• 21.10.2007, 11:24:10
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Start der Verhandlungen zwischen Ärztekammer und WGKK

Ärztekammer fordert 80 neue Planstellen für Gruppenpraxen und eine gemeinsame Abrechnungsgesellschaft - Lösung für Kürzungen bei Physikalischer Medizin angestrebt

Wien (OTS) - Morgen, Montag, starten die Verhandlungen zwischen
Wiener Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse über einen neuen
Gesamtvertrag für die Jahre 2008 und 2009. Ärztekammer-Vizepräsident
und Verhandlungsführer Johannes Steinhart zeigt sich dabei
zuversichtlich über eine konstruktive erste Gesprächsrunde: "Wir
erwarten uns trotz des medialen Schlagabtausches im Vorfeld ein
konstruktives Gesprächsklima." ****

Die Wiener Ärztekammer hat der Gebietskrankenkasse bereits vor
Wochen einen umfassenden Forderungskatalog übermittelt. Die
wichtigsten Punkte daraus: Die Ärztekammer fordert 80 neue
Facharztstellen zur Bildung von Gruppenpraxen. "Die Bereiche
Kinderpsychiatrie und Nuklearmedizin sind uns hier ein besonderes
Anliegen. In Wien sind wir in diesen Fächern mit niedergelassenen
Kassenvertragsärzten komplett unterversorgt", so Steinhart. Diese
Forderung sei auch im Hinblick auf die von der Politik geforderten
Versorgungszentren von besonderer Bedeutung. "Ärztinnen und Ärzte,
die sich in Gemeinschaftspraxen zusammenschließen wollen und somit
den Patienten ein besseres Service bieten, darf kein Stein in den Weg
gelegt werden", sagt Steinhart.

Gemeinsame Abrechnungsgesellschaft

Da die Abrechnung der behandelten Patienten in den letzten Monaten
"nur mit gravierenden Mängeln und in zahlreichen Fällen gar nicht"
erfolgt sei, schlägt Steinhart vor, "die Verrechnung in einer
gemeinsamen Gesellschaft mit der Ärztekammer durchzuführen".
Dadurch könne auch sichergestellt werden, dass die WGKK weiterhin
notwendige Daten erhalte. Steinhart: "Ich bin davon überzeugt, dass
eine gemeinsame Durchführung der Abrechnung das Vertrauen in eine
vertragspartnerschaftliche Abwicklung stärken wird."

Lösung für Physikalische Medizin angestrebt

In der ersten Verhandlungsrunde soll auch das Thema der Kürzungen
in der Physikalischen Medizin angesprochen werden. "Wir müssen hier
eine Lösung finden. Es kann nicht sein, dass eine Ärztegruppe auf
Kosten der Patienten zum Sparen gezwungen wird", erklärt Steinhart.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Obmann Franz Bittner auch hier
zu einer zufriedenstellenden Lösung finden werden. Kürzungen zulasten
der Patienten sind jedenfalls inakzeptabel für uns", so Steinhart
abschließend.

Rückfragehinweis:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Dr. Hans-Peter Petutschnig
   Tel.: (++43) 0664/1014222
   Fax: (++43-1) 51501/1289
   mailto:[email protected]
   http://www.aekwien.at

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