- 07.12.2007, 12:05:39
- /
- OTS0141 OTW0141
Matznetter/Bayr: Umstieg von alten Heizungen auf neue Heizanlagen staatlich fördern
SPÖ will Klimaschutz für alle leistbar machen
Wien (SK) - Um die ambitionierten Klimaziele erreichen zu können,
möchte die SPÖ den Klimaschutz für alle leistbar machen.
Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter und SPÖ-Umweltsprecherin
Petra Bayr schlagen in dem Zusammenhang vor, den Umstieg von alten
auf neue Heizanlagen durch staatliche Förderung zu erleichtern. Dies
rechne sich für die Konsumenten, die öffentliche Hand und sei ein
wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, so Matznetter und Bayr am
Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz. ****
Im Unterschied zu alten Regierung sei der SPÖ-geführten Regierung
Klimaschutz ein zentrales Anliegen, so Bayr. Dementsprechend seien
auch schon einige ambitionierte Schritte gesetzt worden. Die
SPÖ-Umweltsprecherin nannte die 15a-Vereinbarung zur
Wohnbauförderung, die Investitionen in der Höhe von sechs Milliarden
Euro in den Ausbau der Schiene, die Förderung der Ökostroms, den
Klimaschutzfonds, die Möst-Ökologisierung oder auch die erfolgten
ersten Schritte zur Ökologisierung der NoVA.
"Unsere Kyoto-Ziele sind sehr ambitioniert. Wir müssen dafür sorgen,
dass die Bürgerinnen und Bürger, die im Kampf gegen die
Klimaerwärmung ganz wichtige Verbündete sind, sich das auch wirklich
leisten können und auch wissen, was sie dazu beitragen können",
erklärte Bayr. Die SPÖ habe es sich daher zur Aufgabe gemacht, die
Menschen darin zu unterstützen, dass sie den technologischen
Fortschritt im Alltag auch nutzen können. Die Antwort könne sicher
nicht isoliert lauten, die Steuern auf Öl und Gas im Jahr 2010 weiter
zu erhöhen, wie dies Umweltminister Pröll gefordert habe, machte Bayr
deutlich.
"Während die ÖVP beim Klimaschutz den Belastungspart übernommen hat,
hat die SPÖ den Leistbarkeitspart inne", betonte Staatssekretär
Matznetter. Es sollen daher jene Haushalte, die alte Heizungen, vor
allem Öl-Heizungen, verwenden, motiviert werden, auf moderne
Heizanlagen umzusteigen. Derzeit würden in Österreich 900.000
Haushalte mit Öl heizen, 400.000 Anlagen sind älter als 15 Jahre alt.
"Mit der Umstellung eine neue Heizanlage wie Fernwärme oder Pellets
kann die Energieeffizienz um mindestens 30 Prozent gesteigert und
somit die CO2-Emmissionen um 30 bis 40 Prozent reduziert werden",
sagte Matznetter. Wenn nur 40 Prozent - also 160.000 Haushalte - vom
alten Heizungen auf neue Heizkessel umsteigen, könne die
CO2-Belastung um eine Mio. Tonnen/Jahr reduziert werden, rechnete der
Staatssekretär vor.
Dass der von der SPÖ vorgeschlagene Umstieg Funktionieren kann, habe
die Stadt Wien gezeigt, erklärte Matznetter. In Wien sein in den 70er
Jahren erfolgreich von Stadtgas auf Erdgas umgerüstet worden, 1,5
Millionen Gasgeräte bei mehr als 700.000 Kunden seien damals auf eine
moderne und im Vergleich umweltfreundliche Gasversorgung umgestellt
worden. Die Stadt Wien hat in Zusammenarbeit mit der damaligen
Zentralsparkasse billige Kredite für den Umstieg angeboten, für die
Bedienung der Zinsen gab es öffentliche Zuschüsse, um die Rückzahlung
der Kredite zu ermöglichen.
Beim jetzigen Modell schlägt die SPÖ vor, geförderte Kredite zu
gewähren, damit sich die betroffenen Haushalte die Investitionen fürs
Umsteigen auf neue Heizanlagen leisten können. Die öffentliche Hand
könnte dabei zusätzlich die Haftung übernehmen, um bei
einkommensschwachen Haushalten überhaupt die Kreditfähigkeit
herzustellen.
"Dieses System rechnet sich für die Konsumenten, die bei gleichen
Kosten ihre persönliche CO2-Bilanz wesentlich verbessern können", so
Matznetter. Diese Investitionen lohnen sich aber auch auf der Seite
der öffentlichen Hand. "Denn die spart für die 1 Million Tonne CO2
mit einem Einsatz von vielleicht 20 Millionen Euro, was die
Zinsstützung betrifft, den Kauf von Zertifikaten in enormen Ausmaß
und hat einen wesentlichen und echten Beitrag zum Klimaschutz
geleistet", betonte Matznetter. (Schluss) ps
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






