• 06.09.2007, 14:56:30
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Staatssekretärin Silhavy: Qualitätsoffensive in der Verwaltung

Wien (OTS) - Staatssekretärin Heidrun Silhavy eröffnete heute die
ICG-Sommergespräche in Wien zum Thema "Effektizienz in der
Verwaltung".

In ihrer Eröffnungsrede wies die Staatssekretärin darauf hin, dass
der Begriff "Effektizienz" eine treffende Wortkreation aus
Effektivität und Effizienz für die Verwaltungsqualitätsoffensive ist.

Aufgabe der Verwaltung ist es, punktgenaue und hochqualitative
Angebote mit möglichst schonenden und sparsamen Ressourceneinsatz für
die Menschen zu erbringen.

"Wir müssen uns immer wieder die Frage stellen: Ob wir die richtigen
Dinge machen und ebenso ob wir diese Dinge richtig machen? Die
richtigen Angebote richtig zu machen, das muss ein gemeinsames Ziel
und Bemühen von Politik und Verwaltung sein. Qualität in der
Verwaltung ist auch eine Visitenkarte für die Politik" betonte die
Staatssekretärin.

Effizienz, verstärkte BürgerInnen- bzw. KundInnenorientierung und
hohes Tempo bei Wahrung der Rechtssicherheit sind die wichtigsten
Kriterien einer modernen Verwaltung. Jede Behörde hat Standards für
Erledigungen festzulegen, wobei die Geschwindigkeit und die Reduktion
der Verfahrensdauer sowie die Qualität der Leistungserbringung durch
die Anwendung von Qualitätsnormen wichtige Kriterien sind. Weiters
soll es zu einem Ausbau des One-stop-shop-Prinzips kommen.

Die Gemeinden sind ein besonders wichtiger Partner bei der Umsetzung
der e-government-Initiative, da sie den "Kunden" der Verwaltung am
nächsten stehen und daher von der Zahl der Kontakte die bedeutendste
Ebene darstellen. Grundsätzlich soll jeder Bürger bei jeder Gemeinde
Zugang zu jeder Form von e-government auf Bundes-, Landes- und
Gemeindeebene haben.

Zur effizienten Umsetzung der e-government-Strategien sind in diesem
Zusammenhang gemeinsam mit den Ländern in der Plattform Digitales
Österreich Fortschritte und Ergebnisse einem Monitoring zu
unterziehen, um flächendeckend insbesondere in den Gemeinden über
sichere elektronische Anlaufstellen zu verfügen und Verfahren
durchgehend elektronisch abwickeln zu können.

Die neue österreichische Bundesregierung beabsichtigt im Zuge der
Bemühungen um eine Reform der staatlichen Verwaltung Maßnahmen zu
ergreifen, die einem Entstehen von Korruption entgegenwirken.

Zurzeit laufen folgende Schwerpunkte:
Der Abschluss des Verwaltungsinnovationsprogramms VIP3 mit der
Laufzeit von 2003 bis 2006; Evaluierung der noch offenen Projekte mit
Jahresende 2007. Die Verwaltungsqualitätsoffensive VQO soll einen
Impuls für eine rasche Verwaltungsreform geben: Zielsetzungen sind
die Verbesserung der Leistungsqualität und ein konkreter
Einsparungseffekt. Zumindest 1 Projekt je Ressort wurde als Minimum
gefordert, tatsächlich wurden 2-4(5) Projekte je Ressort genannt.
Weiters die Anwendung von Projektmanagement-Methoden (Zeitplan mit
Meilensteinen); der Abschluss von Zielvereinbarungen des jeweiligen
Ressorts (Unterschrift der Ministerin bzw. des Ministers) mit dem BKA
und dem BMF; bis dato sind 35 unterschrieben.

Durch das Projekt "Service im Bund" sollen durch
dienststellenübergreifende Kooperationen Kosten gespart und die
Qualität der Supportleistungen verbessert werden. Dies betrifft
insbesondere Bereiche wie die Rechenzentren, oder auch das
Dienstreisemanagement. Es wird also, aufbauend auf den Projekten der
vergangenen Jahre, die Umsetzung vorangetrieben und wie beim
Dienstreisemanagement auch verbreitet .

Der Begriff "E-Government" (electronic Government) steht heute als
Synonym für eine moderne und effiziente Verwaltung. Auf EU-Ebene wird
E-Government als "Einsatz der Informations- und
Kommunikationstechnologien in öffentlichen Verwaltungen in Verbindung
mit organisatorischen Änderungen und neuen Fähigkeiten" definiert,
"um öffentliche Dienste und demokratische Prozesse zu verbessern und
die Gestaltung und Durchführung staatlicher Politik zu erleichtern."
"Nach diesen sehr weit gefassten Begriffsbestimmungen sind auch die
innerstaatlichen Aktivitäten im Bereich E-Government ausgerichtet -
ein breites Betätigungsfeld also für die (Neu-)Gestaltung des
Leistungsportfolios der Verwaltung. Wichtige Ziele sind das One-Stop
-Shop Prinzip bzw. auch der single point of contact, denn die
BürgerInnen interssiert der Back Office Bereich nicht. Die Akten
müssen laufen und nicht die Menschen", betonte die Staatssekretärin.
Qualität in der Verwaltung bedeutet jedenfalls, dass größtmögliche
Chancengleichheit und Barrierefreiheit beim Zugang gewährleistet
wird. In diesem Zusammenhang gibt es auch immer wieder Gespräche der
Staatssekretärin mit VertreterInnen des Städtebundes und des
Gemeindebundes, um gemeinsam diesem Ziel näher zu kommen.

Qualität in der Verwaltung bedeutet aber auch den Genderaspekt zu
beachten und bei den Angeboten der Verwaltung auf ihre Auswirkungen
für Männer und für Frauen zu achten.

Der elektronische Akt ist ein Hilfsmittel, um transparenter und
effektizient zu arbeiten, aber das funktioniert nur dann, wenn auch
entsprechende organisatorische und strukturelle Maßnahmen gesetzt
werden.

Die österreichische Verwaltung ist sehr gut im E-Government Bereich
was Spitzenleistungen anbelangt, man muss aber auch gemeinsam dafür
Sorge tragen, dass die Menschen diese Leistungen in Anspruch nehmen
und nehmen können.

New Public Managementmethoden sind in verschiedenen Verwaltungen
eingeführt worden und es ist hier eine Palette an Standards vorhanden
von der Ballence-Score-Card bis zum CAF finden sich vielfältige
Formen. Wichtig ist es, Transparenz hinter den Standards und
Bewertungskriterien zu haben.

Um das Thema "Verwaltungsinnovation" anschaulicher transportieren zu
können, wurde als Dachmarke ein einheitliches Logo und ein Slogan
geschaffen, der dem öffentlichen Auftritt der Verwaltung ein neues,
modernes Erscheinungsbild gibt. Durch das neue Logo und die neu
gestaltete Internetseite soll deutlich gemacht werden, dass eine
qualitätsvolle und konsequent menschenorientierte Verwaltung
wesentliche Zielsetzungen sind. Moderne und qualitative
Dienstleistungen dienen aber nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern,
sondern sind auch ein internationaler Wettbewerbsvorteil für den
Wirtschaftsstandort Österreich, betonte die Staatssekretärin
abschließend.

Rückfragehinweis:
Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
Tel. (01) 531 15 - 2830 od. 0664 /1833937

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