IÖD-Kongress beschließt Arbeitsprogramm bis 2012

Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel und Migration als Herausforderung

Wien (GdG/ÖGB) - Der Weltkongress der Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD) geht heute mit der Beschlussfassung des Arbeitsprogramms zu Ende. Im Abschlussdokument wurden die strategischen Ziele für die Jahre 2008 bis 2012 festgelegt. Nachhaltige Entwicklung, der Klimawandel sowie die Migration werden als neue Herausforderungen bezeichnet.++++

Seit dem letzten Kongress von Ottawa 2002 sind neue Herausforderungen aufgetreten: Nachhaltige Entwicklung und Migration. Die Menschheit hat die Gefährdung durch den Klimawandel herbeigeführt. Die IÖD tritt für eine Wiedergutmachung des eingetretenen Schadens ein. Im Bereich der Migration wird dafür Sorge getragen, dass durch den Verlust von Fachkräften aus Entwicklungsländern die Realisierung der Millenniums-Entwicklungs-Ziele gefährdet ist. Weiters soll die Anwerbung von ArbeitnehmerInnen im Gesundheitsbereich ethischen Standards unterworfen werden.

Im Rahmen einer Kampagne wird die IÖD qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen thematisieren. Durch gerechten Umgang mit Beschäftigten in jeder Hinsicht wird ein wichtiger Beitrag hin zu höherer Qualität geleistet. Dazu gehören transparente Arbeitsweisen im öffentlichen Dienst, verbunden mit hohen ethischen Standards. Die IÖD tritt deshalb Bündnissen zur Korruptionsbekämpfung bei.

Innerhalb der Mitgliedsorganisationen der IÖD ist "gender mainstreaming" politisches Ziel. Ein Gleichstellungsaudit wird zur Kontrolle durchgeführt. In den Schulungsprogrammen werden die Geschlechter paritätisch aufgeteilt. Um die Belange von jungen Beschäftigten zu stärken, kommt für diese in der Arbeit der IÖD eine Quote von 30 Prozent zur Anwendung.

Die Globalisierung führt dazu, dass die Ansprechpartner für Kollektivverträge multinationale Konzerne sind. Dadurch wird die Verhandlungsposition der einzelnen Gewerkschaften geschwächt. Um dem zu begegnen, schafft die IÖD elektronische Netze für gemeinsame Absprachen und Koordinierung. "Best practice"-Modelle, also gute Beispiele, werden darüber ausgetauscht und dienen als Vorbilder. Bei Verstößen gegen gewerkschaftliche Rechte wird die IÖD internationale Kampagnen starten und die Zustände anprangern.

Outsourcing und Privatisierungen von öffentlichen Dienstleistungen untergraben die Basis der Arbeit der einzelnen Gewerkschaften. Unterschiedliche Bedingungen in den Ländern verhindern internationale Solidarität. Die IÖD stellt deshalb moderne Kommunikationsmittel zur Verfügung. Sie unterstützt die Bemühungen um Anwerbung von neuen Mitgliedern und baut Bildungsprogramme aus. Nachhaltige Entwicklung und gemeinsame Projekte werden so ermöglicht.

ÖGB, 28. September 2007 Nr. 570

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