• 04.10.2007, 09:27:22
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Ressourcen für 2007 verbraucht

Heute ist "Ecological Debt Day"

Wien/Oakland/London (OTS) - Die jährlich weltweit zur Verfügung
stehenden natürlichen Ressourcen reichen nicht mehr aus, um den
globalen Verbrauch zu decken. Der morgige sechste Oktober markiert
den Tag im Jahr 2007, an dem alle Ressourcen, die unser Planet in
diesem Jahr reproduzieren kann, bereits vollständig verbraucht sind.
Dies haben Wissenschafter des Global Footprint Networks und der New
Economic Foundation an Hand des Ökologischen Fußabdruckes ermittelt.

"Die Menschheit lebt von ihrer ökologischen Kreditkarte", sagt Dr.
Mathis Wackernagel, Geschäftsführer des Global Footprint Network,
"Wenn man mehr Geld ausgibt, als man auf der Bank hat führt das zu
finanzieller Verschuldung. Wir leben im ‚Overshoot’, dem Raubbau an
der Natur. Wir konsumieren mehr als tatsächlich zur Verfügung steht
und häufen damit ökologische Schulden an. Das klappt für eine kurze
Zeit, lässt jedoch Müllberge anwachsen und führt zur Abnutzung
einzigartiger Ressourcen von denen unsere Wirtschaftsweise abhängig
ist."

"Erschreckend ist, dass dieser Zeitpunkt jedes Jahr früher erreicht
wird. Dabei geht es nicht um Schwarzmalerei. Es geht darum, ein
realistisches Bild der Situation unserer Erde aufzuzeigen und den
Menschen in Österreich einen Maßstab zur Verfügung zu stellen, mit
dem sie Ihren globalen Ressourcenverbrauch messen und ihr Verhalten
steuern können", erläutert Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der
Plattform Footprint.

Der Ökologische Fußabdruck (Footprint) misst die Fläche, die benötigt
wird, um Rohstoffe zu reproduzieren und Schadstoffe abzubauen, die
der Mensch für Ernährung, Konsum und Energiebedarf braucht.
Vergleicht man den Footprint mit der weltweit vorhandenen
Biokapazität, der Fähigkeit der Ökosysteme, Ressourcen zu erneuern
und Abfälle aufzunehmen, ergibt sich das Datum des "Ecological Debt
Day". Zu den sichtbarsten Hinweisen auf den ‚Overshoot’ zählen der
Klimawandel, jedoch auch die Überfischung, die Abholzung von Wäldern
und die Bodenerosion.

"In Mitteleuropa merken wir noch recht wenig von den Wirkungen des
globalen Raubbaus und wägen uns in trügerischer Sicherheit, doch es
ist unser übermäßiger Konsum, der den heutigen Overshoot verursacht",
betont Wolfgang Pekny, Greenpeace-Vordenker und Mitbegründer der
Plattform Footprint, einer der 78 Partner des Global Footprint
Network. In der Plattform Footprint haben sich führende Umwelt- und
Sozialorganisationen wie Greenpeace, WWF, GLOBAL 2000, Klimabündnis,
Südwind Agentur, Agenda X und Ökosoziales Forum zusammengeschlossen,
um den Ökologischen Fußabdruck als gemeinsamen Maßstab für
zukunftsfähiges Leben in Österreich voran zu bringen. Eine gemeinsame
Website, Broschüre, DVD und ein Online-Spiel sind die ersten
Ergebnisse der Plattform. In Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium
wird aktuell an der Entwicklung des österreichischen
Footprint-Rechners gearbeitet.

"Heute nutzen wir in neun Monaten, was die Erde in einem Jahr
regenerieren kann. Trotzdem leben drei Viertel der Menschheit noch in
äußerst bescheidenen, oft menschenunwürdigen Verhältnissen", betont
Wolfgang Pekny. "Notwendig ist ein globaler Paradigmenwechsel.
Wirtschaftskonzepte, die unbegrenzte Ressourcen voraussetzen, werden
einer begrenzten Welt nicht mehr gerecht. Es braucht Konzepte für
eine global faire Ökonomie", so Pekny.

Rückfragehinweis:

Plattform Footprint: 
   Wolfgang Pekny, Tel: +43 664-121 07 61 
   
   Global Footprint Network:  
   Jan Schwarz,  Tel :+1 510-839-8879 - 319   Zeitdifferenz + 9 Stunden
   
   Organisationen in der Plattform Footprint: Greenpeace, WWF, GLOBAL 2000, Klimabündnis, Agenda X, Ökosoziales Forum, Südwind Agentur, u.a.
   
   Detail-Informationen zum Thema im Internet:  www.footprint.at bzw. www.footprintnetwork.org/overshoot

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