• 08.11.2007, 12:59:48
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Bures zu Gleichstellungsbericht: Österreichs Frauen haben sich einen Platz im Spitzenfeld verdient

Kindergeld neu und Kindergarten-Offensive sind ein wichtiger Schritt zur Frauen-Gleichstellung

Wien (OTS) - "Damit werde ich mich als Frauenministerin nicht
zufrieden geben", sagt Doris Bures zum Ergebnis des Global Gender Gap
Report 2007. Platz 27 im weltweiten Ranking bedeute einen
Aufholbedarf für Österreich. "Österreichs Frauen haben sich einen
Platz im Spitzenfeld verdient", so Bures. Der Bericht stellt die
politische, soziale und ökonomische Gleichstellung der Frauen in 128
Staaten aufgrund eines teilweise bis ins Jahr 2004 zurückreichenden
Datenmaterials dar.

Die wirtschaftliche Partizipation und Chancengleichheit
betreffend, setzt Bures auf den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und
das flexible Kindergeld. "Wir brauchen das Rad nicht neu zu
erfinden", verweist Bures auf die gleichstellungspolitisch
vorbildlichen Länder wie Schweden, Norwegen und Finnland. Dort, wo es
ein gutes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen gebe, sei die
Frauenerwerbsquote höher: Schweden mit einer Betreuungsquote für die
unter 3-jährigen von 53 Prozent habe eine Frauenbeschäftigungsquote
von über 70 Prozent, während Österreich mit einer Betreuungsquote von
12 Prozent nur eine Frauenbeschäftigungsquote von 62 Prozent erreiche
(Vergleichsdaten 2005). Auch die Auswirkungen eines guten Angebots an
Kinderbetreuungsplätzen auf die Einkommensschere seien nachweisbar:
In Österreich verdienen Frauen um 18 Prozent weniger als Männer, in
Schweden um 16 Prozent. Dem im Bericht angesprochenen Ungleichgewicht
bei der Entlohnung werde auch mit dem 1.000 Euro-Mindestlohn entgegen
gewirkt.

Mit der Flexibilisierung des Kindergelds würden ab Jänner 2008 die
Probleme des alten Kindergeld-Modells ausgeräumt: "Es hat sich
gezeigt, dass nach drei Jahren Babypause nur mehr jede zweite Frau
den Wiedereinstieg ins Berufsleben schafft. Deshalb war es mir so
wichtig, den Frauen mit dem flexiblen Kindergeld das Angebot zu
machen, ihre Berufsunterbrechungen kurz zu halten, wenn sie das
wollen." Mit dem höheren Kindergeldbezug werde es auch für die Väter
attraktiver, sich einige Monate der Kinderbetreuung zu widmen.

Bei der politischen Gleichstellung der Frauen gebe es noch großen
Aufholbedarf, wie nun auch der Bericht des Weltwirtschaftsforums
deutlich mache. Die Regierung Gusenbauer mit so vielen Frauen in der
Regierung wie noch nie und insbesondere das SPÖ-Regierungsteam mit
Halbe-Halbe gehe zwar mit gutem Beispiel voran - mit der aktuellen
Frauenquote von 32 Prozent im Nationalrat dürfe man sich aber nicht
abfinden.

Im Bildungsbereich unterstützt Bures das Engagement von
Bildungsministerin Claudia Schmied für einen hürdenfreien Zugang zur
Bildung, für Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und sozialer
Herkunft und den Ausbau des Angebots an Nachmittagsbetreuung und
Ganztagsschulen.

Insbesondere verweist Bures auf die aktuell stattfindenden Gender
Tage an Österreichs Schulen, eine gemeinsame Initiative mit
Bildungsministerin Schmied und Männerminister Erwin Buchinger. Ziel
der Gender Tage 2007 ist es, Rollenklischees zum Thema zu machen.
Dazu gibt es eine Fülle von Informationen und Angeboten der
beteiligten Ministerien. Auf dem Gender + Bildung Portal
www.gender.schule.at werden für Lehrerinnen und Lehrer Materialien
und Texte, Anregungen und konkrete Beispiele für den Fachunterricht
bereitgestellt.

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien
und Öffentlichen Dienst
Tel.: (+43 1) 53115/2132
E-Mail: [email protected]

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