• 15.11.2007, 09:31:29
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Oberhauser: "Soziale Krankenversicherung ist immer noch das beste System"

Plädoyer gegen Kaputtsparen und Diskreditieren des Systems

Wien (SK) - Die SPÖ habe stets vor dem Kaputtsparen der
Krankenkassen und der damit verbundenen Diskreditierung des gesamten
Gesundheitssystems gewarnt. Nun sei es mit dem jüngsten
Rechnungshofbericht zu den Gebietskrankenkassen auch amtlich, dass es
ohne die Maßnahmen der Regierung Schüssel auch keine Finanzmisere der
Kassen gegeben hätte, so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser
Mittwochabend bei einer Publikumsdiskussion zum Thema "Ware
Gesundheit - Droht die 'Amerikanisierung' unseres
Gesundheitssystems?". Umso mehr "ist es nun an uns, unser gutes
System der sozialen Krankenversicherung zu verteidigen, denn es ist
immer noch das beste System", bekräftigte Oberhauser. ****

Oberhauser machte auch klar, dass das Geld der Versicherten
ordentlich und effizient verwendet werden müsse, damit es "dort
hingeht, wo es hingehört, nämlich zu den Menschen". Während die
abgewählte Regierung durch zahlreiche Belastungsmaßnahmen (z.B.
höhere Selbstbehalte) den Weg in Richtung Zwei-Klassen-Medizin
eingeschlagen habe, sorge die SPÖ-geführte Regierung nunmehr endlich
dafür, dass alle einen bestmöglichen Zugang zum Gesundheitssystem
bekommen. So führe etwa der sozial- und gesundheitspolitische
Meilenstein der Deckelung der Rezeptgebühren zu einer deutlichen
Entlastung der Älteren und chronisch Kranken, arbeitete Oberhauser
den Unterschied zur Belastungspolitik der Regierung Schüssel heraus.

Gerade der im Vorfeld der Diskussion als Kinopremiere gezeigte
neue Michael-Moore-Film "Sicko" zeige - freilich mit der für Moore
typischen satirisch-polemischen Überzeichnung - gleichermaßen
drastisch und exemplarisch, wohin ein dem Privatisierungswahn
anheimgegebenes Gesundheitssystem führen kann - nämlich in die
medizinische Nicht- und Unterversorgung und teils völlige
Überschuldung hilfsbedürftiger Menschen. Es brauche aber auch solche
Filme, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass
"Gesundheitsdienstleistungen bei uns nicht aus der Steckdose kommen,
sondern solidarisch erbracht werden". Die soziale Krankenversicherung
nach dem Prinzip der Solidarität sei ein zentraler Wert, so
Oberhauser bei der von Claudia Schanza (Journalistin) moderierten
Diskussion, an der weiters Kurt Grünewald (Gesundheitssprecher der
Grünen) und Martin Rümmele (Buchautor, Gesundheitsjournalist)
teilnahmen. (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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