- 19.09.2007, 11:53:50
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Internationale Arbeitsklima-Tagung in Wien - Forscher und Arbeitnehmervertreter wollen europäischen Arbeitsklima-Index
Linz (OTS) - Ein europäischer Arbeitsklima-Index wäre sinnvoll und
wünschenswert. Darin sind sich die Teilnehmer/-innen an der
internationalen Tagung "Arbeitsklima und Arbeitnehmerpolitik" einig,
die heute in Wien zu Ende geht. Vorbild könnte der Österreichische
Arbeitsklima-Index sein, den die Arbeiterkammer Oberösterreich
entwickelt hat. Mit ihm wird seit Jahren die Entwicklung der
Arbeitszufriedenheit in ganz Österreich gemessen.
"Der Österreichische Arbeitsklima-Index ist ein hervorragendes
Forschungsinstrument um herauszufinden, wo die Arbeitnehmer/-innen
der Schuh drückt. Er ermöglicht es, auf Basis gesicherter Daten
Konzepte für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu entwickeln",
fasst Oberösterreichs AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die
bisherigen Erfahrungen mit dem Arbeitsklima-Index zusammen.
In wichtigen Politikfeldern, wie zum Beispiel der
Arbeitszeitgestaltung, Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Beruf
und Familie oder mehr Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen,
stellen die Ergebnisse des Arbeitsklima-Index bereits eine wichtige
Grundlage für die Vertretung von Arbeitnehmer-Interessen in
Österreich dar. "Ein europäischer Arbeitsklima-Index, der
internationale Vergleiche ermöglicht, wäre daher eine höchst
wünschenswerte Entwicklung", so der AK-Präsident.
Die Wiener Konferenz, die von der Arbeiterkammer Oberösterreich
gemeinsam mit der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens-
und Arbeitsbedingungen in Dublin (kurz: Dublin Foundation)
organisiert worden ist, war ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Die Tagung wurde von Wissenschaftern und Arbeitnehmervertretern aus
Österreich, Deutschland, Italien, Spanien und Russland besucht, die
alle Interesse an der Entwicklung eines solchen europäischen
Arbeitsklima-Index bekundeten. Die deutschen Gewerkschaften haben
bereits ein Konzept zur Arbeitszufriedenheitsforschung entworfen, das
unter anderem auf den Erfahrungen mit dem Österreichischen
Arbeitsklima-Index aufbaut.
Allerdings kann nicht einfach der Österreichische
Arbeitsklima-Index auf ganz Europa ausgedehnt werden. Entscheidend
sei, so Enrique Fernández Macías von der Dublin Foundation, "dass
sich Fachleute aus den einzelnen Mitgliedsstaaten auf ein Konzept
einigen, in dem Theorie und Indikatoren gemeinsam ausgearbeitet
werden". Von Beginn an müsse allen bewusst sein, dass für einen
gesamteuropäischen Arbeitsklima-Index ein Höchstmaß an methodischer
Strenge, Präzision und Transparenz nötig sei.
Wenn das gelinge, wäre ein Index wie der Österreichische
Arbeitsklima-Index auf europäischer Ebene sehr interessant und könne
auch in den Medien eine starke Wirkung entfalten, meinte der
spanische Wissenschafter.
Kontakt: Dr. Walter Sturm, Tel. 050/6906-2192
E-Mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
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