Markensymposium Österreich Werbung: Wachstumsmarkt Generation 50+

Im besten Alter: ÖW-Markensymposium beleuchtet wie der demografische Wandel für Österreich-Tourismus genützt werden kann

Wien (TP/OTS) - Im Jahr 2050 wird beinahe jeder dritte
Österreicher und Deutsche über 60 Jahre alt sein - ein Faktum, das massive Auswirkungen auf das Reise- und Konsumverhalten hat. Die Österreich Werbung stellte den demographischen Wandel und die damit verbundenen Chancen für den österreichischen Tourismus heute in den Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Markensymposiums in Kavalierhaus Salzburg-Klessheim.

"Die Aufgabe der Österreich Werbung ist es, sich mit dem Geschäft von übermorgen auseinanderzusetzen und gesellschaftliche Strömungen auf ihre touristischen Auswirkungen zu überprüfen. Das Älter werden der Gesellschaft ist nicht gleichzusetzen mit einer alternden Gesellschaft", erklärte Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. "Wir werden von dieser Entwicklung profitieren. Österreich ist definitiv ein Land für Best Ager, in dem sie mit ihrem Qualitätsanspruch und ihrer Wertschätzung für gute und freundliche Dienstleistung sehr gut aufgehoben sind", gab sich Stolba überzeugt.

Um die komplexe Zielgruppe 50+ besser analysieren und neue Ideen für zukunftsweisende Konzepte und Dienstleistungen entwickeln zu können, lud die Österreich Werbung zahlreiche Referenten aus den unterschiedlichsten Branchen zum Gedankenaustausch. Prof. Dr. Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T.) analysierte die Zahlen, Fakten und Trends zu den Touristen von übermorgen. Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen lauten für ihn die zentralen Fragen: Wie geht es mit der touristischen Nachfrage weiter? Wie kann Österreich von der wachsenden Gruppe älterer Menschen profitieren? "Forschungsergebnisse belegen, dass Wandlungsprozesse langfristig und vorhersehbar ablaufen und Senioren in Zukunft der Wachstumsmotor für den Tourismus sein könnten", erklärt er.

Die Urlaubsansprüche und -themen der Generation 50+ definieren sich für Lohmann aus dem biologischen Alter, ihren gemeinsamen Erfahrungen und ihrer aktuellen gesellschaftlichen Rolle. Lohmann appellierte an die Touristiker: "Im Marketing muss deutlich unterschieden werden zwischen Strategien, die auf heutige Senioren und solche, die auf zukünftige Senioren zielen. Die zentrale Aufgabe im Destinationsmanagement besteht daher darin, Österreich mit einem positiven Image im "relevant set" der Zielgruppe 50+ - und das sind mehrere - zu verankern."

Wenn die so genannten Best Ager künftig eine ganz zentrale Bedeutung für den österreichischen Tourismus spielen sollen, gilt es, optimale Dienstleistungen für diese Zielgruppe zu gestalten. Das heißt konkret: die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und den Lebenswelten dieser Menschen sowie ihre Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen punkto Freizeitverhalten auch in die Urlaubsangebote zu integrieren. "Die Generation 50+ ist eine inhomogene Zielgruppe und möchte keinesfalls als ältere Menschen angesprochen werden", brachte es Mag. Martin Schobert, ÖW-Bereichsleiter Research & Developement auf den Punkt. Die bewusste Gestaltung von Dienstleistungen bedeutet im Tourismus dann im ersten Schritt, eine klare strategische Positionierung vorzunehmen. "Und folgende Fragen zu beantworten: Was unterscheidet mich mit meinen Angeboten vom Mitbewerber, was sind besondere Stärken, die ich für innovative Services nutzen kann?", rät Schobert.

Am Beispiel der Markteinführung der Pflegeserie Nivea Vital gab Mag. Irene Szimak, Marketingleiterin Beiersdorf, Einblicke in die erfolgreiche Ansprache der Generation 50+. Eine der wichtigsten Regeln in der Kommunikation mit der Zielgruppe 50plus lautet für sie, klar den Produktvorteil zu erklären, ein positives Lebensumfeld zu zeigen und nicht permanent das Problem (= Alter) anzusprechen. Die Generation 50+ weiß, was sie will. Qualität und Marke sind wichtiger als der Preis. Diese Zielgruppe erwartet realistische Produktversprechen und klare Produktinformationen. "Das kann auch ganz simpel heißen, dass Produkttexte groß genug geschrieben werden, damit sie leicht lesbar sind", erklärt Szimak.

Prof. Dr. Gerti Senger nahm die besondere Bedeutung des Urlaubes für die Beziehungswelt unterschiedlichster Zielgruppen näher unter die Lupe. Ihrer Ansicht nach gelten für die Generation 50+ im Urlaub andere Erlebnismuster und -bedürfnisse, da die Anpassungsfähigkeit ab- und die Lebensfertigkeit zunimmt. Ob sich der Gast 50+ nach einem Urlaub "wie neugeboren" fühlt, liegt zu einem großen Teil in den Händen der Touristiker. Unfreundlichkeit, Lärm, die Vermittlung des Gefühls nicht willkommen zu sein, lässt das Stimmungsbarometer sinken und sorgt für negative Urlaubsbewertung.

Der Nachmittag des ÖW-Markensymposiums steht ganz im Zeichen von Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden: Mag. Helmut Peter, Hotel Weisses Rössl, Mag. Ronald Felder, Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH, Maria Fischbacher-Jaehner, Hotel Schick, Hermann Paschinger, 50plus Hotels und Robert Rogner jun., Rogner Bad Blumau, werden dabei aus der Praxis erzählen und mit den Teilnehmern des Symposiums über Themen wie "Wer schafft die Marke? Hotels und Regionen im Wettstreit um die Marke" diskutieren.

Bilder zum Download unter http://www.austriatourism.com -Pressecenter
Fotocredit: Österreich Werbung/Neumayr - Abdruck honorarfrei

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eleonore Gudmundsson
Unternehmenssprecherin
Österreich Werbung
Tel.: +43 (0)1 588 66-299
eleonore.gudmundsson@austria.info

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AUW0001