Forschungsarbeiten im Toplitzsee

Max-Planck-Institut startet Mikroorganismen-Untersuchung im Bundesforste-See

Wien, 19. Oktober 2007 (OTS) - Ab kommender Woche ist der
Toplitzsee wieder Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit einzigartigen Bakterienformen. Die Forschungsarbeiten stehen unter der Leitung von Professor Hans Fricke vom Max-Planck-Institut Bremen, der eine Gruppe von Wissenschaftern aus Deutschland und den Niederlanden anführt. Die mikrobiologische Untersuchung soll innerhalb eines Zeitraums von zehn Tagen abgeschlossen sein.

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) werden als Betreuer und Bewirtschafter des Toplitzsees besonders darauf achten, dass die ökologische Substanz des Sees von den Forschungsarbeiten unbeeinträchtigt bleibt. "Die mikrobiologischen Forschungsarbeiten sind ohne Zweifel wichtig - wir wollen gemeinsam mit Professor Fricke dafür sorgen, dass diese Forschung im Einklang mit dem einmaligen Ökosystem des Sees geschehen", hält Georg Schöppl, Finanz- und Immobilienvorstand der Bundesforste fest. "Wir werden vor allem darauf achten, das die so sensiblen Laich- und Schilfzonen unberührt bleiben."

Professor Hans Fricke unternahm seit den 80er Jahren bereits mehrere Tauchgänge im Toplitzsee und kennt den See und sein komplexes Ökosystem besonders gut. Aufsehen erregte seine Entdeckung eines neuen Bakteriums. Dieses war im Zusammenhang mit den aus der NS-Zeit stammenden Kisten, die am Boden des Sees gefunden wurden und gefälschte Pfund-Noten enthielten. Der Fund dieser "Blüten" hat die seit Jahrzehnten bestehenden Spekulationen rund um das "Nazi-Gold" weiter angeheizt. Die Arbeiten Frickes haben ausschließlich wissenschaftliche Ziele, wie es auch der mit den Österreichischen Bundesforsten abgeschlossene Nutzungsvertrag vorsieht.

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