- 20.09.2007, 13:27:08
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Pirklhuber: Pflanzentreibstoff-Strategie in Österreich muss auf neue Füße gestellt werden
Konkurrenz um Rohstoffe und aktuelle Preisentwicklung offenbart Anfälligkeit großindustrieller Pflanzentreibstoff-Produktion
Wien (OTS) - "Es steht außer Zweifel, dass die von Bundesminister
Pröll geplanten Ziele für die Bio-Treibstoff-Quote von 20 Prozent im
Jahr 2020 nicht aus heimischer Produktion erfolgen wird können. Die
derzeitige Schwerpunktsetzung bei Biotreibstoffen in Europa und
Österreich, nämlich die großindustrielle Produktion von Ethanol und
Biodiesel in Anlagen über 50.000 Jahrestonnen Produktionskapazität,
sollte daher umgehend einer Revision unterzogen werden. Diese
Strategie ist enorm anfällig auf Preisschwankungen bei den
Ausgangsstoffen und alles andere als krisensicher, denn diese sind zu
teuer, nicht angepasst und zu wenig effizient", kritisiert Wolfgang
Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Schon für die Beimischung von zehn Prozent Bio-Treibstoffe bis 2010
auf der Basis von Bio-Diesel wären an die 400.000 Hektar Anbaufläche
erforderlich. Aus pflanzenbaulicher und praktischer Sicht ist es
völlig unmöglich dies aus österreichischem Anbau abzudecken. "Die
Treibstoff-Großanlagen haben außerdem in etwa denselben ökologischen
Fußabdruck wie die Erdgastechnologie und sind daher auch wenig
hilfreich für die Klimaproblematik", erläutert Pirklhuber und
weiter:
"Nur wenn eine Konkurrenz von Pflanzenkraftstoffen und Lebensmitteln
weitgehend vermieden, der Einsatz von gentechnisch-veränderten
Pflanzen in Monokulturen für Pflanzentreibstoffe verhindert und die
Produktion regional eingebettet werden könne, zum Beispiel durch die
vorrangige Verwendung für Traktoren in der Landwirtschaft, sehe ich
langfristig eine ausreichende gesellschaftliche Akzeptanz und
marktrelevante Zukunft für diesen Sektor", so Pirklhuber
abschließend.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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