• 08.11.2007, 13:08:51
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AMA Marketing: Renaissance der heimischen Weidegans

Qualität der Martini-Gänse ist eine Frage der Haltung

Wien (AIZ) - In der Zeit rund um den Martinitag (11.11.) steigt in
Österreich traditionell der Konsum von Gänsefleisch deutlich an. Die
heimische Produktion kann den Bedarf zu rund 20% decken. Sorgsame
Aufzucht und Haltung machen die heimische Weidegans zu einem
besonderen Leckerbissen. Hauptproduktionsgebiete sind Burgenland,
Oberösterreich und Niederösterreich, teilt die AMA Marketing mit.

In Österreich wurden im Vorjahr etwa 400.000 Gänse verspeist. Rund
die Hälfte davon zu Martini und Weihnachten. Der jährliche
Pro-Kopf-Verbrauch an Gänsefleisch lag 2002 noch bei 0,3 kg, im Jahr
2004 bei 0,1 kg und im Vorjahr ist er auf 0,2 kg gestiegen. 80.000
Gänse kamen 2006 aus heimischen Betrieben, vorzugsweise aus dem
Burgenland sowie aus Oberösterreich und Niederösterreich. 80% des
heimischen Bedarfes werden meist in tiefgefühlter Form überwiegend
aus Ungarn importiert.

Geflügel - ein besonders hochwertiges Lebensmittel

Geflügelfleisch ist ein wichtiger Lieferant von Vitaminen,
Mineralstoffen und wertvollen Spurenelementen. Es verfügt über
B-Vitamine (B12, B2, Niacin für optimalen Stoffwechsel und B6, das
wichtig für den Eiweißstoffwechsel, das Nervensystem, Immunabwehr,
Bildung des roten Blutfarbstoffes ist). Aber auch Eisen, Zink, Kalium
und viele andere wichtige Spurenelemente sind enthalten. Zudem ist
die Eiweißqualität von hoher biologischer Wertigkeit. Das heißt, der
Mensch kann daraus besonders viel körpereigenes Eiweiß aufbauen.
Darüber hinaus gilt auch heute noch ein starker Geflügelfond als
wirksames Hausmittel bei grippalen Infekten.

Qualität ist eine Frage der Haltung

Heimischen Gänsen muss - laut Bundestierschutzgesetz - Auslauf ins
Freie gewährt werden, reine Stallhaltung ist nicht erlaubt. Weiters
ist bei heimischen Gänsen eine Haltung auf Stroh im Stall
erforderlich. Eine Käfighaltung von Gänsen gab es in Österreich nie.
Auch das Stopfen der Gänse zur Stopflebererzeugung ist gesetzlich
verboten.

Heimische Gänse werden über 28 Wochen langsam großgezogen. Die
Futterbasis ist Gras, Hafer und anderes Getreide. Diese hochwertige
Fütterung macht sich meist erst bei der Zubereitung bemerkbar. Eine 4
kg schwere heimische Weidegans wiegt als Festtagsbraten noch immer
rund 3,2 kg. Eine in zwölf Wochen schnell aufgezogene und damit auch
viel fettere Gans verliert beim Braten Fett und es bleiben nur mehr
2,4 kg von 4 kg zum Verzehr.

Gänsefleisch wieder voll im Trend

Ein g'schmackiges Martini-Gansl ist für viele Konsumenten fixer
Bestandteil der herbstlichen Kulinarik und bietet besonderen Genuss.
"Die artgerechte Haltungsform der Tiere und die sorgsame Zubereitung
des Fleisches spielen dabei eine wichtige Rolle. Spezialitäten, die
bei uns bislang nur in kleinen Mengen produziert wurden, liegen
zunehmend im Trend. Das gilt auch für dieses Federvieh. War die Gans
in der Nachkriegszeit quasi von den heimischen Tellern verschwunden,
so ist sie jetzt nicht mehr aus den Gourmet-Küchen wegzudenken",
freut sich Rudolf Stückler, AMA-Manager für Fleisch und Fleischwaren.

Die Gänsehaltung war nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich
nahezu verschwunden. Nur auf wenigen Höfen beschäftigte man sich
damit. Die Vermarktung erfolgte direkt ab Hof an den Endkonsumenten.
Seit 1992 wächst die Produktion kontinuierlich, seit dieser Zeit gibt
es beispielsweise auch das Projekt "Österreichische Weidegans".
Dieses Gemeinschaftsprojekt, das aus neun Weidegansgruppen in sechs
Bundesländern besteht, wurde heuer sogar mit dem "AgrarProjektPreis
2007" ausgezeichnet.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Mag. Hermine HACKL
   Leiterin Unternehmenskommunikation 
   Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH.
   Dresdner Straße 68a,  A-1200 Wien 
   Tel. *43/1/33151-404 
   Fax: *43/1/33151-499
   Mobil 0664/837 61 78 
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.ama-marketing.at

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