• 26.09.2007, 10:22:24
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Seniorenbundobmann Khol: "Ältere Generationen müssen gerecht an Wohlstand beteiligt werden!"

Seniorenkongress liefert zahlreiche neue Impulse für vorwärtsgewandte Seniorenpolitik unter dem Motto "Freiheit und Mitbestimmung hat kein Alter"

Wien (OTS) - Durch die intensive Arbeit der 5 Arbeitskreise auf
dem gestrigen Seniorenkongress in Laxenburg habe der Seniorenbund
"Wind unter den Flügeln" bekommen, wie Dr. Andreas Khol, der
Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, in seinem Resümee
des Kongresses feststellte. Die Arbeitskreise hatten sich mit einer
breiten Themenpalette befasst, und wichtige seniorenpolitische
Impulse gebracht. Das Ergebnis des Kongresses ist ein wichtiger
Beitrag zur Perspektivendiskussion der ÖVP und wird das neue Programm
der Volkspartei mitbestimmen. "Beinahe ein Drittel der Bevölkerung
gehört zu den 60 plus, unter den Wählenden stellen wir mit fast 60 %
die absolute Mehrheit. Es wird Zeit, dass der Österreichische
Seniorenbund, als größte Teilorganisation der ÖVP ernst genommen
wird. Wir fordern den uns gebührenden Platz in der Partei und in
unserer Republik ein", unterstrich Khol. Auch die Diskussion über die
Pensionserhöhung war auf dem Kongress ein Thema. Die effektive
Kaufkraftsicherung der Pensionen, und somit eine Anpassung auf der
Grundlage des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH), müsse
selbstverständlich sein. Zusätzlich sollten die älteren Generationen
"einen gerechten Anteil an der Wohlstandsentwicklung erhalten. Eine
Forderung, die keinesfalls unverschämt ist", wie Khol präzisierte.

Treffend war von einem Mitglied der Arbeitskreise der Wunsch nach
Mitbestimmung auf den Punkt gebracht worden: "Nicht nur die Freiheit,
sondern auch die Mitbestimmung hat kein Alter!" Es sei inakzeptabel,
betonte Khol, dass der Österreichische Seniorenrat zwar vom Gesetz
her als 5. Sozialpartner anerkannt sei, in der Praxis um diese
Anerkennung aber ständig kämpfen müsse. Die Mitbestimmung der älteren
Generationen müsse insgesamt auf allen Ebenen ausgeweitet werden, ob
nun in Institutionen wie beispielsweise der Sozialversicherung, in
den allgemeinen Vertretungskörpern vom Gemeinderat bis zum Parlament
oder eben auch innerhalb der ÖVP. Khol: "Wir müssen uns bei diesem
langen Gang durch die Institutionen jeden Millimeter erobern." Dabei
gab es bereits einige Erfolge: Die älteren Generationen waren, bzw.
sind in fast allen Arbeitsgruppen der Ministerien, wie auch etwa
jener zur Reform der Invaliditätspension, vertreten. Seitens
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky wurde auch die Einladung von
Seniorenvertretern in die geplante Arbeitsgruppe zu den
Gesundheitsberufen angekündigt. "Die Mühle höre ich wohl, allein ich
sehe noch kein Mehl", kommentierte Khol.

Neben wichtigen Impulsen und Forderungen zu Themen wie den
christlich-demokratischen Grundwerte, der Integration mit besonderem
Blick auf Muslime ("Pflichten auf beiden Seiten!"), dem ORF
("Berechtigung der Gebührenerhebung vor allem aufgrund des
Bildungsauftrages, diesen erfüllt der ORF aber nicht mehr
hinreichend."), der Frage nach dem würdevollen Sterben
("Patientenverfügung ein wichtiger Schritt") und der Bildung
("Skandalös, dass Seniorenlehrgänge von den Universitäten gestrichen
wurden.") wurden auf dem Kongress auch einige Forderungen zur
Tagespolitik aufgestellt. So müsse das 4-Säulen-Modell des
Seniorenbundes rasch umgesetzt werden. Pflege und Betreuung sollten
als staatliche Aufgabe aus öffentlichen Mitteln und einer Hand
finanziert werden. Die Heizkostenzuschüsse (Ziel: 175 Euro in allen
Bundesländern) sollten ebenso österreichweit harmonisiert werden, wie
die Regeressregelungen im Pflegefall. Ruhensbestimmungen und
Altersgrenzen ("Wer arbeiten will, sollte auch im hohen Alter
arbeiten dürfen.") müssen abgeschafft werden. Die Freiwilligenarbeit,
als "wichtiger Beitrag zur Lebensqualität des ganzen Landes" sollte
stärker gefördert werden.

Die Detailergebnisse des Kongresses sollen, genauso wie die ersten
Ergebnisse der "Denkwerkstatt" im Buch "Die Freiheit hat kein Alter",
österreichweit publiziert werden. "Die älteren Generationen haben mit
diesem Kongress einmal mehr gezeigt, dass wir offensiv und kreativ an
die Herausforderungen der Zeit herangehen. Wir wollen mitbestimmen
und mitgestalten!", so Khol abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
Tel.: 01/40126-157

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