ÖAAB-Bundesfrauenkonferenz: Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht

Brinek stellt sich der Wiederwahl als Vorsitzende der ÖAAB-Frauen

Wien (OTS) - Im Parlamentsklub der ÖVP findet heute, Freitag, ab 13.00 Uhr die Bundeskonferenz der ÖAAB-Frauen statt, bei der sich die bisherige Vorsitzende, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Ass.Prof. Dr. Gertrude Brinek, der Wiederwahl stellt. Die Tagung steht unter dem Motto "Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht" - eine "Erkenntnis, die nicht erst im höheren Alter gewonnen werden sollte, also dann, wenn nichts mehr zu ändern ist", erläutert Brinek, "sondern bereits am Beginn des Erwerbsleben". Erwerbsarbeit sei ein "wesentliches Element der Eigenständigkeit von Frauen", und es gelte, dies vor allem den jungen Frauen auch deutlich aufzuzeigen.

Es gehe nicht darum, "Frauen zu nötigen, so rasch wie möglich nach der Kinderpause wieder voll ins Erwerbsleben zurückzukehren, diese Wahl muss jede selbst treffen. Aber wir wollen darüber aufklären, welche Konsequenzen die jeweilige Entscheidung hat", so Brinek. Um möglichst kontinuierliche Zeiten der Beitragsleistung auch für die eigenständige Alterssicherung garantieren zu können, spricht sich Brinek daher erneut für ein Kinderbetreuungsgeld ohne Zuverdienstgrenze aus. "Selbstverständlich sind die Forderungen nach einem Gratiskindergarten oder weitgehend kostenfreier schulischer Betreuungsangebote nicht nur bildungspolitische, sondern auch familien- und frauenpolitische Notwendigkeit", so die ÖAAB-Frauenvorsitzende.

Familienpolitik sei in Österreich lange Zeit als "Geld geben" und nicht als "Struktur verändern" verstanden worden. In diesem Zusammenhang wollen sich die ÖAAB-Frauen auch näher mit der Frage der Teilzeit-Arbeitsverhältnisse beschäftigen, da in diesem Bereich "gegenwärtig wenig Zufriedenheit herrscht und wir noch nicht genügend taugliche Lösungen bzw. Angebote haben".

Ein großes Anliegen der ÖAAB-Frauen ist auch, "jene Berufsausbildungen, die nach Schul- oder Hochschulabschlüssen ansetzen, zeitlich flexibler zu gestalten", führt Brinek aus. In dem Lebensabschnitt, in den für Frauen oft die Familienplanung fällt, werden manche Berufsausbildungen wie etwa die Anwaltsausbildung im Gegensatz zu anderen wie etwa Lehrer/innen oder Ärzt/innen "leider nur als Vollzeitausbildungen angeboten". Hier besteht ähnlich viel Handlungsbedarf wie bei der Förderung berufsbegleitender Aus- und Weiterbildungen.

Unterstützung kommt von Seiten der ÖAAB-Frauen für den Vorschlag von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein, die Absicherung von Pflege ähnlich wie das Gesundheitswesen unabhängig von Einkommen, Verwandtschaftsbeziehungen oder Wohnort sicherzustellen. "Jeder Mensch muss uns gleich viel Wert sein - auch im hohen Alter", postuliert Brinek. Ob dieses Ziel auf dem Wege einer Pflegeversicherung oder mit einer steuerfinanzierten Variante erreicht werde, sei sekundär.

Neben Brinek stellen sich zur Wahl als Stellvertreterinnen der Vorsitzenden die Salzburger Juristin Abg.z.NR Dr. Andrea Eder-Gitschthaler, die kampferprobte Gewerkschafterin und niederösterreichische ÖAAB-Frauenvorsitzende Christine Gubitzer, die steirische Mediatorin und Sozialarbeiterin Abg.z.NR Barbara Riener sowie die oberösterreichische Ärztin Dr. Christa Schacht. Das Hauptreferat bei der Bundeskonferenz, das ebenfalls unter dem Titel "Ohne Erwerbsarbeit geht es nicht" steht, hält Staatssekretärin Christine Marek.

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
ÖAAB-Bundesleitung, Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien
Tel: 01/40141-216; presse@oeaab.com oder
ÖAAB-Frauenvorsitzende Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek, 0664/2427688

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001