- 09.10.2007, 09:38:24
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Neubauer: "Burschenschafts-Kommers ein Muster an demokratischer Gesinnung und Verhalten!"
"ORF-Berichterstattung erinnerte an DDR-Staatsfunk Zeiten" - Sozialistische Jugend unter Faschistenfahne
Wien (OTS) - "Die selbst ernannten Gutmenschen Österreichs haben
vergangenen Samstag in Linz wieder einmal allen gezeigt, wofür sie
stehen: Gewalt, Rechtsbruch, Hetze, Vandalismus und Revanchismus.
"Dem setzten die Veranstalter des Turmkommerses Wissenschaftlichkeit,
Humanismus, Zukunftsperspektiven, demokratisches Verhalten und gutes
Benehmen entgegen", sagte heute FPÖ-NAbg. Werner Neubauer, der als
Gast den Veranstaltungen beiwohnte.
"Es stellt sich angesichts der aggressiven Art und Weise der
vermummten Demonstranten des so genannten "Schwarzen Blocks" die
Frage, wie lange sich Europa noch von diesen gewaltbereiten Chaoten
in Geiselhaft nehmen lassen will", so Neubauer. Es werde auch die
Frage gestellt werden müssen, welche unrühmliche Rolle der ORF bei
dieser Entwicklung spiele. Die Berichterstattung zum Turmkommers war
laut Neubauer tendenziös und Teile davon bewusst irreführend. So
wurde berichtet, dass "ein Bus mit Demonstranten auf der Heimfahrt
nach Wien angehalten wurde. Zwei Personen seien verhaftet worden. Sie
sollen dem Vernehmen nach aus dem rechtsextremen Umfeld stammen."
(aus ORF-OÖ, 19.00 Uhr, 7.10.2007)
"Nach Rücksprache bei der Bundespolizeidirektion Linz wurde mir
mitgeteilt, dass die Verhaftung zwei Linksextremisten betraf",
stellte Neubauer entrüstet fest. "Bei dieser Berichterstattung bzw.
Meinungsmanipulation werden Erinnerungen an den Stil der DDR wach.
Hier wird der Wunsch einer Verhaftung von "Rechtsextremen" zum Vater
des Gedanken. Weiters wird von 300 bis 400 Burschenschaftern im
Palais Kaufmännisches Vereinshaus gesprochen. Tatsächlich waren 800
Gäste anwesend. Auch wurde von einem Journalisten des ORF behauptet,
die Burschenschaft hätte sich den Fragen der ORF-Reporter nicht
gestellt. Wahr ist vielmehr, dass der ORF eine offizielle
Stellungnahme der Veranstalter erhalten hat, die aber in der
laufenden Berichterstattung den Zuhörern bewusst oder unbewusst
vorenthalten wurde."
Aber auch das Verhalten der Sozialistischen Jugend bei der
"friedlichen Demonstration" vom vergangenen Samstag sei auf das
schärfste zu verurteilen, so Neubauer. Dort wurden immerhin
Feuerwerkskörper in Richtung Polizei geworfen und geschossen. Dadurch
wurden die Sicherheitskräfte und zahlreiche Passanten gefährdet.
Außerdem gab es eine Farbbeutelattacke gegen das Versammlungsgebäude,
ohne dass die SJ die in Gewalttätigkeit ausufernde Demonstration
verließ. "Jetzt kann ich Landesrat Ackerl(SPÖ) verstehen, der vor
nicht all zu langer Zeit in Weißenbach am Attersee folgendes sagte:
‚Wie man eine Katze von Wurmbefall befreien muss, so muss auch die
Sozialdemokratie gegen linke Unruhestifter vorgehen", tobte der
SP-Politiker laut Medienberichten gegenüber der Sozialistischen
Jugend Römerberg-Steg."
Der Linzer Bürgermeister Dr. Dobusch habe nun eklatanten
Handlungsbedarf. "Solche Leute haben in der Sozialdemokratie nichts
verloren. Diese Faschismuskeulen schwingenden, Randale verbreitenden
Chaoten haben bei den Kommunisten Platz, aber nicht in einer freien,
demokratischen Gesellschaft. Die SPÖ soll endlich handeln und sich
von diesen Leuten distanzieren", forderte Neubauer.
In der linken Demonstration des vergangenen Samstag in Linz wurde
neben den Fahnen der Linzer Sozialistischen Jugend (SJ) auch eine
schwarze, mit einem weißen Totenkopf versehene Fahne, mitgetragen.
Der Totenkopf auf schwarzer Fahne war das Banner der faschistischen
Milizen Mussolinis in Italien, welche in die Häuser der
Gewerkschaftsführer eindrangen und diese ermordeten. Auf dem
Höhepunkt der Terrorwelle fuhren sie auf Lastautos, bis an die Zähne
bewaffnet, unter dem Zeichen des Totenkopfes von einem Teil des
Landes zum anderen, verwüsteten die Wohnungen der sozialistischen
Bürgermeister und Stadtverordneten und steckten sozialistische
Parteilokale und Verlagshäuser in Flammen. Die Wortführer der
Opposition wurden verschleppt und auf dem flachen Lande hinter
irgendeiner Hecke erschossen.
Der Totenkopf signalisierte damals dem politischen Gegner, dass mit
Milde nicht zu rechnen war. Jene, die unter seinem Zeichen
aufmarschierten, brachten tatsächlich den Tod. Es war kein Zufall,
dass Adolf Hitler, dem Beispiel seines bewunderten Vorbildes
Mussolini folgend, den Totenkopf zum Abzeichen der Schutzstaffel (SS)
machte.
Das Totenkopfsymbol auf der linken Linzer Demonstration symbolisierte
wohl ebenfalls nicht demokratische Gesinnung, sondern ein dem
Faschismus verwandtes intolerantes Denkmuster - wenn nicht
Schlimmeres. "Mit solcher Symbolik spielt man nicht", betonte
Neubauer. "Aus leidvoller Vergangenheit wissen wir, dass aus kleinen
Keimzellen der Gewalttätigkeit staatsweiter Terrors erwachsen kann.
Das sollte unter anderen auch jener sozialdemokratische Linzer
Gemeinderat bedenken, der am vergangenen Samstag seine jugendlichen
Genossen unter der Totenkopffahne mit herzlichem Zuruf grüßte und von
diesen durch Zuruf aufgefordert wurde, sich in ihren Marschblock
direkt hinter dem vermummten "Schwarzen Block" einzureihen. Wozu er
dann jedoch nicht mutig genug war."
Rückfragehinweis:
FPÖ
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