Personalabbau bei der Post: AK fordert Konsequenzen im Vorstand

Kärnten (OTS) - Personelle Konsequenzen im Vorstand der Post AG fordert der Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, Günther Goach. "Die verantwortlichen Manager haben es nicht geschafft, das Unternehmen Post rechtzeitig auf den liberalisierten Markt vorzubereiten. Jetzt sollen die Beschäftigten dafür büßen", übt Goach massive Kritik am geplanten Abbau von 1.700 Mitarbeitern.

Den Mitgliedern des Post-Vorstandes wirft Goach schwere Versäumnisse vor. Bereits mit der rechtlichen Verselbstständigung der Österreichischen Post AG im Jahr 2000 sei akuter Handlungsbedarf des Managements gefordert gewesen, um die Post als wettbewerbsfähiges Unternehmen auf dem liberalisierten Markt aufzustellen.

"Diese Herausforderung haben die Vorstände ganz eindeutig nicht geschafft. Personalabbau ist kein wirksames Rezept, um ein Unternehmen auf den europäischen Märkten konkurrenzfähig und an der Börse fit zu halten", betont der AK-Präsident.

Er wirft den Post-Vorständen vor, strategische Weichenstellungen verabsäumt, nicht rechtzeitig effiziente Strukturen geschaffen, bessere Services für die Kunden entwickelt und neue Geschäftspartner an Land gezogen zu haben. "Der Vorstand hat die rasante Entwicklung im Bereich der Paketzustellung, die durch die wachsenden Internetgeschäfte zusätzlich beschleunigt worden ist, ganz einfach verschlafen. Daher fordere ich die Verantwortlichen auf, den Hut zu nehmen", wiederholt Goach seine Forderung nach Konsequenzen. Den drohenden Abbau von 1.700 Arbeitsplätzen müsse jetzt das Management verantworten. Dass dieses aber sogar noch daran denke, ein fünftes Vorstandsmitglied zu installieren, zeuge von einer massiven Verkennung von Herausforderungen.

Post-Generaldirektor Anton Wais, der den vom Personalabbau betroffenen Mitarbeitern gestern einen "Frühbucherbonus" angeboten hatte, wirft Goach kalten Zynismus vor. "Fliegen sollen jetzt die verantwortlichen Vorstände, nicht die Beschäftigten!", verlangt der AK-Präsident.

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