Dorner kündigt Widerstand gegen Verstaatlichungstendenzen an

Österreich hat bestes Gesundheitssystem - Sicherung statt Zerschlagung - kein Platz für Experimente

Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, allen aktuellen Projekten und politischen Plänen, die zu einer "nachhaltigen Verschlechterung des österreichischen Gesundheitssystems" führen könnten. Im Visier hat der Ärztepräsident insbesondere die im Zuge des Finanzausgleichs vorgesehene Zentralisierung der Gesundheitsversorgung nach dem Muster der DDR. "Diese Bestrebungen sind angesichts des Umstandes, dass Österreich nach einer jüngst veröffentlichten internationalen Studie das beste Gesundheitssystem hat, in höchstem Maße entbehrlich und kontraproduktiv", so Dorner Mittwoch in einer Aussendung.

Österreichs Gesundheitssystem erhält nach einer in den letzten Tagen veröffentlichen Europa-weiten wissenschaftlichen Untersuchung schwedischer Experten Bestnoten und nimmt hinsichtlich Zugang und Heilerfolgen den ersten Platz ein. Daher sei für "gesundheitspolitische Experimente mit einseitigen ökonomischen Zielen" kein Platz, so Dorner. Man müsse den Trend zu "überholten Modellen zentral gelenkter Staatswirtschaft des ehemaligen Ostblocks" entschieden brechen. Dorner: "Die Politik des Bundes, der Länder aber auch der Sozialversicherung wäre gut beraten, alles zu unternehmen, um die bewährte österreichische Gesundheitsversorgung auf hohem medizinischen und sozialen Niveau zu sichern und auszubauen und nicht, wie das zu befürchten ist, zu zerschlagen".

Der von schwedischen Fachleuten erhobene "Health Consumer Index" kommt auch zu dem Resultat, dass die Österreicherinnen und Österreicher beste Leistung für ihr Geld bekommen. "Damit ist nachgewiesen, dass das österreichische Gesundheitssystem auch dem wirtschaftlichen Kriterium der Effizienz entspricht. Das Lamento heimischer Pseudo-Ökonomen, die unser System laufend mies machen, ist daher überflüssig; die öffentliche und politische Aufmerksamkeit, die ihren Aussagen zuteil wird, geht an der gesellschaftlichen und faktischen Realität hinsichtlich der Güte unseres Gesundheitssystems vorbei", sagte der Ärztepräsident.

Abschließend kündigte Dorner "den entschiedenen Widerstand" der österreichischen Ärztinnen und Ärzte gegen politische Entwicklungen an, die zu Verschlechterungen der Patientenversorgung führen könnten. Gleichzeitig betonte er, dass die Ärztekammern jederzeit bereit wären, an sinnvollen Maßnahmen zur Stabilisierung und gedeihlichen Bestandssicherung des Gesundheitssystems aktiv mitzuarbeiten. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Ärztekammervorschläge zu neuen Kooperationsformen von Ärztinnen und Ärzten im niedergelassenen Bereich, um die Spitäler zu entlasten.

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