- 21.11.2007, 10:45:57
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Strache: Österreichische Qualitätsprodukte müssen als solche erkennbar bleiben
FPÖ verurteilt Pläne Brüssels, Herkunftsverweis von Lebensmitteln zu verwässern
Wien (OTS) - Mit scharfer Ablehnung reagiert
FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache auf die Pläne von
EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, sämtliche in der EU
endgefertigten Lebensmittel künftig unter dem Label "Made in the EU"
zu vermarkten. "Diese Verallgemeinerung", so Strache, "wäre eine
Katastrophe für die qualitätsbewussten österreichischen Produzenten."
Damit zeige sich aber auch einmal mehr, dass die Österreicher vor dem
EU-Beitritt mit der Mär vom "Feinkostladen Österreich" belogen worden
seien. Und ebenso zeige sich, dass die EU vor nichts zurückschrecke
in ihren gleichmacherischen Bestrebungen. In diesem Zusammenhang
erinnerte Strache auch eine Aussage Henry Kissingers: "Wer das Öl
kontrolliert, kontrolliert ein Land; wer die Nahrung kontrolliert,
kontrolliert das Volk."
Es sei undenkbar, hochwertige heimische Lebensmittel mit
Pestizid-verseuchten Feldfrüchten und ohne jede Tierschutznorm
hergestellten tierischen Nahrungsmitteln auf eine Stufe stellen zu
lassen, empört sich Strache. Bezeichnenderweise wolle man
Fleischprodukte von der neuen Kennzeichnung ausnehmen. Wobei der
Begriff Ausnehmen unkorrekt sei, erläutert Strache, da bei Fleisch
schon heute irreführende Regelungen gültig wären, die es etwa
zuließen, im Ausland geborene und gemästete und in Österreich
lediglich geschlachtete Tiere als "österreichische Qualitätsware" zu
verkaufen.
"Schon 2004 hat die EU ein ähnliches Ansinnen vorgebracht", erinnert
Strache. "Damals ist man vor allem am Widerstand Deutschlands
gescheitert. Österreich hat sich schon 2004 nicht hörbar zu Wort
gemeldet und ich vermisse auch heute klare Worte der Regierung, etwa
des Umweltministers, der sich so gerne als Verteidiger der
österreichischen Landwirte in die Brust wirft. Österreich hat durch
eine Verwässerung der Herkunftsangabe sehr viel zu verlieren und muss
deshalb unmissverständlich auf der Beibehaltung des nationalen
Herkunftsnachweises bestehen."
Die Pläne Brüssels hätten verheerende Konsequenzen für alle
Unternehmen, deren öffentliche Wahrnehmung mit ländertypischen
Eigenschaften zusammenhinge, stellt Strache fest. Das betreffe einen
Gutteil des österreichischen Bauernstandes, wie die gezielte
Nachfrage nach österreichischen Produkten nicht nur im benachbarten
Ausland beweise. "Für Josef Pröll ist die neueste Kateridee Brüssels
eine Nagelprobe. Jetzt kann er zeigen, ob ihm die heimische
Landwirtschaft tatsächlich am Herzen liegt", erklärt Strache, der
abschließend empfiehlt: "Statt Firmen und Produkten ihre
länderspezifische Identität zu rauben, wäre Brüssel gut beraten,
endlich für eine Kennzeichnung weitgereister Waren zu sorgen. Das
wäre ein sinnvoller Beitrag zur Konsumenteninformation, denn
Transporte über weite Strecken führen zu enormen Umweltbelastungen."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
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