• 01.12.2007, 10:00:37
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Bures: Hilfe für weibliche Gewaltopfer

Start einer Kampagne zur Bewerbung der Frauenhelpline gegen Männergewalt

Wien (OTS) - "Alle Frauen, die Opfer von männlicher Gewalt
geworden sind, sollen wissen, wo sie Hilfe bekommen", sagte
Frauenministerin Doris Bures zum Start der gemeinsamen Kampagne mit
dem Verein autonomer österreichischer Frauenhäuser (VAÖF). "Die
Kampagne soll den betroffenen Frauen Mut machen, aus einer
Gewaltbeziehung auszubrechen und ihnen zeigen, dass sie Rechte haben
und sie nicht im Stich gelassen werden", so Bures.

Bestandteil der österreichweiten Kampagne sind Plakate, Freecards,
TV-Spots und Inserate. Zwischen 1. und 15. Dezember werden Plakate
mit dem Slogan "Verliebt, Verlobt, Verprügelt" affichiert, 96.000
Freecards mit dem Plakatsujet an 760 Stellen verteilt und verschickt
und Inserate mit dem Logo der Frauenhelpline geschalten. In der Zeit
vom 25. bis 31. Dezember werden TV-Spots gesendet.

Die Helpline gegen Männergewalt wird derzeit pro Tag ca. 55 Mal
angerufen. Die Polizei muss täglich 20 Mal einschreiten und einen
Gewalttäter aus der Wohnung holen, um das Schlimmste zu verhindern.
"Gewalt in der Familie ist ein Verbrechen und die gesamte
Gesellschaft ist gefordert, wenn es darum geht, hinzuschauen, statt
wegzuschauen. Jede Frau, die von ihrem Mann geprügelt wird, muss
wissen: die Gesellschaft steht hinter ihr", so Bures. Daher richte
sich die Kampagne auch an Nachbarn oder Bekannte von Gewaltopfern,
die ebenfalls Gebrauch von der Helpline machen und so den direkt
Betroffenen helfen können.

Durch eine Budgeterhöhung von mehr als zwei Millionen Euro für die
Gewaltschutzzentren in Österreich für 2007 und 2008 hat Bures
gemeinsam mit Innenminister Günther Platter einen wichtigen Schritt
für den Schutz von Gewaltopfern gesetzt. Als nächsten Schritt will
Bures gemeinsam mit Justizministerin Maria Berger für eine
Verbesserung der Gewaltschutzgesetze sorgen. So soll ein neuer
Straftatbestand für lang andauernde Gewaltbeziehungen eingeführt und
die einstweilige Verfügung (Ausweitung der gerichtlichen Ausweisung
des Täters aus der Wohnung) von drei auf sechs Monate verlängert
werden.

Ziel der Kampagne ist die möglichst breite Bekanntmachung der
Frauenhelpline gegen Männergewalt. Diese Helpline wird seit 1999 vom
VAÖF betreut und bietet unter 0800/222 555 kostenlos Erste Hilfe für
Opfer von Gewalt. "Wir möchten mit der Kampagne erreichen, dass
unsere Notrufnummer in ganz Österreich bekannt wird und allen von
Gewalt betroffenen Frauen zur Verfügung steht. Die Frauenhelpline ist
rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen besetzt und
selbstverständlich werden alle Anrufe vertraulich behandelt", so
Maria Rösslhumer, die Geschäftsführerin des Vereins autonome
österreichische Frauenhäuser.

Die Beraterinnen der Helpline kommen aus den Bereichen Psychologie,
Recht und Sozialarbeit und bieten psychologische Unterstützung und
Rechtsauskunft. Sie sind mit der Beratungs- und Opferschutzlandschaft
in ganz Österreich vertraut und können so Notfälle aus dem ganzen
Bundesgebiet bestens betreuen. Die Frauenhelpline gegen Männergewalt
bietet derzeit muttersprachliche Beratungen für folgende Sprachen an:
Deutsch, Serbo-Kroatisch, Türkisch, Rumänisch, Arabisch, Spanisch,
Slowenisch und Englisch.

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien
und Öffentlichen Dienst
Tel.: (+43 1) 53115/2132
E-Mail: [email protected]

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlichen Dienst
Tel. (01) 531 15 - 2132

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