Aufdeckung eines Menschenhändlerrings

Schönheitsköniginnen zur Prostitution gezwungen

Wien (OTS) - Im Frühjahr 2007 wurden auf Auftrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg durch das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Niederösterreich Ermittlungen gegen einen Menschenhändlerring aufgenommen.

Durch die Erhebungen kristallisierte sich schon nach kurzer Zeit die Niederösterreicherin Cornelia S. als mutmaßliche Drahtzieherin eines internationalen Prostituiertenringes heraus. Cornelia S. trat bis zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung offiziell als Lizenznehmerin einer weltweiten Misswahl in Erscheinung. Ziel der kriminellen Organisation war es offenbar junge, gebildete und attraktive Mädchen aber auch Teilnehmerinnen der Misswahlen für längere Zeit als Prostituierte zu rekrutieren.

Cornelia S. soll es gelungen sein in arbeitsteiligem Zusammenwirken mit ihren ausländischen Geschäftspartnern ein internationales Prostituiertennetz mit bis zu 150 bis jetzt bekannten Frauen aufzubauen, die im Rahmen eines weltweit agierenden Escortservice eingesetzt wurden.
Bei der Rekrutierung der einzelnen Models zur Prostitution machte sich die Organisation die Naivität der zum Großteil jungen Mädchen, darunter auch Minderjährige, aber auch deren schlechte wirtschaftlichen Lage zu Nutze.

Der Fall wurde durch eine enge Kooperation mit Polizeibehörden in verschiedenen Europäischen Ländern geklärt. So fanden die ersten Verhaftungen durch die französische Polizei bereits am 16. August 07 statt, die nächsten Verhaftungen erfolgten in Österreich und Tschechien am 15. November 07 und am heutigen Tage erfolgte ein weiterer Zugriff durch die Tschechische Polizei.

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