- 03.10.2007, 09:31:29
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Dorner kündigt Widerstand gegen Verstaatlichungstendenzen an
Österreich hat bestes Gesundheitssystem - Sicherung statt Zerschlagung - kein Platz für Experimente
Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilt der Präsident der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, allen aktuellen
Projekten und politischen Plänen, die zu einer "nachhaltigen
Verschlechterung des österreichischen Gesundheitssystems" führen
könnten. Im Visier hat der Ärztepräsident insbesondere die im Zuge
des Finanzausgleichs vorgesehene Zentralisierung der
Gesundheitsversorgung nach dem Muster der DDR. "Diese Bestrebungen
sind angesichts des Umstandes, dass Österreich nach einer jüngst
veröffentlichten internationalen Studie das beste Gesundheitssystem
hat, in höchstem Maße entbehrlich und kontraproduktiv", so Dorner
Mittwoch in einer Aussendung.
Österreichs Gesundheitssystem erhält nach einer in den letzten Tagen
veröffentlichen Europa-weiten wissenschaftlichen Untersuchung
schwedischer Experten Bestnoten und nimmt hinsichtlich Zugang und
Heilerfolgen den ersten Platz ein. Daher sei für
"gesundheitspolitische Experimente mit einseitigen ökonomischen
Zielen" kein Platz, so Dorner. Man müsse den Trend zu "überholten
Modellen zentral gelenkter Staatswirtschaft des ehemaligen Ostblocks"
entschieden brechen. Dorner: "Die Politik des Bundes, der Länder aber
auch der Sozialversicherung wäre gut beraten, alles zu unternehmen,
um die bewährte österreichische Gesundheitsversorgung auf hohem
medizinischen und sozialen Niveau zu sichern und auszubauen und
nicht, wie das zu befürchten ist, zu zerschlagen".
Der von schwedischen Fachleuten erhobene "Health Consumer Index"
kommt auch zu dem Resultat, dass die Österreicherinnen und
Österreicher beste Leistung für ihr Geld bekommen. "Damit ist
nachgewiesen, dass das österreichische Gesundheitssystem auch dem
wirtschaftlichen Kriterium der Effizienz entspricht. Das Lamento
heimischer Pseudo-Ökonomen, die unser System laufend mies machen, ist
daher überflüssig; die öffentliche und politische Aufmerksamkeit, die
ihren Aussagen zuteil wird, geht an der gesellschaftlichen und
faktischen Realität hinsichtlich der Güte unseres Gesundheitssystems
vorbei", sagte der Ärztepräsident.
Abschließend kündigte Dorner "den entschiedenen Widerstand" der
österreichischen Ärztinnen und Ärzte gegen politische Entwicklungen
an, die zu Verschlechterungen der Patientenversorgung führen könnten.
Gleichzeitig betonte er, dass die Ärztekammern jederzeit bereit
wären, an sinnvollen Maßnahmen zur Stabilisierung und gedeihlichen
Bestandssicherung des Gesundheitssystems aktiv mitzuarbeiten. In
diesem Zusammenhang verwies er auf die Ärztekammervorschläge zu neuen
Kooperationsformen von Ärztinnen und Ärzten im niedergelassenen
Bereich, um die Spitäler zu entlasten.
Rückfragehinweis:
Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33
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