- 18.12.2007, 12:42:38
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Broukal: Spiel-Studie gibt wenig Antwort auf die Gender-Frage beim EMS-Test
Minister Hahn muss dafür sorgen, dass sich Frauen-Benachteiligung 2008 nicht wiederholt
Wien (SK) - "Die Frage war klar formuliert: Warum schneiden junge
österreichische Frauen so schlecht beim Zugangs-Test an den
Medizin-Unis ab? Ich hätte mir von der heutigen Pressekonferenz von
Minister Hahn auch eine klare Antwort erwartet", sagt SPÖ
Wissenschaftssprecher Josef Broukal. Dass der Test österreichische
Frauen benachteiligt, sei unbestreitbar. Rund 60 Prozent der zum Test
Antretenden sind Frauen, unter den beim Test Erfolgreichen finden
sich aber nur noch 45 Prozent Frauen. Die von Minister Hahn in
Auftrag gegebene Studie über den "Gender-Bias" des EMS-Tests
bestätigt alle Vorbehalte. ****
Diesen Test so bitte nie wieder
"Wenn Hahn heute sagt, er wolle den EMS-Test auch im nächsten Jahr
wieder dulden, dann kann man ihn davor nur warnen. Dieser
'Frauen-Nein-Danke'-Test darf nicht ohne Änderungen ein drittes Mal
hunderte junge Österreicherinnen um ein Medizinstudium bringen."
Die große Frage sei, sagt Broukal: "Was kann bis Sommer 2008 für
junge österreichische Frauen getan werden, um ihre Chancen in diesem
Test zu verbessern?" Broukal dazu: "Wir warten auf Vorschläge des
Wissenschaftsministers."
"Wenn ich Studienautorin Spiel richtig verstehe, dann meint sie,
dass am Medizinstudium interessierte junge Frauen in den
verbleibenden Monaten mehrere Probetests absolvieren und sich mit
naturwissenschaftlichen Fächern intensiv beschäftigen sollten. Das
Wissenschaftsministerium ist gefordert, dafür die nötigen Unterlagen
rasch zur Verfügung zu stellen, damit diese in den Maturaklassen zur
Verfügung stehen, bevor der große Matura-Stress beginnt", fordert
Broukal. (Schluss) js
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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