- 02.10.2007, 13:36:32
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Kopetz: Freie Fahrt für Ökostrom - für Klimaschutz, heimische Technologie und Geldbörse
Parlamentsenquete: Ökostromnovelle muss grundlegende Änderungen Richtung Stromsparen, Ausbau gemäß Regierungszielen und Technologieentwicklung bringen
Wien (OTS) - "Eine neue Ökostromnovelle darf nicht nur kosmetische
Korrekturen aufweisen, sondern das bestehende Gesetz muss grundlegend
umgebaut werden", betonte Heinz Kopetz, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes, anlässlich seines Vortrags im
Rahmen einer parlamentarischen Enquete der "Grünen" zur Zukunft des
Ökostromgesetzes. Oberstes Ziel muss es sein, die CO2-Emissionen in
der Stromerzeugung zu senken - das bedeutet den Verbrauch senken und
die erneuerbare Stromerzeugung zügig auszubauen. "Und diese
Neuorientierung des Ökostromgesetzes stellt keine wirtschaftliche
Belastung, sondern eine Chance in mehrfacher Hinsicht dar", so
Kopetz:
- CO2-Ersparnis von 6 bis 7 Millionen Tonnen pro Jahr - Kein Zukauf von heißer Luft (Emissionszertifikate) - Österreich kann seine internationalen Verträge und die Vorgaben der Europäischen Union einhalten - Keine Strafzahlungen für Vertragsverletzungen - Strom aus Erneuerbaren erhöht die Versorgungssicherheit und verringert unsere Importabhängigkeit - Österreichische Technologie kann den Weltmarkt erobern - Heimische Unternehmen und österreichisches Know-how wandern nicht ab - Strompreisanstieg wird gedämpft, der Konsument erspart sich durch Ökostrom Geld
Ökostrom spart Geld
"Ökostrom entlastet die Geldbörse der Österreicher", erläutert
Kopetz weiter. "Die Kosten für die Ökostromförderung machen nur einen
Bruchteil der Belastung der Konsumenten durch den Anstieg der
Strompreise in den letzten Jahren aus. Dieses Missverhältnis wird
sich noch verschärfen: Fossilstrom wird immer teurer werden,
Grünstrom im Vergleich immer günstiger. Darüber hinaus werden wir 200
Millionen Euro für CO2-Zertifikate zahlen müssen." Allein der Anstieg
der Strompreise belastet die Verbraucher im Jahr 2007 im Vergleich zu
2003 mit 1,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch 700 Millionen Euro,
die der fossilen Stromproduktion durch Steuerbefreiung und kostenlose
Zuteilung von CO2-Zertifikaten und der Investförderung von
Gaskraftwerken durch das derzeitige Ökostromgesetz zugute kommen. Dem
gegenüber stehen. Laut E-Control 300 Millionen Euro Ökostromförderung
pro Jahr. "Ein Ausbau des Förderregimes gemäß dem Regierungsprogramm
- also 80 % Strom aus Erneuerbaren bis 2010 und 85 % bis 2020 -
kostet jährlich maximal 100 Millionen Euro pro Jahr mehr als die
jetzt gültige Regelung. Mit anderen Worten: Die Fortsetzung des
bisherigen Kurses kostet fünf mal so viel wie ein wirksamer
Klimaschutz durch CO2-Reduktion", ist der Bioenergie-Experte
überzeugt.
Grünstromförderung versus Zertifikatskauf
Eine klare Absage erteilt Kopetz auch der Heilssuche im Kauf von
CO2-Zertifikaten: "Die Förderung etwa von Windstrom hat gegenüber dem
Zukauf von Emissionsrechten drei entscheidende Vorteile:
- Es wird im Inland Strom erzeugt, im Gegensatz zum Zukauf heißer
Luft
- Die CO2-Ersparnis durch Windstrom ist heute schon billiger als
durch Zertifikatskäufe und wird in Zukunft noch günstiger sein.
- Die Versorgungssicherheit in der Stromversorgung wird erhöht.
"Seit der Diskussion um die Ökostromnovelle 2006 hat sich so viel
verändert und wir müssen auf die mittlerweile wissenschaftlich
untermauerten Erkenntnisse über den Klimawandel und den neuen
politischen Vorgaben aus Brüssel schnell Rechnung tragen - zu unserem
ökologischen und ökonomischen Vorteil. Nur ein ganz neues
Ökostromgesetz kann die entscheidende Wende in der österreichischen
Strompolitik bringen," appelliert Kopetz abschließend an die
politischen Entscheidungsträger.
Rückfragehinweis:
DI Stephan Grausam Österreichischer Biomasse-Verband Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien Tel: +43-1-533 07 97-32 Fax: +43-1-533 07 97-90 E-Mail: [email protected]
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