• 23.10.2007, 13:40:12
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"Trio des Jahres"-Sieger kommen aus Vorarlberg, Oberösterreich und Wien

Drexel und Weiss GmbH, Leeb Schaf- und Ziegenmolkerei sowie Loytec electronics GmbH

Wien (PWK) - In festlichem Rahmen fand auch in diesem Jahr die
Prämierung des "Trio des Jahres", die Auszeichnungen für Österreichs
Top-Unternehmer aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung, statt.
Unter hochkarätiger Besetzung aus Politik und Wirtschaft wurden
gestern, Montag, die herausragenden Leistungen, die heimische
Betriebe Jahr für Jahr erbringen, in den Mittelpunkt gerückt.

Das "Trio des Jahres" - initiiert von Bank-Austria, dem
Wirtschaftsmagazin Trend und den Sparten Gewerbe und Handwerk sowie
Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich und
inzwischen im 15. Jahr seines Bestandes - verfolgt das Ziel, die
innovativsten Klein- und Mittelunternehmen aus Gewerbe, Handwerk und
Dienstleistung zu finden. Jedes Jahr stellen sich an die 140.000
Betriebe der Herausforderung aufs Neue. Den Sprung auf das Podium
schafften aber auch heuer wieder nur die jeweils besten drei, die mit
schier endlosem Ideenreichtum und viel Mut Erfolge erreicht haben,
die die hochrangig besetzte Jury überzeugten.

Der Sieger aus der Sparte Handwerk stammt aus dem Ländle: Das
Kerngeschäft der "drexel und weiss GmbH" (www.drexel-weiss.at) mit
Sitz in Wolfurt sind energieeffiziente Haustechniksysteme. Das
Schlagwort "Passivhaus" ist dabei in aller Munde - und die beiden
Vorarlberger Lüftungstechniker und Firmenchefs Reinhard Weiss und
Christof Drexel kümmern sich um dessen Herzstück, nämlich eine
kontrollierte Wohnraumbelüftung. 1996 fiel unter Drexel der
Startschuss für die Entwicklung des weltweit ersten
passivhaustauglichen Kompaktgerätes, das 1997 auf den Markt gebracht
wurde. 2007 wurde bereits das dreitausendste Gerät der nächsten
Generation verkauft. 26 Mitarbeiter erwirtschaften knapp über 5 Mio.
Euro Umsatz. Mit Ihren Produkten will die Firma einen "immer größer
werdenden Beitrag leisten, den Energieverbrauch im Sektor Raumwärme
drastisch zu reduzieren. Komforterhöhung und Energiekosteneinsparung
sind angenehme Nebeneffekte."

Platz zwei im Handwerk geht an die Winkelbauer GmbH
(www.winkelbauer.com) aus dem steirischen Anger. Das im Maschinenbau
tätige Unternehmen mit 48 Mitarbeitern und 8,1 Mio. Euro Umsatz
punktet mit Präzision und Termintreue und ist international für seine
Spezialanfertigungen in Sachen Baggerschaufel bekannt. Das
Firmenmotto "Qualität zum richtigen Zeitpunkt" wird heute von Michael
Winkelbauer, dem Chef in dritter Generation gelebt. Der Betrieb ist
dabei ein Familienunternehmen nach klassischen Vorgaben, denn er
entwickelte sich von der Ein-Mann-Hufschmiede zum Paradeunternehmen
mit knapp 50 Mitarbeitern. In einer eigenen Ideenschmiede kümmert man
sich um die Umsetzung von High-Tech-Neuerungen und entwickelt sich
auch gleich selber wie etwa einen speziellen Teleskoparm für den
U-Bahn-Bau.

"Wohn sinnlich" prangert auf der Homepage des Drittplatzierten in
der Kategorie Handwerk. "Kaun, die Tischlerin" - Kaun GmbH
(www.kaun.at) ist ein Betrieb mit 100jähriger Geschichte, die die
Firmenchefin Ulrike Reischl-Kaun in kürzester Zeit in eine moderne
Familientischlerei integrierte und die nun mit maßgeschneiderten
Produkten und moderner Managementphilosophie punktet. 2006 wurden am
Standort in St. Florian (OÖ) mit 60 Mitarbeitern 10,1 Mio. Euro
Umsatz erwirtschaftet mit Produkten wie Holzfenstern inkl.
Sanierungssystem, Wintergärten, Antiquitäten usw. Kreativ ist das
Unternehmen in seiner Kommunikation. So wurde eine eigene
Wohnsinnfonie komponiert um die Marken der Firma hörbar zu machen.

Durch und durch High-Tech sind die Produkte des Siegers in der
Kategorie Dienstleistung, der Firma Loytec Electronics GmbH
(www.loytec.com) aus Wien-Hernals. Als Spin-off der TU-Wien unter der
Leitung der Gründer Dietmar Loy und Hans-Jörg Schweinzer 1999
gestartet, finden sich jetzt 23 Mitarbeiter auf der Payroll von
Loytec, die einen Umsatz von 5,5 Mio. Euro erwirtschaften. Der
wirtschaftliche Durchbruch kam 2001 mit einem sogenannten
Multiport-Router für die Kommunikationssprache LON. Von allen großen
Systemhäusern wie Siemens und Honeywell bekam Loytec damals
Kooperationsangebote. Pro Jahr werden so nun an die 500 Auftraggeber
bedient - auch vor dem Hintergrund um nicht einigen wenigen großen
Auftraggebern abhängig zu sein. Aktuelles Highlight: Ein System, das
mit einer speziellen Automatisierungstechnik ein Raumklima
automatisch nach vorprogrammierten Parametern an den Nutzer anpasst.

Ebenfalls in die Branche "Automatische Datenverarbeitung und
Informationstechnik" fällt der Zweitplatzierte der Sparte
Dienstleistung, die Firma 3G Software & Measurement GmbH
(www.3gsm.at) aus Graz (Stmk.). Spezialisiert ist die Firma von
Andreas Gaich auf geotechnische Software für den Tunnel- und Bergbau.
Dass sein Konzept Hand und Fuß hat, wurde ihm 2002 durch die GO!
Gründerinitiative bescheinigt, die seinen Businessplan zum Sieger des
Jahres kürte. Nach einiger Vorlaufzeit kam 2006 das erste
verkaufsfähige Produkt auf den Markt, das international sofort auf
große Nachfrage stieß. Für 2007 rechnet Gaich mit einer Verdoppelung
des Umsatzes auf 750.000 Euro, 50 Prozent des Geschäftes kommen von
Auftraggebern aus Chile, den USA, Kanada und Korea.

Ein weiteres Nischenunternehmen par excellence ist die TDV
Technische Datenverarbeitung Gmbh (www.tdv.at) von Dorian Janjic aus
Graz (Stmk.). TDV beschäftigt sich mit Brücken, genauer mit einer
Software, die es Ziviltechnikern erlaubt auf Knopfdruck alle
notwenigen Informationen zu einem Brückenprojekt zu erlangen. Janjic,
der zu Beginn bei TDV beschäftigt war, hält nach einem
Management-Buy-Out nun alle Geschäftsanteile. Mit zuletzt 15
Mitarbeitern setzte er knapp 1,8 Mio. Euro um. Und dieser Umsatz soll
sich in Zukunft stark ausweiten, ging doch Janjic eine Partnerschaft
mit Bentley Systems, einem der größten Softwarehersteller im Bereich
Infrastruktur, ein. Ziel ist es dem Kunden ein Full-Service-Angebot
zu machen, was den Brückenbau anbelangt. Erst zuletzt wurde eine
Software von TDV mit der Goldmedaille des Styrian Innoward 2007
ausgezeichnet.

Dass Milch nicht gleich Milch ist, zeigt die Leeb Biomilch GmbH
(www.leeb-milch.at), der Siegerbetrieb aus Schlierbach in OÖ aus der
Sparte Gewerbe. Eigentümer Hubert Leeb startete seine Berufslaufbahn
eigentlich als Lehrer und wechselte Zug um Zug auf die
Unternehmerlaufbahn. Aus der Idee, seine Familie mit Biomilch selbst
zu versorgen entstand innerhalb von 12 Jahren ein Molkereibetrieb der
9 Mitarbeitern Arbeit gibt und zuletzt fast 1,4 Mio. Euro umsetzte.
Für 2007 erwartet er eine Umsatzexplosion auf 2,2 Mio. Euro mit einem
Exportanteil von 75 Prozent! Seine Produktlieferanten: Schafe und
Ziegen. Mit seinem "Synchronisierten Herdenmanagement" kann er die
Kunden ganzjährig mit Frischmilch versorgen. 50 Prozent seiner
Milchmenge verkauft Leeb bereits als Milchpulver. Hoffnungsmarkt ist
Asien, da hier eine genetisch veranlagte Kuhmilchunverträglichkeit
vieler Asiaten gegeben ist.

An einen Wassergärtner geht der zweite Platz in der Kategorie
Gewerbe. Auch hier wurde der Weg vom Beamten zum Unternehmer
beschritten, denn Richard Weixler aus Wels (OÖ) baut als ehemaliger
Lehrer heute Schwimmteiche, errichtet Trink- und Abwasseranlagen in
Mittel- und Südamerika und engagiert sich für die Rettung des
Regenwaldes. Innerhalb kürzester Zeit startet die Firma Wassergärten
R. Weixler KEG (www.weixler.at) durch. Mittlerweile werden 12
Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt und die Schwimmteiche und
Anlagen in 20 Länder verkauft. Weixler selbst war einer der Pioniere
im Bau von Schwimmteichen - den ersten errichtete er bereits 1976.
Damals als eine Freundschaftsarbeit, erwirtschaft der Betrieb heute
einen Umsatz von etwa 810.000 Euro, für 2007 werden ca. 900.000 Euro
erwartet.

Süffig endet in dieser Kategorie die Suche nach dem dritten Platz:
Die Spezialitätenbrennerei Kurt Lagler (www.lagler.com) aus Kukmirn
(Bgld.) verhilft dem Gütesiegel "Österreichischer Qualitätsbrand" mit
seinen regionalen Produkten zu internationaler Anerkennung. Vor 250
(!) Jahren begann die Familie Lagler Qualitätsbrände zu destillieren.
Auf 15 ha wird ausschließlich für die Brennerei Obst angebaut - etwa
40 Sorten Schnaps entstehen aus diesen Früchten. Daneben betreibt
Kurt Lagler ein Wohlfühl-Hotel, dessen Warmwasserbecken mit dem
Heißwasser der Destillerie gespeist werden. Kirschkerne werden für
spezielle Massagen genutzt und die Düfte der Fruchtreste in
Aromatherapien integriert. Mit 3 Mitarbeitern kommt Lagler auf
425.000 Euro, im Hotel verzeichnet er jährlich an die 13.000
Übernachtungen. (us)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Mag. Ulrike Sangeorzan-Sporer
   Tel.: (++43) 0590 900-4161
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto: [email protected] 
   http://wko.at/Presse

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