Mitterlehner: Österreich hat gute Position im "Lissabon-Prozess"

"Konzentration auf Wachstum und Beschäftigung hat sich ausgezahlt" - "Lissabon-Enquete" im Wirtschaftsministerium mit prominenter Besetzung

Wien (PWK762) - "Österreich ist in der Lissabon-Strategie der EU gut aufgestellt. Unser Land hat mit einer Reihe von Initiativen, wie dem Unternehmerführerschein, Go International und der Arge Kreativwirtschaft, bereits Vorbildwirkung erreicht, doch gibt es andererseits auch noch Nachholbedarf, wie etwa bei der Unternehmerquote", erklärte der stv. Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, heute, Freitag, bei einer vom Wirtschaftsministerium veranstalteten "Lissabon-Enquete".

Mit am Podium saßen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer, IHS-Chef Prof. Bernhard Felderer, Minister Ziga Turk (Slowenien) und Abteilungsleiter Gerard de Graaf (EU-Kommission). Staatssekretärin Christine Marek gab einen kurzen Überblick über die Umsetzung der europaweiten Initiative, die darauf abzielt, die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Die von Gertraud Leimüller moderierte Diskussion hatte insbesondere das Ziel, herauszufinden, welche Antworten Europa in den nächsten Jahren auf die Herausforderungen der Globalisierung hat, wo Erfolge zu verzeichnen sind und "wo noch viel zu tun ist".

Während der "Lissabon-Prozess" vor dem "Midterm-Review" 2005 vielfach skeptisch gesehen wurde und eher nur auf dem Papier bestand, hat sich die Stimmung nun wesentlich gebessert. "Es ist uns seither viel besser gelungen, Anspruch und Wirklichkeit miteinander zu verbinden", führte Mitterlehner aus. Dadurch erhielt der Lissabon-Prozess einen wesentlich populäreren Stellenwert. "Die Leute merken, dass es einen Aufschwung und mehr Arbeitsplätze gibt. Auch wird stärker mit europäischen Benchmarks gearbeitet". Schlüssel der Wettbewerbsfähigkeit Europas seien Bildung und Ausbildung. "Dabei ist aber nicht die Organisation - ob Gesamtschule oder nicht -entscheidend, sondern die zugrundeliegende Vision: wie lerne ich am besten das nötige Rüstzeug, um künftig international bestehen zu können", sagte der WKÖ-Generalsekretär: "Und da stehen wir nicht schlecht da".

Nach Ansicht Mitterlehners war es auch richtig, sich in den beiden letzten Jahren auf Wachstum und Beschäftigung zu konzentrieren. Auch der Kreativität wurde mit Erfolg besonderer Stellenwert eingeräumt. Österreich habe hier mit etlichen Vorschlägen international Mode machen können. "Ich bin sicher, wir werden hier noch nachsetzen können", meinte Mitterlehner.

Von mehreren Rednern wurde die stärkere Rolle angesprochen, welche der Sozialpartnerschaft zur Erreichung der Lissabon-Ziele eingeräumt wird. "Wir freuen uns über die Aufwertung, die die Sozialpartnerschaft im jüngsten Programm erfahren hat", betonte Mitterlehner. "Österreich hat auf Basis der Sozialpartnerschaft Bahnbrechendes eingebracht", sagte Minister Bartenstein. Es zahle sich aus, den Reformprozess mitzugestalten. "Entscheidend für die nächsten ein, zwei Jahre wird sein, nicht selbstzufrieden zu sein, sondern die Reformarbeit weiter voranzubringen und Europas und damit Österreichs Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Welt weiter zu verbessern". (hp).

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