Umweltdachverband, Naturschutzbund, Naturfreunde und Alpenverein appellieren an LH Burgstaller: Klagen Sie in Sachen Tennengebirge!

ÖBf AG narrt Land Salzburg mit rechtswidrigem Kaufvertrag - Verfügungsrecht über bedeutende Wasserressourcen steht auf dem Spiel

Wien/Salzburg (OTS) - "Sehr geehrte Frau LH Gabi Burgstaller,
bitte setzen Sie Ihre Ankündigungen um und reichen Sie die Klage gegen die ÖBf AG jetzt unverzüglich ein. Ein Bundesland kann und darf sich von den Bundesforsten nicht an der Nase herumführen lassen", appellieren Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, Dr. Hannes Augustin, Geschäftsführer des Naturschutzbund Salzburg, OeAV-Landesnaturschutzreferent Dr. Roland Kals, Gudrun Mosler-Törnström, Vorsitzende der Naturfreunde Salzburg und Univ.-Prof. Dr. Edgar Dachs, Mitbegründer der Initiative "Rettet Salzburgs Berge". "Alle geologischen Experten haben einhellig festgestellt, dass das Tennengebirge mit seinen bedeutsamen Quellen eine strategisch wichtige Wasserressource darstellt. Der Kaufvertrag zwischen den Bundesforsten und dem Industriellen Kaindl verstößt deshalb gegen das Bundesforstegesetz, ist somit rechtswidrig und daher keine Grundlage für einen Eigentumserwerb. Deshalb hat und wird Kaindl kein Eigentum erwerben können", erklären die NGOs unisono.

Ablenkungsmanöver der Bundesforste, um Klage abzuwehren
"Die Einräumung der Nutzung der Wasserreserven für die Gemeinde St. Martin ist ein Ablenkungsmanöver, um die angedrohte Klage durch das Land abzuwehren", stellt Heilingbrunner fest. Der Nutzungsvertrag mit dem symbolischen Euro Pacht zwischen Kaindl und der Gemeinde St. Martin kann in Zukunft jederzeit geändert und aufgelöst werden, wie jedes Rechtsgeschäft zwischen zwei Partnern. "Der Nutzungsvertrag ist daher nicht einmal das Papier wert auf dem er geschrieben steht", sagt Heilingbrunner. Erstens weiß man nicht, welche Nebenabsprachen getroffen wurden, zweitens erhält die Bevölkerung kein Verfügungsrecht über die wichtigen Wasserreserven des Tennengebirges, und drittens kann dieser symbolische Nutzungsvertrag jederzeit aufgelöst werden. "Salzburg schaut jedenfalls durch die Finger und hat keinerlei Einfluss darauf, wer in Zukunft die Wasserressourcen nützen wird und zu welchen Preisen", so die NGOs abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des UWD, Tel. 0664/381 84 62,
Dr. Hannes Augustin, Geschäftsführer Naturschutzbund Salzburg,
Tel. 0662/64 29 09-11.
Dr. Roland Kals, OeAV - Landesnaturschutzreferent
Tel. 0662/822 692-13.
Gudrun Mosler-Törnström, Vorsitzende der Naturfreunde Salzburg
Tel. 0664/183 46 36.
Dr. Edgar Dachs, Initiative "Rettet Salzburgs Berge"
Tel. 0662/8044-5439.
Dr.in Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit,
E-Mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

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