lebensmitteln ein erhöhter
Gehalt an Vitamin C und phenolischen Verbindungen mit antioxidativer
Wirkung finden. Dies verdeutlicht ein 10-jähriger Anbauversuch mit
Tomaten, der kürzlich in den USA seinen Abschluss fand: Bio-Tomaten
weisen demnach eine deutliche Erhöhung von gesundheitsfördernden
Antioxidantien wie Flavonoiden (um 79 % Quercetin und 97 % Kampferol)
auf. Je länger die Tomaten biologisch angebaut wurden, umso mehr
erhöhte sich der Abstand zu den konventionellen Vergleichstomaten.
Fazit: Stickstoffüberdüngung und zu rasches Pflanzenwachstum
reduzieren den gesundheitlichen Wert von Tomaten und bewirken einen
Nährstoffverdünnungseffekt.
Weiters enthielten biologisch angebaute Paprikasorten mehr Vitamin
C, Phenole und Karotinoide .
Wie die britische Soil Association (Biobauern-Vereinigung
Großbritanien) betont, lagen bereits 2005 41 internationale
Wissenschaftsstudien vor, die biologischen Lebensmitteln mehr Vitamin
C, Magnesium, Eisen und Phosphor attestieren.
Biologische Orangen enthalten beispielsweise um 12 % mehr Vitamin C
und deutlich weniger Nitrat-Rückstände (12-30%).
Ekzeme bei Kleinkindern - Biologische Milch verringert Risiko
Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden zeigt, dass bei
Kleinkindern eine Ernährung mit biologischen Milchprodukten das
Risiko für Ekzeme um 36 % verringert
Biologische Erdbeerextrakte hemmen Krebszellen
Ein wichtiger wissenschaftlicher Nachweis gelang schwedischen
Forschern: Werden menschlichen Krebszellkulturen biologische
Erdbeerextrakte hinzugefügt, so kommt es zu einer effektiveren
Hemmung des Zellwachstums als mit konventionellen Extrakten.
Das biologische Extrakt hemmte das Wachstum der Darmkrebszellen um 60
% (konv. Extrakt 49,7 %) und der Brustkrebszellen um 53,1 % (konv.
Extrakt 37,9 %). Die biologischen Extrakte erhielten mehr
Antioxidantien und Vitamin C.
Geringerer Kalorienbedarf für gleiche Nährstoffe
"Die Ernährung mit biologischen Produkten erhöht den
durchschnittlichen täglichen Konsum an Antioxidantien um ungefähr
soviel wie eine zusätzliche Portion von Obst und Gemüse. Die
Nährstoffdichte von Obst und Gemüse reduziert den Kalorienbedarf. 10
bis 15 % weniger Gesamtkalorienaufnahme sind notwendig, um die
ernährungsphysiologischen Bedürfnisse zu befriedigen" - so das Fazit
der Studienergebnisse des amerikanischen Wissenschaftlers Charles
Benbrook, die er anläßlich des "Second International Symposiums on
the Human Health Benefits of Fruits and Vegetables" in Houston /Texas
im Oktober 2007 präsentierte.
50% mehr gesundheitsfördernde Fettsäuren in Muttermilch - erhöhter
Gehalt an Omega 3 Fettsäuren bei biologischem Rindfleisch.
Wie die Ergebnisse einer europäischen Studie zeigen, wies die
Muttermilch von stillenden Frauen, die sich hauptsächlich von
biologischen Milch- und Fleischprodukten ernährten, einen um 50%
höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf. Diesen
werden gesundheitsfördernde Wirkungen wie "krebshemmend",
"cholesterinsenkend", "entzündungshemmend", "Reduktion der
Blutplättchenverklumpung" und "Minderung der Arterienverkalkung"
zugeschrieben.
Ebenso empfiehlt sich aus ernährungsphysiologischer wie
gesundheitlicher Sicht der Genuss von Bio-Rindfleisch: Rindfleisch
aus extensiver Produktion zeichnet sich durch einen dreimal höheren
Gehalt an Omega 3 Fettsäuren aus.
In Großbritannien auch amtlich bestätigt: Bio ist besser!
Innerhalb der Europäischen Union ist es derzeit nur in
Großbritannien erlaubt, biologische Lebensmittel mit ihren
gesundheitsfördernden Vorzügen und Zusatzwerten zu deklarieren. Dies
haben Vertreter der Soil Association (Biobauern-Vereinigung
Großbritannien) gemeinsam mit der ASA (Advertising Standards
Authority) und CPA (Committee on Advertising Practice) durchgesetzt.
Diese 22 Aussagen betreffen z.B. höhere Gehalte an Vitaminen,
essentiellen Aminosäuren und förderlichen Mineralien sowie
gesundheitsförderliche Aspekte im Zusammenhang mit dem konsequenten
Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel
sowie das Verbot von prophylaktisch eingesetzten Antibiotika und
dürfen in Werbespots, auf Werbeprospekten und als Absatzförderung auf
Produktbeschriftungen bei Preiswettbewerben oder Sonderangeboten
verwendet werden. Sie müssen dem genauen genehmigten Wortlaut
entsprechen.
Nur etwa 1/10tel der innerhalb der Europäischen Union zugelassenen
Nahrungsmittelzusatzstoffe sind in der biologischen
Lebensmittelverarbeitung erlaubt - dass mittels biologischer
Lebensmittel mögliche allergene bzw. schädliche Zusatzstoffe
vermieden werden können, ist ebenfalls bei der Bewerbung in
Großbritannien zulässig.
Rückfragehinweis:
Rückfragehinweise - Fact Sheet und Literaturnachweis Fachlich: FIBL, Forschungsinstitut für biologischen Landbau Dr. phil. Alberta Velimirov Theresianumgasse 11/1 1040 Wien M 0650 514 20 22 E [email protected] H www.fibl.org BIO AUSTRIA NÖ und WIEN, Ing. Elfriede Berger Steinergasse 2A-4/3 3100 St. Pölten M 0676/84 22 14 - 354 E [email protected] BIO AUSTRIA - Öffentlichkeitsarbeit Wilfried Oschischnig M 0676/842 214 214 E [email protected] Sämtliche Informationen zu BIO AUSTRIA - die Biobauern Österreichs: www.bio-austria.at
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