• 13.09.2007, 11:28:07
  • /
  • OTS0141 OTW0141

Brüssel: Kopetz überreicht EU-Kommissar Piebalgs europäische Biomasse-Studie

Wien/Brüssel (OTS) - Europäischer Biomasse-Verband AEBIOM
veröffentlicht umfassendes, übersichtlich gestaltetes Datenmaterial
zur Nutzung von Biomasse. Ergebnis: höchste Wachstumsraten und enorme
Zukunftspotenziale. Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen
Biomasse-Verbandes sowie von AEBIOM, empfiehlt EU-Energiekommissar
Andris Piebalgs bei Treffen zusätzliche Maßnahmen zur Nutzung
erneuerbarer Energien.

"Ziel der jüngsten Publikation des Europäischen Biomasse-Verbandes
AEBIOM ist es, das überaus umfangreiche und komplexe Themenfeld
'Biomasse' übersichtlich und verständlich darzustellen, um die
enormen Möglichkeiten, die es bietet, transparent aufzuzeigen",
erklärte AEBIOM-Vorsitzender Heinz Kopetz anlässlich der Übergabe der
Studie "European Biomass Statistics 2007" an den europäischen
Energiekommissar Andris Piebalgs.

"Aus dem Report geht eindeutig hervor, dass Biomasse eine, wenn
nicht die zentrale Rolle bei der Erreichung des 20-Prozent-Zieles -
also eines EU-weiten Anteiles von 20 Prozent erneuerbarer Energie bis
2020 - spielen wird und wesentlich zur Reduktion der CO2-Emissionen
beitragen kann. Der größte Markt für Biomasse ist zweifelsohne der
Wärmemarkt, Biomasse in ihren unterschiedlichen Formen kann aber
ebenfalls zur Erzeugung von Strom und biogenen Treibstoffen genützt
werden - ein weites Feld also im wahrsten Sinne des Wortes", zeigte
sich Kopetz im Brüssler Regierungsbezirk überzeugt.

25 %-Ziel für erneuerbare Energien im Wärmesektor notwendig

Entscheidend dafür, ob Europa die Potenziale von Biomasse nützen
kann, wird es laut Kopetz sein, welche Richtlinien und Zielvorgaben
seitens der EU beschlossen und in den einzelnen Staaten verwirklicht
werden. Auf Basis der Studie konnten an Piebalgs fundierte
Empfehlungen für eine EU-Direktive gegeben werden: Neben den bereits
bindenden Zielen eines Anteils von 20 Prozent erneuerbaren
Energieträgern und 10 Prozent Bio-Treibstoffen wäre etwa die
zusätzliche Vorgabe von 25 Prozent erneuerbarer Energie im
Wärmesektor zielführend, da hier die größte Effizienz gegeben ist. Es
gilt, die einzelnen Staaten zur Erarbeitung nationaler Strategien zu
verpflichten, die besonderes Augenmerk auf Wärme aus Biomasse sowie
auf den Ausbau von Fernwärmenetzen legen. Eine regelmäßige
Überprüfung hinsichtlich der Erreichung der gesetzten Ziele ist
dabei, so Kopetz, unabdinglich.

Eine wesentliche Forderung von AEBIOM bezieht sich schließlich auf
den Handel mit Biomasse. Um die nationalen Ziele erreichen zu können,
wird es zwar nötig sein, mit dem Rohstoff Biomasse zu handeln, nicht
aber - quasi analog zu den CO2-Zertifikaten - mit den
Nutzungsverpflichtungen. Vor einer kompletten Liberalisierung des
weltweiten Biomasse-Marktes, insbesondere bei Rohstoffen für
Biotreibstoffe, warnte Kopetz ebenfalls, zumal die Gefahr zu groß
sei, Konkurrenz für die essenzielle Nahrungsmittelerzeugung zu werden
und langfristige Umweltschäden durch intensive Produktion in manchen
Ländern zu forcieren. "Bei einer auf Effizienz und Nachhaltigkeit
ausgerichteten Nutzung von Biomasse hingegen, liegt in ihr eine der
wirksamsten Möglichkeiten, den Klimawandel zu bremsen und die
Versorgung mit Energie zu sichern," zeigte sich Kopetz abschließend
überzeugt.

Bestellung von "European Biomass Statistics 2007" per E-Mail unter
[email protected] zum Preis von EUR 40,- plus Versandspesen

Rückfragehinweis:
Di Stephan Grausam, Österreichischer Biomasse-Verband
1010 Wien, Franz Josefs-Kai 13
Tel.: 01/533 07 97, Fax-DW: 91, mailto:[email protected]
www.biomasseverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BMV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel