Oberhauser: "Soziale Krankenversicherung ist immer noch das beste System"

Plädoyer gegen Kaputtsparen und Diskreditieren des Systems

Wien (SK) - Die SPÖ habe stets vor dem Kaputtsparen der Krankenkassen und der damit verbundenen Diskreditierung des gesamten Gesundheitssystems gewarnt. Nun sei es mit dem jüngsten Rechnungshofbericht zu den Gebietskrankenkassen auch amtlich, dass es ohne die Maßnahmen der Regierung Schüssel auch keine Finanzmisere der Kassen gegeben hätte, so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser Mittwochabend bei einer Publikumsdiskussion zum Thema "Ware Gesundheit - Droht die 'Amerikanisierung' unseres Gesundheitssystems?". Umso mehr "ist es nun an uns, unser gutes System der sozialen Krankenversicherung zu verteidigen, denn es ist immer noch das beste System", bekräftigte Oberhauser. ****

Oberhauser machte auch klar, dass das Geld der Versicherten ordentlich und effizient verwendet werden müsse, damit es "dort hingeht, wo es hingehört, nämlich zu den Menschen". Während die abgewählte Regierung durch zahlreiche Belastungsmaßnahmen (z.B. höhere Selbstbehalte) den Weg in Richtung Zwei-Klassen-Medizin eingeschlagen habe, sorge die SPÖ-geführte Regierung nunmehr endlich dafür, dass alle einen bestmöglichen Zugang zum Gesundheitssystem bekommen. So führe etwa der sozial- und gesundheitspolitische Meilenstein der Deckelung der Rezeptgebühren zu einer deutlichen Entlastung der Älteren und chronisch Kranken, arbeitete Oberhauser den Unterschied zur Belastungspolitik der Regierung Schüssel heraus.

Gerade der im Vorfeld der Diskussion als Kinopremiere gezeigte neue Michael-Moore-Film "Sicko" zeige - freilich mit der für Moore typischen satirisch-polemischen Überzeichnung - gleichermaßen drastisch und exemplarisch, wohin ein dem Privatisierungswahn anheimgegebenes Gesundheitssystem führen kann - nämlich in die medizinische Nicht- und Unterversorgung und teils völlige Überschuldung hilfsbedürftiger Menschen. Es brauche aber auch solche Filme, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass "Gesundheitsdienstleistungen bei uns nicht aus der Steckdose kommen, sondern solidarisch erbracht werden". Die soziale Krankenversicherung nach dem Prinzip der Solidarität sei ein zentraler Wert, so Oberhauser bei der von Claudia Schanza (Journalistin) moderierten Diskussion, an der weiters Kurt Grünewald (Gesundheitssprecher der Grünen) und Martin Rümmele (Buchautor, Gesundheitsjournalist) teilnahmen. (Schluss) mb

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