• 30.11.2007, 11:36:38
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ÖAAB-Bundesfrauenkonferenz: Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht

Brinek stellt sich der Wiederwahl als Vorsitzende der ÖAAB-Frauen

Wien (OTS) - Im Parlamentsklub der ÖVP findet heute, Freitag, ab
13.00 Uhr die Bundeskonferenz der ÖAAB-Frauen statt, bei der sich die
bisherige Vorsitzende, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Ass.Prof.
Dr. Gertrude Brinek, der Wiederwahl stellt. Die Tagung steht unter
dem Motto "Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht" - eine "Erkenntnis, die
nicht erst im höheren Alter gewonnen werden sollte, also dann, wenn
nichts mehr zu ändern ist", erläutert Brinek, "sondern bereits am
Beginn des Erwerbsleben". Erwerbsarbeit sei ein "wesentliches Element
der Eigenständigkeit von Frauen", und es gelte, dies vor allem den
jungen Frauen auch deutlich aufzuzeigen.

Es gehe nicht darum, "Frauen zu nötigen, so rasch wie möglich nach
der Kinderpause wieder voll ins Erwerbsleben zurückzukehren, diese
Wahl muss jede selbst treffen. Aber wir wollen darüber aufklären,
welche Konsequenzen die jeweilige Entscheidung hat", so Brinek. Um
möglichst kontinuierliche Zeiten der Beitragsleistung auch für die
eigenständige Alterssicherung garantieren zu können, spricht sich
Brinek daher erneut für ein Kinderbetreuungsgeld ohne
Zuverdienstgrenze aus. "Selbstverständlich sind die Forderungen nach
einem Gratiskindergarten oder weitgehend kostenfreier schulischer
Betreuungsangebote nicht nur bildungspolitische, sondern auch
familien- und frauenpolitische Notwendigkeit", so die
ÖAAB-Frauenvorsitzende.

Familienpolitik sei in Österreich lange Zeit als "Geld geben" und
nicht als "Struktur verändern" verstanden worden. In diesem
Zusammenhang wollen sich die ÖAAB-Frauen auch näher mit der Frage der
Teilzeit-Arbeitsverhältnisse beschäftigen, da in diesem Bereich
"gegenwärtig wenig Zufriedenheit herrscht und wir noch nicht genügend
taugliche Lösungen bzw. Angebote haben".

Ein großes Anliegen der ÖAAB-Frauen ist auch, "jene
Berufsausbildungen, die nach Schul- oder Hochschulabschlüssen
ansetzen, zeitlich flexibler zu gestalten", führt Brinek aus. In dem
Lebensabschnitt, in den für Frauen oft die Familienplanung fällt,
werden manche Berufsausbildungen wie etwa die Anwaltsausbildung im
Gegensatz zu anderen wie etwa Lehrer/innen oder Ärzt/innen "leider
nur als Vollzeitausbildungen angeboten". Hier besteht ähnlich viel
Handlungsbedarf wie bei der Förderung berufsbegleitender Aus- und
Weiterbildungen.

Unterstützung kommt von Seiten der ÖAAB-Frauen für den Vorschlag
von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein, die
Absicherung von Pflege ähnlich wie das Gesundheitswesen unabhängig
von Einkommen, Verwandtschaftsbeziehungen oder Wohnort
sicherzustellen. "Jeder Mensch muss uns gleich viel Wert sein - auch
im hohen Alter", postuliert Brinek. Ob dieses Ziel auf dem Wege einer
Pflegeversicherung oder mit einer steuerfinanzierten Variante
erreicht werde, sei sekundär.

Neben Brinek stellen sich zur Wahl als Stellvertreterinnen der
Vorsitzenden die Salzburger Juristin Abg.z.NR Dr. Andrea
Eder-Gitschthaler, die kampferprobte Gewerkschafterin und
niederösterreichische ÖAAB-Frauenvorsitzende Christine Gubitzer, die
steirische Mediatorin und Sozialarbeiterin Abg.z.NR Barbara Riener
sowie die oberösterreichische Ärztin Dr. Christa Schacht. Das
Hauptreferat bei der Bundeskonferenz, das ebenfalls unter dem Titel
"Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht" steht, hält Staatssekretärin
Christine Marek.

Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis:
ÖAAB-Bundesleitung, Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien
Tel: 01/40141-216; [email protected] oder
ÖAAB-Frauenvorsitzende Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek, 0664/2427688

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