• 28.09.2007, 11:41:39
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IÖD-Kongress beschließt Arbeitsprogramm bis 2012

Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel und Migration als Herausforderung

Wien (GdG/ÖGB) - Der Weltkongress der Internationale der
Öffentlichen Dienste (IÖD) geht heute mit der Beschlussfassung des
Arbeitsprogramms zu Ende. Im Abschlussdokument wurden die
strategischen Ziele für die Jahre 2008 bis 2012 festgelegt.
Nachhaltige Entwicklung, der Klimawandel sowie die Migration werden
als neue Herausforderungen bezeichnet.++++

Seit dem letzten Kongress von Ottawa 2002 sind neue
Herausforderungen aufgetreten: Nachhaltige Entwicklung und Migration.
Die Menschheit hat die Gefährdung durch den Klimawandel
herbeigeführt. Die IÖD tritt für eine Wiedergutmachung des
eingetretenen Schadens ein. Im Bereich der Migration wird dafür Sorge
getragen, dass durch den Verlust von Fachkräften aus
Entwicklungsländern die Realisierung der
Millenniums-Entwicklungs-Ziele gefährdet ist. Weiters soll die
Anwerbung von ArbeitnehmerInnen im Gesundheitsbereich ethischen
Standards unterworfen werden.

Im Rahmen einer Kampagne wird die IÖD qualitativ hochwertige
öffentliche Dienstleistungen thematisieren. Durch gerechten Umgang
mit Beschäftigten in jeder Hinsicht wird ein wichtiger Beitrag hin zu
höherer Qualität geleistet. Dazu gehören transparente Arbeitsweisen
im öffentlichen Dienst, verbunden mit hohen ethischen Standards. Die
IÖD tritt deshalb Bündnissen zur Korruptionsbekämpfung bei.

Innerhalb der Mitgliedsorganisationen der IÖD ist "gender
mainstreaming" politisches Ziel. Ein Gleichstellungsaudit wird zur
Kontrolle durchgeführt. In den Schulungsprogrammen werden die
Geschlechter paritätisch aufgeteilt. Um die Belange von jungen
Beschäftigten zu stärken, kommt für diese in der Arbeit der IÖD eine
Quote von 30 Prozent zur Anwendung.

Die Globalisierung führt dazu, dass die Ansprechpartner für
Kollektivverträge multinationale Konzerne sind. Dadurch wird die
Verhandlungsposition der einzelnen Gewerkschaften geschwächt. Um dem
zu begegnen, schafft die IÖD elektronische Netze für gemeinsame
Absprachen und Koordinierung. "Best practice"-Modelle, also gute
Beispiele, werden darüber ausgetauscht und dienen als Vorbilder. Bei
Verstößen gegen gewerkschaftliche Rechte wird die IÖD internationale
Kampagnen starten und die Zustände anprangern.

Outsourcing und Privatisierungen von öffentlichen Dienstleistungen
untergraben die Basis der Arbeit der einzelnen Gewerkschaften.
Unterschiedliche Bedingungen in den Ländern verhindern internationale
Solidarität. Die IÖD stellt deshalb moderne Kommunikationsmittel zur
Verfügung. Sie unterstützt die Bemühungen um Anwerbung von neuen
Mitgliedern und baut Bildungsprogramme aus. Nachhaltige Entwicklung
und gemeinsame Projekte werden so ermöglicht.

ÖGB, 28. September 2007 Nr. 570

Rückfragehinweis:
IÖD-Presse,
Tel.: 0664/814 63 11 oder 0664/614 53 17
Informationen im Internet: www.psi100.at

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