• 03.10.2007, 12:26:02
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Grünewald fordert rasche Lösung für wartende MedizinstudentInnen

Grüne: Hahn soll nicht vom Schreibtisch aus kritisieren, sondern handeln

Wien (OTS) - "Hahn soll nicht vom Schreibtisch aus kritisieren,
sondern handeln", so Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der
Grünen. Für die wartenden MedizinstudentInnen müsse es auf jeden Fall
rasche Lösungen geben. "Wenn die Wartelisten in absehbarer Zeit nicht
abgebaut werden können, sollen StudentInnen über die freien
Wahlfächer hinaus andere Lehrveranstaltungen und Praktika besuchen
können, die dann für das Studium anrechenbar sind", fordert
Grünewald. "Wir brauchen mehr Flexibilität, damit die Wartezeiten
sinnvoll überbrückt werden können", so Grünewald weiter. Auf keinen
Fall dürfen StudentInnen Opfer des Hick-Hacks zwischen Ministerium
und Medizinuniversität werden.

"Bei aller berechtigten Kritik scheint Hahn die tatsächlichen
Probleme des universitären Alltags nicht zu sehen. Langfristige,
nachhaltige Strategien fehlen. Ohne zusätzliche Budgets wird auch bei
gutem Willen keine Verbesserung der Ausbildungsqualität für
MedizinstudentInnen möglich sein", so Grünewald. Dabei sei die
prekäre Lage der Medizinuniversitäten längst absehbar gewesen. "Durch
die Abspaltung und Errichtung eigener Medizinuniversitäten sind
Doppelstrukturen entstanden, die mit enormen Mehrkosten verbunden
waren. Dadurch kam es zwangsläufig zu Personalabbau", erklärt
Grünewald. Dies hätte Hahn als verantwortlicher Minister längst
erkennen sollen.

Die Auseinandersetzung zwischen BM Hahn und der Medizinuniversität
Wien ist für Grünewald Ausdruck einer fehlenden nachhaltigen
Bildungspolitik. Daher fordert er
Hahn auf, endlich ein unabhängiges, übergeordnetes Gremium
einzurichten, das nachhaltige Perspektiven für die österreichische
Universitäts- und Forschungslandschaft entwickeln kann. Derzeit
agieren die wichtigen Gremien wie Rektorenkonferenz, FH-Rat,
Wissenschaftsrat sowie der Rat für Forschung und
Technologieentwicklung unabhängig voneinander, anstatt gemeinsam
Strategien zu entwickeln und von Vernetzungen zu profitieren.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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