• 24.10.2007, 11:44:39
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Windsymposium stellt Weichen für mehr Windenergie

8. Windenergie-Symposium sieht große Zukunft für die Windenergie in Österreich

St. Pölten (OTS) - Das Österreichische Windenergie-Symposium, an
dem mehr als 200 Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland
teilnehmen, zeigt, dass eine konstruktive Novelle des
Ökostromgesetzes aus wirtschaftlichen und energiepolitischen Gründen
längst überfällig ist.

Ein Ende der Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern ist
nicht in Sicht, stellten namhafte Experten wie Dr. Werner Zittel von
der Ludwig Bölkow Systemtechnik (München) fest. Dr. Sven Bode vom
arrhenius Institut (Hamburg) für Energie- und Klimapolitik betonte
dem entgegen die senkenden Effekte der Windenergie auf die
Großhandelspreise. Die Vortragenden und Teilnehmer des Symposiums
zeigten sich überaus optimistisch über die zukünftigen Potenziale für
die Windenergie, da diese ihre Marktreife und Konkurrenzkraft in den
letzten Jahren deutlich steigern konnte. In Österreich sind 614
Windräder mit 979 Megawatt am Netz. Diese Windräder liefert Strom für
rund 550.000 Haushalte.

Niederösterreich ist führend bei der Nutzung der Windenergie und
wird diesen Weg konsequent weiterverfolgen Niederösterreichs
Landesrat DI Josef Plank äußert sich zufrieden über die Entwicklung
in der Vergangenheit: "Die Windräder Niederösterreichs tragen bereits
ein Zehntel zur gesamten NÖ Stromerzeugung bei und durch ihre saubere
Stromerzeugung wird rund eine Mio. Tonnen CO2 für Niederösterreich
eingespart. Windenergie ist damit ein aktiver Beitrag für den
Klimaschutz." In Niederösterreich sind mittlerweile 340 Windräder mit
einer Gesamtleistung von 525 Megawatt am Netz.
Landesrat Plank will diesen Weg auch konsequent weiterverfolgen:
"Niederösterreich setzt insgesamt massiv auf erneuerbare
Energieträger. Das "Energiemodell Niederösterreich" zeigt, dass die
Windenergie eine große Bedeutung in einem vernünftigen Mix aus
unterschiedlichsten Energieträgern zukommt. Gerade Niederösterreich
hat noch ein großes Windkraftpotential, das es zu entwickeln gilt,
auch im Erweitern bestehender Windparks".

Landesrat Plank verweist darauf, dass in Niederösterreich mit der
Abstandsregelung zu Siedlungsgebieten und der strengen Beurteilung
der Naturverträglichkeit klare Rahmenbedingungen für den weiteren
Ausbau der Windenergie geschaffen sind. "Doch eines ist auch klar, wo
geeignete Standorte sind, soll die Windenergie auch in Zukunft
verstärkt genutzt werden. Wir brauchen diese saubere Energieform für
die Zukunft." Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft,
verweist darauf, dass die Windenergie in der breiten Bevölkerung eine
sehr positive Zustimmung hat. Und auch bei schwierigen lokalen
Projekten zeigt sich nach der Realisierung der Projekte eine starke
Verankerung in der Bevölkerung. "Windräder sind ein starkes Symbol
und ein konkreter Beitrag für eine saubere Energieversorgung - für
mehr Klimaschutz und gegen Atomkraft. Davon sind nicht nur die
meisten Menschen überzeugt, in Niederösterreich haben sich auch 5.000
aktiv an Windprojekten beteiligt", so Hantsch.

Der große Ausbau der Windenergie konnte in den Jahren 2003 bis
2006 durch das alte Ökostromgesetz erfolgen. In diesen Jahren wurden
durchschnittlich rund 120 Windkraftanlagen pro Jahr errichtet. Seit
der Novelle 2006 ist der weitere Ausbau aber praktisch zum Stillstand
gekommen. "Mit der Novelle 2006 sind die Planungs- und
Investitionssicherheit, sowie Tarife auf europäischem Niveau
abgeschafft worden. Diese Vorraussetzungen sind aber lebensnotwendig
für einen kontinuierlichen Ausbau", so Hantsch und fordert eine
konstruktive Novelle des Ökostromgesetzes.

"Energiebaukasten(R)" mit allen Erneuerbaren Sinnvolle zukünftige
Energiepolitik heißt Erhöhung der Energieeffizienz und Einsatz aller
erneuerbaren Energieträger. "Mit unserem "Energiebaukasten(R)" haben
wir ein Werkzeug entwickelt, mit dem Gemeindebürgerinnen und -bürger
den effizienten Umstieg auf "weiße" Energie in 30 Jahren durchführen
können", ist Joachim Payr von der Energiewerkstatt GmbH Munderfing
überzeugt.
Öffentlichkeitsarbeit wird dabei groß geschrieben. Die Erfahrungen
mit der Windenergie haben gezeigt, dass Projekte nur dann Erfolg
haben, wenn die Bevölkerung eingebunden wird. Die Energiewerkstatt
GmbH hat die Planung für die Hälfte der in Österreich erreichten
Windkraftleistung durchgeführt und dabei eine
Projektrealisierungsquote von 97 % erzielen können. "Wenn man die
Energiepotenziale mit den einzelnen Gemeinden durchleuchtet, wird
schnell klar, dass mit Windenergie ein 100% Umstieg auf erneuerbare
Energie ungemein erleichtert wird. Gründe dafür sind u.a. der geringe
Flächenverbrauch von Windenergieanlagen und die ausgereifte
kostengünstige Technik", so Joachim Payr.

Hauptsponsoren zeigen Österreichs große wirtschaftliche Bedeutung
für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Mittel- und Osteuropa
"Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer neuen Niederlassung in
Wien den Gegebenheiten des österreichischen Marktes und insbesondere
den Herausforderungen der osteuropäischen Märkte zukünftig angemessen
begegnen können", erläutert Andreas Thomas, General Manager von
Vestas Österreich GmbH. Vestas ist der weltweit führende Hersteller
von Windenergieanlagen mit einem Konzernumsatz 3,8 Milliarden EURO im
Jahr 2006. Der neue Standort in Wien bzw. in Österreich wurde von
Vestas ganz bewusst auf Grund des Ausbaus in den letzten Jahren in
Österreich und der guten Verbindung zu den boomenden osteuropäischen
Märkten ausgewählt.

"Raiffeisen ist gut aufgestellt für das In- und Ausland, sowohl in
der Finanzierung wie auch nunmehr beim Eigenkapitalthema", zeigt sich
Dr. Andreas Glatzer Geschäftsführer der RENERGIE erfreut. Die Firma
RENERGIE - Raiffeisen Managementgesellschaft für erneuerbare Energie
GmbH ist eine 100%-Tochter der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-
Wien. RENERGIE entwickelt und realisiert Projekte im Bereich Biomasse
und Biogas und verstärkt auch Windkraftprojekte. Für die Raiffeisen
Landesbank Niederösterreich-Wien ist die Finanzierung von Projekten
zur Nutzung Erneuerbaren bereits seit längerem ein Schwerpunkt.

Hintergrundinformationen unter: http://igwindkraft.at/presse

Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft, Tel. +43 676 3707820
mailto:[email protected]

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