Strache: Österreichische Qualitätsprodukte müssen als solche erkennbar bleiben

FPÖ verurteilt Pläne Brüssels, Herkunftsverweis von Lebensmitteln zu verwässern

Wien (OTS) - Mit scharfer Ablehnung reagiert
FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache auf die Pläne von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, sämtliche in der EU endgefertigten Lebensmittel künftig unter dem Label "Made in the EU" zu vermarkten. "Diese Verallgemeinerung", so Strache, "wäre eine Katastrophe für die qualitätsbewussten österreichischen Produzenten." Damit zeige sich aber auch einmal mehr, dass die Österreicher vor dem EU-Beitritt mit der Mär vom "Feinkostladen Österreich" belogen worden seien. Und ebenso zeige sich, dass die EU vor nichts zurückschrecke in ihren gleichmacherischen Bestrebungen. In diesem Zusammenhang erinnerte Strache auch eine Aussage Henry Kissingers: "Wer das Öl kontrolliert, kontrolliert ein Land; wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert das Volk."

Es sei undenkbar, hochwertige heimische Lebensmittel mit Pestizid-verseuchten Feldfrüchten und ohne jede Tierschutznorm hergestellten tierischen Nahrungsmitteln auf eine Stufe stellen zu lassen, empört sich Strache. Bezeichnenderweise wolle man Fleischprodukte von der neuen Kennzeichnung ausnehmen. Wobei der Begriff Ausnehmen unkorrekt sei, erläutert Strache, da bei Fleisch schon heute irreführende Regelungen gültig wären, die es etwa zuließen, im Ausland geborene und gemästete und in Österreich lediglich geschlachtete Tiere als "österreichische Qualitätsware" zu verkaufen.

"Schon 2004 hat die EU ein ähnliches Ansinnen vorgebracht", erinnert Strache. "Damals ist man vor allem am Widerstand Deutschlands gescheitert. Österreich hat sich schon 2004 nicht hörbar zu Wort gemeldet und ich vermisse auch heute klare Worte der Regierung, etwa des Umweltministers, der sich so gerne als Verteidiger der österreichischen Landwirte in die Brust wirft. Österreich hat durch eine Verwässerung der Herkunftsangabe sehr viel zu verlieren und muss deshalb unmissverständlich auf der Beibehaltung des nationalen Herkunftsnachweises bestehen."

Die Pläne Brüssels hätten verheerende Konsequenzen für alle Unternehmen, deren öffentliche Wahrnehmung mit ländertypischen Eigenschaften zusammenhinge, stellt Strache fest. Das betreffe einen Gutteil des österreichischen Bauernstandes, wie die gezielte Nachfrage nach österreichischen Produkten nicht nur im benachbarten Ausland beweise. "Für Josef Pröll ist die neueste Kateridee Brüssels eine Nagelprobe. Jetzt kann er zeigen, ob ihm die heimische Landwirtschaft tatsächlich am Herzen liegt", erklärt Strache, der abschließend empfiehlt: "Statt Firmen und Produkten ihre länderspezifische Identität zu rauben, wäre Brüssel gut beraten, endlich für eine Kennzeichnung weitgereister Waren zu sorgen. Das wäre ein sinnvoller Beitrag zur Konsumenteninformation, denn Transporte über weite Strecken führen zu enormen Umweltbelastungen."

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