ARBÖ: Bei Winterreifenpflicht noch viele Fragen ungeklärt

ARBÖ warnt vor Gesetzesänderung ohne genügende Vorlaufzeit

Wien (OTS) - Eine Verwendungspflicht für Pkw-Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen per 1. Jänner 2008 wirft nach Ansicht des ARBÖ zahlreiche Fragen auf. So sei es keinesfalls sichergestellt, dass der Reifenhandel in der Lage sein würde, innerhalb weniger Wochen einen neuerlichen Umrüstungsschub zu bewältigen. Derzeit sind nach einer ARBÖ-Umfrage bereits 93 Prozent aller Pkw mit Winterreifen ausgestattet. Viele Kraftfahrer wissen aus eigener Erfahrung, dass es in der Umrüstzeit mitunter gar nicht so einfach ist, entsprechende Reifen zu finden oder einen Termin fürs Umrüsten zu bekommen, heißt es beim ARBÖ.

Kaum zu bewerkstelligen sei laut ARBÖ in der kurzen Zeit bis Jahresanfang 2008 die Information von Millionen Kraftfahrern in unseren Nachbarländern über eine eventuelle Gesetzesänderung. "Tausende Touristen aus Italien, Deutschland und anderen Ländern feiern den Jahreswechsel in Österreich. Noch viel mehr kommen in den folgenden Wochen. Diese würden durch ein neues Gesetz überrascht", betont der ARBÖ.

In Deutschland, wo eine ähnliche Regelung wie nun in Österreich geplant, 2006 eingeführt wurde, herrscht nach Aussage des ARBÖ große Verunsicherung. Die Vorschrift, dass die Bereifung den Wetterverhältnissen angepasst werden müsse, lässt in der Praxis einen großen Interpretationsspielraum. Die Ausrüstungsquote mit Winterreifen liegt in Deutschland bei 62 Prozent.

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