Internationale Arbeitsklima-Tagung in Wien - Forscher und Arbeitnehmervertreter wollen europäischen Arbeitsklima-Index

Linz (OTS) - Ein europäischer Arbeitsklima-Index wäre sinnvoll und wünschenswert. Darin sind sich die Teilnehmer/-innen an der internationalen Tagung "Arbeitsklima und Arbeitnehmerpolitik" einig, die heute in Wien zu Ende geht. Vorbild könnte der Österreichische Arbeitsklima-Index sein, den die Arbeiterkammer Oberösterreich entwickelt hat. Mit ihm wird seit Jahren die Entwicklung der Arbeitszufriedenheit in ganz Österreich gemessen.

"Der Österreichische Arbeitsklima-Index ist ein hervorragendes Forschungsinstrument um herauszufinden, wo die Arbeitnehmer/-innen der Schuh drückt. Er ermöglicht es, auf Basis gesicherter Daten Konzepte für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu entwickeln", fasst Oberösterreichs AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die bisherigen Erfahrungen mit dem Arbeitsklima-Index zusammen.

In wichtigen Politikfeldern, wie zum Beispiel der Arbeitszeitgestaltung, Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie oder mehr Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen, stellen die Ergebnisse des Arbeitsklima-Index bereits eine wichtige Grundlage für die Vertretung von Arbeitnehmer-Interessen in Österreich dar. "Ein europäischer Arbeitsklima-Index, der internationale Vergleiche ermöglicht, wäre daher eine höchst wünschenswerte Entwicklung", so der AK-Präsident.

Die Wiener Konferenz, die von der Arbeiterkammer Oberösterreich gemeinsam mit der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen in Dublin (kurz: Dublin Foundation) organisiert worden ist, war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Tagung wurde von Wissenschaftern und Arbeitnehmervertretern aus Österreich, Deutschland, Italien, Spanien und Russland besucht, die alle Interesse an der Entwicklung eines solchen europäischen Arbeitsklima-Index bekundeten. Die deutschen Gewerkschaften haben bereits ein Konzept zur Arbeitszufriedenheitsforschung entworfen, das unter anderem auf den Erfahrungen mit dem Österreichischen Arbeitsklima-Index aufbaut.

Allerdings kann nicht einfach der Österreichische Arbeitsklima-Index auf ganz Europa ausgedehnt werden. Entscheidend sei, so Enrique Fernández Macías von der Dublin Foundation, "dass sich Fachleute aus den einzelnen Mitgliedsstaaten auf ein Konzept einigen, in dem Theorie und Indikatoren gemeinsam ausgearbeitet werden". Von Beginn an müsse allen bewusst sein, dass für einen gesamteuropäischen Arbeitsklima-Index ein Höchstmaß an methodischer Strenge, Präzision und Transparenz nötig sei.

Wenn das gelinge, wäre ein Index wie der Österreichische Arbeitsklima-Index auf europäischer Ebene sehr interessant und könne auch in den Medien eine starke Wirkung entfalten, meinte der spanische Wissenschafter.

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