- 12.12.2007, 10:50:52
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Vergiftungen: Im Notfall Ruhe bewahren - AUDIO
Baierbrunn (OTS) - Wenn Eltern erkennen, dass das eigene Kind
etwas Giftiges verschluckt hat, reagieren sie in der Regel sofort
panisch. Das ist sehr menschlich und verständlich, hilft dem Kind
aber überhaupt nicht - im Gegenteil! Besser ist es, auch in solchen
extremen Situationen kühlen Kopf zu bewahren, schreibt die Apotheken
Umschau. Chefredakteur Peter Kanzler erklärt, wie man sich bei
Vergiftungs-Unfällen am besten verhält:
O-Ton 20 sec.
"Zunächst einmal ganz wichtig: Bewahren Sie Ruhe! Rufen Sie bei
Kreislaufstörungen und vor allem, wenn das Kind auch bewusstlos ist,
zunächst den Notarzt und erst dann die Giftnotrufzentrale. Geben Sie
dann am Telefon detailliert - soweit Ihnen das möglich ist - an, wer
was wann eingenommen oder verschluckt hat und wie alt auch das Kind
ist."
Außerdem können die Eltern weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen
ergreifen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, die Schleimhäute frei zu
spülen:
O-Ton 15 sec.
"Geben Sie der betroffenen Person zu trinken, aber nicht zu viel,
zwei Gläser reichen. Am besten ist Wasser, Milch ist weniger
geeignet. Vermeiden Sie - und das ist ganz entscheidend - künstliches
Erbrechen, dies könnte nämlich die Schleimhäute ein weiteres Mal
verätzen oder verletzen."
Damit es gar nicht erst zu Vergiftungs-Unfällen kommt, muss die
Wohnung kindersicher sein. Das gilt besonders für Gefahrstoffe:
O-Ton 23 sec.
"Gefährliche Stoffe, vor allem Reinigungsmittel, Farben, Lampenöle,
aber auch Alkohol und Zigaretten müssen außerhalb der Reichweite von
Kindern verstaut sein. Bei Medikamenten gilt, dass man sie stets in
einem verschließbaren Schrank unterbringen soll. Und auch das ist
wichtig: Wenn Sie diesen Schrank haben, dann legen Sie aber den
Schlüssel so griffbereit, dass Sie ihn im Notfall sehr zügig und sehr
schnell finden."
Am besten sucht man sich schon vor einem Unfall die Telefonnummer
der zuständigen Giftnotrufzentrale heraus und befestigt sie am
Telefon. Alle Nummern findet man im Telefonbuch oder in der aktuellen
Apotheken Umschau. Außerdem informiert das Magazin über giftige
Zierpflanzen im Garten. Gefährlich sind zum Beispiel Eibe, Buchsbaum
und Efeu.
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Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau
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Ruth Pirhalla
Pressearbeit
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Fax: 0049 89 / 744 33-459
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