- 07.09.2007, 15:12:35
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Eier und Geflügel: Steigende Futterkosten machen Preiserhöhung notwendig
Schrall: Futtermittelbestandteil Mais um 60% teurer
Wien (AIZ) - "Die Futtermittelpreise, die etwa 60% der
Produktionskosten in der Geflügelhaltung ausmachen, sind dramatisch
gestiegen, ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Wir müssen
daher jetzt mit unseren Partnern, den Schlachtbetrieben, den
Packstellen und dem Handel eine für alle Seiten faire Preisstrategie
für die Zukunft vereinbaren", deutete heute Franz Schrall, Obmann der
Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft
(ZAG), die Notwendigkeit von Preiserhöhungen für Eier und Geflügel
an.
Eierpreise sollten um mindestens 3 Cent steigen
Am deutlichsten ist die Preisentwicklung beim mengenmäßig
wichtigsten Futterbestandteil Mais zu erkennen. "Mais wird gegenüber
dem Vorjahr um über EUR 100,-/t höher gehandelt, das bedeutet eine
Preissteigerung um etwa 60%", erläuterte der Geschäftsführer der EZG
Frischei, Benjamin Guggenberger. Ergänze man die Rechnung um die
anderen Futterkomponenten und berücksichtige man auch die erhöhten
Futterkosten der Bruteierproduktion und der Junghennenaufzucht, so
müsse der Bauer im Schnitt jetzt um 3 Cent pro Ei mehr bekommen, um
die derzeitigen Futterkosten fair zu berücksichtigen, so
Guggenberger. Das bedeute für die Landwirte je nach Haltungsform
einen notwendigen Mehrerlös von 30 bis 40%. "Dabei haben viele
Betriebe erst kürzlich durch den Ausstieg aus der Käfighaltung viel
Geld in neue Stallungen investiert. Die hohen Abschreibungen belasten
also das Betriebseinkommen jetzt zusätzlich", so Guggenberger.
Preise für Lebendgeflügel anpassen
Die gleiche Situation wie bei Legehennen ist laut Schrall auch bei
den Hendl- und Truthühnerhaltern zu beobachten. Durch die dramatisch
angestiegenen Futterkosten sei es notwendig, die Preise für
Lebendgeflügel anzupassen. Neben der Knappheit an Getreide und Mais
kämpfen die Geflügelmäster auch mit steigenden Preisen für
Eiweißfuttermittel, die in den vergangenen Wochen zusätzlich dafür
sorgten, dass Geflügelfutter nahezu alle 14 Tage teuerer wird.
Entspannung nicht in Sicht
"Aufgrund der fehlenden Reserven aus den Vorjahren, der allgemein
niedrigen Lagerbestände bei Getreide und der EU-weit zu erwartenden
schlechten Maisernte ist mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen.
Eine Entspannung der Situation vor der neuen Ernte 2008 ist aus
aktueller Sicht nicht zu erwarten. Dennoch ist es ein klares Ziel der
österreichischen Geflügelbauern, ausreichend Eier und Geflügel zu
erzeugen, um eine flächendeckende Versorgung sicherstellen zu
können", unterstrich Schrall.
"Positiv ist jedoch, dass Eier und Geflügelfleisch voll im
Ernährungstrend liegen, das bestätigt auch der steigende
Pro-Kopf-Konsum von derzeit 20 kg bei Geflügelfleisch, vor wenigen
Jahren waren es noch 14 kg/Kopf. Auch beim Eierkonsum hat sich die
Lage mit 227 Stück pro Kopf sehr gut stabilisiert", so der Obmann.
(Schluss)
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