Hotelbäder-"Studie" höchst unseriös

Ennemoser: "Verantwortungslose Panikmache" - Österreich hat strengstes Bäderhygienegesetz Europas

Wien (PWK760) - Empört reagiert der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich auf Untersuchungen eines privaten "Guide", der österreichischen Thermen und Hotelschwimmbädern "große Hygieneprobleme" unterstellt. "Es ist dies eine angebliche Studie, die niemand kennt, die nicht vorgelegt wurde und deren Methodik nicht ersichtlich ist. Es ist höchst unseriös und verantwortungslos, auf diese billige Weise Panikmache zu erzeugen, die möglicherweise nur dazu dienen soll, Aufmerksamkeit für das eigene Produkt zu erregen", erklärt dazu der Obmann des Fachverbandes, Klaus Ennemoser.

Der Hotellerie-Sprecher erinnert daran, dass Österreich das strengste Bäderhygienegesetz Europas hat. Die Hotelbäder unterliegen 24 Auflagen, die laufend kontrolliert und auch von behördlicher Seite überprüft werden. "Die Vorwürfe sind damit nicht nur eine überzogene Kritik an der Branche, sondern richten sich auch direkt gegen die Behörden", merkt Ennemoser an. Merkwürdig erscheint auch, dass die als "neue Ergebnisse" präsentierten Werte offenbar schon eineinhalb Jahre alt sind.

Die Auflagen für die Hotelschwimmbäder umfassen jährliche Kontrolluntersuchungen durch die bundesweit tätigen Behörden. Weiteres muss ein Betriebstagebuch geführt werden, in das mindestens zweimal täglich alle Ergebnisse eingetragen werden. Dazu zählen u.a. der PH-Wert, die Chlorwerte (freie und gebundene Chlorwerte), die tägliche Frischwasserzufuhr, der Zeitpunkt der Filterrückspülung und auch die Badefrequenz. Alle Zugaben werden automatisch dosiert. "Die Industrie hat selbst großes Interesse an hygienisch einwandfreien Anlagen und schickt zusätzlich von sich aus Kontrollore".

Für die Branche sei es enorm wichtig, Hand in Hand mit den zuständigen Behörden eine gute Wasserqualität in den Hotelschwimmbädern sicherzustellen. Es wurden auch bisher keine durch das Badewasser bedingten Krankreiten bekannt. "Das spricht eindeutig für die Qualität unserer Hotelschwimmbäder", betont Ennemoser. (hp)

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