GMTN-PensionistInnen zu Kdolsky: Behandlung von PensionistInnen ist "ungeheuerlich"

Ältere Menschen schröpfen ist weder christlich noch sozial

Wien (GMTN/ÖGB) - "Es ist weder christlich, noch sozial, was Ministerin Kdolsky mit den PensionistInnen vor hat", kritisiert Christine Haager, Vorsitzende des BundespensionistInnen-Ausschusses der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN). "Für das jahrelange finanzielle Aushungern der Krankenversicherungen durch die vorige Regierung sollen jetzt die PensionistInnen zahlen - das ist einfach ungeheuerlich!"++++

Die Krankenversicherungsbeiträge für PensionistInnen seien schon 2004 und 2005 in Summe um 1,1 Prozent erhöht worden, jetzt plane Kdolsky im Zuge einer Novelle des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) eine weitere Anhebung dieses Beitrags um 0,15 Prozent.

"Was sollen die älteren Menschen denn noch alles verkraften?" fragt Haager. "Wir werden uns wahrscheinlich mit einer Pensionsanpassung von 1,7 Prozent abspeisen lassen müssen, und dann wird auch noch der Krankenversicherungsbeitrag erhöht - den die PensionistInnen im Gegensatz zu den Erwerbstätigen in voller Höhe alleine tragen müssen." Man könne die älteren Menschen im Land nicht endlos schröpfen, sagt Haager: "Kdolsky soll sich in ihrer Partei lieber dafür einsetzen, dass die sozialen Sicherungssysteme insgesamt auf eine breitere finanzielle Basis gestellt werden, zum Beispiel durch eine Wertschöpfungsabgabe", fordert Haager. "Sich das Geld immer nur bei denen zu holen, die ohnehin schon mit sehr wenig auskommen müssen, ist für eine christlich-soziale Ministerin eine Schande und sorgt für die Spaltung der Gesellschaft, anstatt für sozialen Frieden."

Der Österreichische Seniorenrat hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen eine Unterschriftenaktion zur Wertsicherung der Pensionen gestartet. Unterstützungserklärungen für die volle Abgeltung der Teuerung und die Sicherung der Kaufkraft der Pensionen können online oder per Unterschriftenliste bis 1. November 2007 abgegeben werden: www.pvoe.at.

ÖGB, 24. Oktober 2007 Nr. 644

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