• 16.10.2007, 12:23:13
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Markensymposium Österreich Werbung: Wachstumsmarkt Generation 50+

Im besten Alter: ÖW-Markensymposium beleuchtet wie der demografische Wandel für Österreich-Tourismus genützt werden kann

Wien (TP/OTS) - Im Jahr 2050 wird beinahe jeder dritte
Österreicher und Deutsche über 60 Jahre alt sein - ein Faktum, das
massive Auswirkungen auf das Reise- und Konsumverhalten hat. Die
Österreich Werbung stellte den demographischen Wandel und die damit
verbundenen Chancen für den österreichischen Tourismus heute in den
Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Markensymposiums in
Kavalierhaus Salzburg-Klessheim.

"Die Aufgabe der Österreich Werbung ist es, sich mit dem Geschäft
von übermorgen auseinanderzusetzen und gesellschaftliche Strömungen
auf ihre touristischen Auswirkungen zu überprüfen. Das Älter werden
der Gesellschaft ist nicht gleichzusetzen mit einer alternden
Gesellschaft", erklärte Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der
Österreich Werbung. "Wir werden von dieser Entwicklung profitieren.
Österreich ist definitiv ein Land für Best Ager, in dem sie mit ihrem
Qualitätsanspruch und ihrer Wertschätzung für gute und freundliche
Dienstleistung sehr gut aufgehoben sind", gab sich Stolba überzeugt.

Um die komplexe Zielgruppe 50+ besser analysieren und neue Ideen
für zukunftsweisende Konzepte und Dienstleistungen entwickeln zu
können, lud die Österreich Werbung zahlreiche Referenten aus den
unterschiedlichsten Branchen zum Gedankenaustausch. Prof. Dr. Martin
Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und
Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T.) analysierte die Zahlen, Fakten
und Trends zu den Touristen von übermorgen. Vor dem Hintergrund der
demografischen Veränderungen lauten für ihn die zentralen Fragen: Wie
geht es mit der touristischen Nachfrage weiter? Wie kann Österreich
von der wachsenden Gruppe älterer Menschen profitieren?
"Forschungsergebnisse belegen, dass Wandlungsprozesse langfristig und
vorhersehbar ablaufen und Senioren in Zukunft der Wachstumsmotor für
den Tourismus sein könnten", erklärt er.

Die Urlaubsansprüche und -themen der Generation 50+ definieren
sich für Lohmann aus dem biologischen Alter, ihren gemeinsamen
Erfahrungen und ihrer aktuellen gesellschaftlichen Rolle. Lohmann
appellierte an die Touristiker: "Im Marketing muss deutlich
unterschieden werden zwischen Strategien, die auf heutige Senioren
und solche, die auf zukünftige Senioren zielen. Die zentrale Aufgabe
im Destinationsmanagement besteht daher darin, Österreich mit einem
positiven Image im "relevant set" der Zielgruppe 50+ - und das sind
mehrere - zu verankern."

Wenn die so genannten Best Ager künftig eine ganz zentrale
Bedeutung für den österreichischen Tourismus spielen sollen, gilt es,
optimale Dienstleistungen für diese Zielgruppe zu gestalten. Das
heißt konkret: die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen
und den Lebenswelten dieser Menschen sowie ihre Wünsche, Sehnsüchte
und Vorstellungen punkto Freizeitverhalten auch in die
Urlaubsangebote zu integrieren. "Die Generation 50+ ist eine
inhomogene Zielgruppe und möchte keinesfalls als ältere Menschen
angesprochen werden", brachte es Mag. Martin Schobert,
ÖW-Bereichsleiter Research & Developement auf den Punkt. Die bewusste
Gestaltung von Dienstleistungen bedeutet im Tourismus dann im ersten
Schritt, eine klare strategische Positionierung vorzunehmen. "Und
folgende Fragen zu beantworten: Was unterscheidet mich mit meinen
Angeboten vom Mitbewerber, was sind besondere Stärken, die ich für
innovative Services nutzen kann?", rät Schobert.

Am Beispiel der Markteinführung der Pflegeserie Nivea Vital gab
Mag. Irene Szimak, Marketingleiterin Beiersdorf, Einblicke in die
erfolgreiche Ansprache der Generation 50+. Eine der wichtigsten
Regeln in der Kommunikation mit der Zielgruppe 50plus lautet für sie,
klar den Produktvorteil zu erklären, ein positives Lebensumfeld zu
zeigen und nicht permanent das Problem (= Alter) anzusprechen. Die
Generation 50+ weiß, was sie will. Qualität und Marke sind wichtiger
als der Preis. Diese Zielgruppe erwartet realistische
Produktversprechen und klare Produktinformationen. "Das kann auch
ganz simpel heißen, dass Produkttexte groß genug geschrieben werden,
damit sie leicht lesbar sind", erklärt Szimak.

Prof. Dr. Gerti Senger nahm die besondere Bedeutung des Urlaubes
für die Beziehungswelt unterschiedlichster Zielgruppen näher unter
die Lupe. Ihrer Ansicht nach gelten für die Generation 50+ im Urlaub
andere Erlebnismuster und -bedürfnisse, da die Anpassungsfähigkeit
ab- und die Lebensfertigkeit zunimmt. Ob sich der Gast 50+ nach einem
Urlaub "wie neugeboren" fühlt, liegt zu einem großen Teil in den
Händen der Touristiker. Unfreundlichkeit, Lärm, die Vermittlung des
Gefühls nicht willkommen zu sein, lässt das Stimmungsbarometer sinken
und sorgt für negative Urlaubsbewertung.

Der Nachmittag des ÖW-Markensymposiums steht ganz im Zeichen von
Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden: Mag. Helmut Peter, Hotel
Weisses Rössl, Mag. Ronald Felder, Salzkammergut Tourismus Marketing
GmbH, Maria Fischbacher-Jaehner, Hotel Schick, Hermann Paschinger,
50plus Hotels und Robert Rogner jun., Rogner Bad Blumau, werden dabei
aus der Praxis erzählen und mit den Teilnehmern des Symposiums über
Themen wie "Wer schafft die Marke? Hotels und Regionen im Wettstreit
um die Marke" diskutieren.

Bilder zum Download unter http://www.austriatourism.com -
Pressecenter
Fotocredit: Österreich Werbung/Neumayr - Abdruck honorarfrei

Rückfragehinweis:
Mag. Eleonore Gudmundsson
Unternehmenssprecherin
Österreich Werbung
Tel.: +43 (0)1 588 66-299
mailto:[email protected]

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