• 12.10.2007, 14:16:16
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Mitterlehner: Österreich hat gute Position im "Lissabon-Prozess"

"Konzentration auf Wachstum und Beschäftigung hat sich ausgezahlt" - "Lissabon-Enquete" im Wirtschaftsministerium mit prominenter Besetzung

Wien (PWK762) - "Österreich ist in der Lissabon-Strategie der EU
gut aufgestellt. Unser Land hat mit einer Reihe von Initiativen, wie
dem Unternehmerführerschein, Go International und der Arge
Kreativwirtschaft, bereits Vorbildwirkung erreicht, doch gibt es
andererseits auch noch Nachholbedarf, wie etwa bei der
Unternehmerquote", erklärte der stv. Generalsekretär der
Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, heute, Freitag,
bei einer vom Wirtschaftsministerium veranstalteten
"Lissabon-Enquete".

Mit am Podium saßen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein,
ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer, IHS-Chef Prof. Bernhard Felderer,
Minister Ziga Turk (Slowenien) und Abteilungsleiter Gerard de Graaf
(EU-Kommission). Staatssekretärin Christine Marek gab einen kurzen
Überblick über die Umsetzung der europaweiten Initiative, die darauf
abzielt, die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten
wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Die von Gertraud
Leimüller moderierte Diskussion hatte insbesondere das Ziel,
herauszufinden, welche Antworten Europa in den nächsten Jahren auf
die Herausforderungen der Globalisierung hat, wo Erfolge zu
verzeichnen sind und "wo noch viel zu tun ist".

Während der "Lissabon-Prozess" vor dem "Midterm-Review" 2005
vielfach skeptisch gesehen wurde und eher nur auf dem Papier bestand,
hat sich die Stimmung nun wesentlich gebessert. "Es ist uns seither
viel besser gelungen, Anspruch und Wirklichkeit miteinander zu
verbinden", führte Mitterlehner aus. Dadurch erhielt der
Lissabon-Prozess einen wesentlich populäreren Stellenwert. "Die Leute
merken, dass es einen Aufschwung und mehr Arbeitsplätze gibt. Auch
wird stärker mit europäischen Benchmarks gearbeitet". Schlüssel der
Wettbewerbsfähigkeit Europas seien Bildung und Ausbildung. "Dabei ist
aber nicht die Organisation - ob Gesamtschule oder nicht -
entscheidend, sondern die zugrundeliegende Vision: wie lerne ich am
besten das nötige Rüstzeug, um künftig international bestehen zu
können", sagte der WKÖ-Generalsekretär: "Und da stehen wir nicht
schlecht da".

Nach Ansicht Mitterlehners war es auch richtig, sich in den beiden
letzten Jahren auf Wachstum und Beschäftigung zu konzentrieren. Auch
der Kreativität wurde mit Erfolg besonderer Stellenwert eingeräumt.
Österreich habe hier mit etlichen Vorschlägen international Mode
machen können. "Ich bin sicher, wir werden hier noch nachsetzen
können", meinte Mitterlehner.

Von mehreren Rednern wurde die stärkere Rolle angesprochen, welche
der Sozialpartnerschaft zur Erreichung der Lissabon-Ziele eingeräumt
wird. "Wir freuen uns über die Aufwertung, die die
Sozialpartnerschaft im jüngsten Programm erfahren hat", betonte
Mitterlehner. "Österreich hat auf Basis der Sozialpartnerschaft
Bahnbrechendes eingebracht", sagte Minister Bartenstein. Es zahle
sich aus, den Reformprozess mitzugestalten. "Entscheidend für die
nächsten ein, zwei Jahre wird sein, nicht selbstzufrieden zu sein,
sondern die Reformarbeit weiter voranzubringen und Europas und damit
Österreichs Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Welt weiter zu
verbessern". (hp).

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Dr. Heribert Purtscher
   Tel.: (++43) 0590 900-4363
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse

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