- 25.10.2007, 10:07:16
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OeNB-Direktor Zöllner: Endfälligkeit von Fremdwährungskrediten - ein Risikofaktor
Wien (OTS) - Auf Einladung der Europäischen
Bausparkassenvereinigung, die ihren diesjährigen Kongress in Prag
abhält, referierte heute Dir. Mag. Dr. Peter Zöllner, Mitglied des
Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank unter dem Titel
"Risken aus Fremdwährungsfinanzierungen" über die insbesondere in
Österreich sehr beliebte Inanspruchnahme von Fremdwährungskrediten,
wobei er auch die damit verbundenen Risken ansprach.
Das Volumen der FW-Kredite, die vor allem für Zwecke des privaten
Wohnbaus aufgenommen wurden, ist in Österreich im europäischen
Vergleich sehr hoch. Direktor Zöllner wies darauf hin, dass in den
letzten Jahren - bedingt durch Zinssatzunterschiede und
Wechselkursentwicklungen - dabei durchaus im Vergleich zu einer
Finanzierung in Euro geringere Finanzierungskosten für die
Kreditnehmer entstanden sind. Er wies jedoch darauf hin, dass derzeit
aufgrund verschiedener Entwicklungen auf den Finanzmärkten die
Vorteile weitest gehend ausgereizt sind. Nachdem sich der
Zinsabstand, insbesondere zwischen dem Schweizer Franken - jener
Währung in der der Großteil der FW-Kredite aufgenommen wurde - und
dem Euro, kontinuierlich reduziert und auch die Volatilität der
Kurse auf den Devisenmärkten deutlich zugenommen hat, verliert das
Instrument eines FW-Kredites zunehmend an Attraktivität, was auch aus
den von der Oesterreichischen Nationalbank erhobenen aktuellen Daten
ersichtlich ist.
Seit Beginn dieses Jahres erhebt die Notenbank auch Daten im
Zusammenhang mit Endfälligkeiten von Krediten. Daraus ist laut Dir.
Zöllner erkennbar, dass 84 % der FW-Kredite an Private Haushalte
endfällig sind. 72 % davon sind mit einem Tilgungsträgermodell
versehen. Insbesondere ab 2012 wird es daher zunehmend zu
Kapitalrückzahlungen kommen. Dies birgt, so Direktor Zöllner, gewisse
Risiken, da die Entwicklung der Renditen der Kapitalmarktinstrumente,
die derzeit zum Teil unter den Erwartungen liegen, aus heutiger Sicht
noch nicht abschätzbar sind. Zöllner rät daher, die damit verbundenen
Risken und Entwicklungen sowohl aus Sicht der Kreditnehmer als auch
aus Sicht der Banken genauestens zu beobachten.
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at
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