• 28.09.2007, 13:30:47
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"International Trade & Domestic Growth": Exportsektor als Konjunkturstütze

Konferenz analysierte die Wirkung verstärkten Außenhandels auf das Wirtschaftswachstum - Exporteure leiden unter nichttarifären Handelshemmnissen

Wien (PWK715) - Hochkarätige Wissenschafter aus dem In- und
Ausland beschäftigten sich gestern, Donnerstag, im Rahmen eines von
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der Österreichischen
Nationalbank (OeNB) und des Wiener Instituts für internationale
Wirtschaftsvergleiche (wiiw) organisierten ganztägigen Workshops zum
Thema "International Trade & Domestic Growth" mit der Frage, welchen
Einfluss die zunehmende Konzentration der heimischen Wirtschaft auf
den Exportsektor in Hinblick auf das Wirtschaftswachstum ausübt.

Die österreichischen Exporte sind, gemessen am
Bruttoinlandsprodukt, seit 1995 um mehr als die Hälfte auf 41,4
Prozent im Jahr 2006 gewachsen. Allein im ersten Halbjahr 2007 betrug
das Plus an Warenausfuhren mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
"Einmal mehr hat sich der Exportsektor als Wachstumstreiber
erwiesen", analysierte Ralf Kronberger, Leiter der Abteilung für
Finanz- und Handelspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich.

Jüngste Konjunkturberichte bestätigen den Außenhandel als
wichtigen Impulsgeber für das Wirtschaftswachstum. Um die erfreuliche
Entwicklung im Exportsektor aufrechtzuerhalten seien allerdings
weitere Anstrengungen nötig. So muss der Anreiz für Unternehmen, die
Chancen auf den Auslandsmärkten wahrzunehmen, durch Exporttätigkeiten
oder Direktinvestitionen weiterhin gestärkt werden. Eine bedeutende
Rolle nehmen öffentliche Exportfördermaßnahmen ein. Vor allem für KMU
ist eine Starthilfe auf dem Exportsektor entscheidend, so Prof. David
Greenaway von der Universität von Nottingham.

Trotz des guten Abschneidens des österreichischen Exportsektors
wird der Außenhandel sowohl im Waren- als auch im
Dienstleistungsverkehr noch in unterschiedlicher Form behindert.
Während Zölle, nicht zuletzt durch die Schaffung des Binnenmarktes,
nach und nach abgebaut wurden, leiden Exporteure weiterhin unter
einer Vielzahl nichttarifärer Handelshemmnisse. "Jetzt sind
Strategien gefordert, um die nichttarifären Barrieren konsequent
abzubauen", forderte Rudolf Payer, Mitglied des Vorstandes der RHI
AG, schließlich sei sein Unternehmen tagtäglich mit diesen Hürden
konfrontiert.

Das Stocken der Verhandlungen im Rahmen der Doha-Runde ist in
diesem Zusammenhang zu bedauern. "Ein endgültiges Scheitern der
Doha-Runde würde weder den Industrie- noch den Entwicklungsländern
helfen, ein großes Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft würde aber
weiterhin brach liegen", so Kronberger. In der Konferenz präsentierte
Berechnungen der OECD zeigen, dass ein konsequenter Abbau von
bestehenden Handelsbarrieren ein zusätzliches globales
Wirtschaftswachstum von mehr als 160 Milliarden Dollar auslösen kann.
(hp)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, 
   Abteilung für Finanz- und Handelspolitik 
   Dr. Ralf Kronberger 
   Tel: +43 (0)5 90 900 4267,
   persönl. Fax: +43 (0)5 90 900 11 4267
   Fax: +43 (0)5 90 900 11 4267
   Email: [email protected]

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