- 30.10.2007, 12:13:39
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- OTS0154 OTW0154
Eisen/Metall: KV Verhandlungen abgeschlossen.
+ 3,2 % plus 0,3 % verpflichtendes Verteilvolumen auf IST- und + 3,6 % auf KV-Löhne und -Gehälter - Berücksichtigung der Ertragslage der Unternehmen im Rahmen der Einmalzahlung.
Wien (OTS) - Für den heurigen Lohn- und Gehaltsabschluss in der
Metallindustrie einigten sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
(Gewerkschaft Metall/Textil/Nahrung sowie die Gewerkschaft der
Privatangestellten-DJP) in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2007
in der dritten Verhandlungsrunde nach ununterbrochener 16,5-stündiger
Dauer:
Die IST-Löhne/IST-Gehälter steigen um 3,2 % plus eine individuell
zu verteilende Lohnsumme von 0,3 %
Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne/Mindestgehälter steigen um
3,6 %.
Die Einmalzahlung beträgt 200,-- EUR oder 150,-- EUR bzw. kann
entfallen, abhängig von der Ertragslage des Unternehmens.
Die kollektivvertraglichen Zulagen erhöhen sich um 3,6 %
Die Lehrlingsentschädigung steigt um 3,6 %. Zusätzlich erhalten
Lehrlinge zumindest die Hälfte der Einmalzahlung.
Neben der generellen IST-Erhöhung von 3,2 % wurde zusätzlich eine
Erhöhung der Lohn- bzw. Gehaltssumme im Ausmaß von 0,3 % für eine
individuelle Erhöhung der IST-Löhne/IST-Gehälter mittels
Betriebsvereinbarung vorgesehen.
Vereinbart wurde eine Staffelung der Einmalzahlungen. Betriebe die
für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 ein Null- bzw. negatives
Betriebsergebnis (EBIT) aufweisen, entrichten keine Einmalzahlung,
bis zu einer EBIT-Marge von bis zu 6 % beträgt die Einmalzahlung
150,-- EUR, über 6 % EUR 200,--.
Die Vereinbarung ist ab 1. November 2007 gültig.
Die Verhandlungen gestalteten sich in diesem Jahr besonders
schwierig. Es war allerdings der guten Sozialpartnerschaft zu danken,
dass sich beide Seiten nicht durch Zurufe von Außen haben irritieren
lassen. "Denn letztendlich zählt der vertretbare Kompromiss, der den
Erhalt der Firmen in Österreich und damit den Erhalt von
Arbeitsplätzen gewährleistet" betont KR Hermann Haslauer,
Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite.
Zusätzlich betont Haslauer, dass er die Gewerkschaft eingeladen hat,
gemeinsam mit der Arbeitgeberseite für höhere Nettolöhne bzw.
-gehälter zu kämpfen.
Ausbildung
Anstelle einer allgemein verpflichtenden Bildungsfreistellung hat man
sich darauf verständigt, dass eine Woche Bildungsfreistellung, unter
Fortzahlung des Verdienstes dann gewährt wird, wenn diese Zeit für
eine "nachgeholte" Lehrabschlussprüfung, bzw. für eine HTL oder HAK
Matura genutzt wird.
Verhandlerteam
Chefverhandler der Arbeitgeberseite ist KR Ing. Hermann Haslauer (Fa.
Leitz), sein Stellvertreter DI Christoph Hinteregger (Fa.
Doppelmayr). Von Seiten der Gewerkschaft verhandelten Erich Foglar
(GMTN) und Karl Proyer (GPA-DJP). (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Industrie Dr. Manfred Engelmann Tel.: (++43) 0590 900-3422 Fax: (++43) 0590 900-273 mailto:[email protected] http://wko.at/industrie
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