Weinzinger zum Welttierschutztag 2007: Schluss mit der Tierquälerei

Grünes Maßnahmenpaket zum Tierschutzgesetz

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober fordert die Tierschutzsprecherin der Grünen Brigid Weinzinger ein Maßnahmenpaket für einen konsequenten und modernen Tierschutz in Österreich. "Die Grünen werden sich mit aller Vehemenz gegen eine drohende Verschlechterung des Tierschutzgesetzes einsetzen", kündigt Weinzinger an, nachdem bereits erste diesbezügliche Entwürfe seitens des Ministeriums im Umlauf sind. Danach soll u.a. das Qualzuchtverbot verwässert werden, anstatt es vollziehbar zu machen. Weinzinger weist darauf hin, dass Millionen von Tieren in der Nutztierhaltung auf maximale Produktionsleistung gezüchtet werden. Übermäßige Schnellwüchsigkeit bei Schweinen oder Geflügel, hohe Milchleistung bei Milchkühen oder hohe Legeleistung bei Legehennen sind Zuchtziele, die bei Tieren zu schweren körperlichen Schäden und extremen Leiden führen.

"Ministerin Kdolsky muss auch endlich von bestehenden Verordnungsermächtigungen Gebrauch machen, so zum Beispiel von der Einführung eines verpflichtenden behördlichen Zulassungsverfahrens für neue, tiergerechte Stallsysteme", so Weinzinger. Passiere dies nicht, werde weiterhin in tierquälerische und teure Haltungssysteme investiert. Seit Bestehen des Tierschutzgesetzes habe weder sie noch ihre Vorgängerin Rauch-Kallat ihre diesbezüglichen Kompetenzen wahrgenommen.

"Ich fordere die rot-schwarze Regierung auf, zum Wohl der Tiere auf Alleingänge zu verzichten und parteiübergreifend zusammenzuarbeiten, um das österreichische Tierschutzgesetz auf den neuesten Stand zu bringen", appelliert Weinzinger. Die Grünen haben ein diesbezügliches Maßnahmenpaket bereits vorgelegt, das unter anderem folgende Forderungen umfasst:

Schluss mit Qualzuchten: das Qualzuchtverbot muss vollziehbar gemacht werden.
Neue Stallsysteme müssen tiergerecht sein.
Keine schmerzhaften Eingriffe an Tieren ohne wirksame Betäubung. Schluss mit dem Singvogelfang in Oberösterreich.
Schluss mit den illegalen Welpenimporten aus osteuropäischen Zwingerzuchten.

Es sei völlig unverständlich, dass ein diesbezüglicher, umfassender Antrag, den die Grünen bereits zu Beginn der Legislaturperiode eingebracht haben, von den Regierungsparteien abgelehnt wurde.

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