Arbeitsklima-Index: Europaweiter Vergleich der Arbeitszufriedenheit sollte das Ziel sein

Linz (OTS) - Fachleute aus Deutschland, Spanien und Österreich treffen sich Dienstag und Mittwoch in Wien, um über Fragen der Arbeitszufrie-denheit zu diskutieren. Unter anderem geht es darum, wie ein euro-paweiter Arbeitsklima-Index für gesamteuropäische Interessenver-tretung genutzt werden kann.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich lässt seit rund einem Jahrzehnt regelmäßig die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer/-innen in Ös-terreich erheben. Die dabei gewonnenen Daten sind einzigartig: Im Gegensatz zu den üblichen Kennzahlen des Wirtschaftslebens stehen hier die Menschen im Mittelpunkt des Interesses. Mit dem Arbeits-klima-Index können verlässliche Aussagen zur realen Befindlichkeit der Arbeitnehmer/-innen getroffen werden.

Die vierteljährlichen Präsentationen des Arbeitsklima-Index, der von den Instituten SORA und Ifes im Auftrag der AK erhoben wird, finden regelmäßig große Beachtung in Medien und Öffentlichkeit, auch Politikerinnen und Politiker interessieren sich für die Er-gebnisse der Forschung.

Was auf nationaler Ebene gut funktioniert, könnte auch auf europäischer Ebene einen sinnvollen Beitrag zur Interessenvertre-tung der Beschäftigten leisten. Enrique Fernández Macías von der European Foundation in Dublin wird auf der Tagung seine Überlegun-gen zur Schaffung eines europäischen Arbeitsklima-Index präsentie-ren. Ein solcher sei sehr sinnvoll, meint Fernández Macías.

Allerdings könne nicht einfach der Österreichische Arbeitsklima-Index auf ganz Europa ausgedehnt werden. Entscheidend sei, dass sich Fachleute aus den einzelnen Mitgliedsstaaten auf ein Konzept einigen, in dem Theorie und Indikatoren gemeinsam ausgearbeitet werden und von Beginn an allen bewusst sei, dass für einen gesamt-europäischen Arbeitsklima-Index ein Höchstmaß an methodischer Strenge, Präzision und Transparenz nötig sei. "Ein Index wie der Österreichische Arbeitsklima-Index wäre auf europäischer Ebene sehr interessant. Derartige Indikatoren haben eine starke Wirkung, da die Medien meist davon begeistert sind", so der spanische Wissenschafter.

Um den Arbeitsklima-Index noch besser für die interessenpolitische Arbeit von AK und Gewerkschaften nutzen zu können, hat die AK Oberösterreich gemeinsam mit der European Foundation in Dublin -einer EU-Einrichtung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen - eine Tagung in Wien organisiert. Aus österreichischer als auch europäischer Perspektive sollen einerseits die bisherigen Forschungsergebnisse kritisch hinterfragt sowie auch ein Ausblick auf die Zukunft gegeben werden.

Die Tagung findet im Gartenhotel 2 Altmannsdorf, Wien 12, statt. Eröffnet wird sie am Dienstag, 18. September 2007, um 10.00 Uhr, sie dauert bis Mittwoch Mittag. Das genaue Programm sowie weitere Informationen gibt es unter www.arbeitsklima.at oder unter der Telefonnummer 0732/6906-2187.

Kontakt: Mag. Norbert Ramp, Tel. 050/6906-2187
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