Broukal: Spiel-Studie gibt wenig Antwort auf die Gender-Frage beim EMS-Test

Minister Hahn muss dafür sorgen, dass sich Frauen-Benachteiligung 2008 nicht wiederholt

Wien (SK) - "Die Frage war klar formuliert: Warum schneiden junge österreichische Frauen so schlecht beim Zugangs-Test an den Medizin-Unis ab? Ich hätte mir von der heutigen Pressekonferenz von Minister Hahn auch eine klare Antwort erwartet", sagt SPÖ Wissenschaftssprecher Josef Broukal. Dass der Test österreichische Frauen benachteiligt, sei unbestreitbar. Rund 60 Prozent der zum Test Antretenden sind Frauen, unter den beim Test Erfolgreichen finden sich aber nur noch 45 Prozent Frauen. Die von Minister Hahn in Auftrag gegebene Studie über den "Gender-Bias" des EMS-Tests bestätigt alle Vorbehalte. ****

Diesen Test so bitte nie wieder

"Wenn Hahn heute sagt, er wolle den EMS-Test auch im nächsten Jahr wieder dulden, dann kann man ihn davor nur warnen. Dieser 'Frauen-Nein-Danke'-Test darf nicht ohne Änderungen ein drittes Mal hunderte junge Österreicherinnen um ein Medizinstudium bringen."

Die große Frage sei, sagt Broukal: "Was kann bis Sommer 2008 für junge österreichische Frauen getan werden, um ihre Chancen in diesem Test zu verbessern?" Broukal dazu: "Wir warten auf Vorschläge des Wissenschaftsministers."

"Wenn ich Studienautorin Spiel richtig verstehe, dann meint sie, dass am Medizinstudium interessierte junge Frauen in den verbleibenden Monaten mehrere Probetests absolvieren und sich mit naturwissenschaftlichen Fächern intensiv beschäftigen sollten. Das Wissenschaftsministerium ist gefordert, dafür die nötigen Unterlagen rasch zur Verfügung zu stellen, damit diese in den Maturaklassen zur Verfügung stehen, bevor der große Matura-Stress beginnt", fordert Broukal. (Schluss) js

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