• 06.09.2007, 10:00:00
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Wirtschaftskammer NÖ: Fast fünf Millionen Euro Wertschöpfung durch Leitbetrieb Moorheilbad Harbach

Gesunder Leitbetrieb hält ganze Region fit!

St. Pölten (OTS) - In ihrem regionalwirtschaftlichen
Entwicklungsprogramm "100 und eine Idee für Niederösterreichs
Wirtschaft" setzt sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich unter
anderem zum Ziel, die niederösterreichischen Regionen zu stärken. Die
blau-gelben Leitbetriebe sichern Arbeitsplätze am Land und bringen
somit Wertschöpfung in die Region. Einer dieser Leitbetriebe ist das
Moorheilbad Harbach im Oberen Waldviertel.

Das Moorheilbad Harbach mit seinen Partnerbetrieben ist der größte
Tourismusbetrieb in Niederösterreich. Im Moorheilbad sind 366
Mitarbeiter beschäftigt (1980: 70). "Und das in einer Gemeinde mit
700 Einwohnern. Das ist schon ein gewaltiger Impuls für die
Waldviertler Wirtschaft!", freut sich die Präsidentin der
Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl. Auch die
Steuerleistung des Moorheilbades ist beachtlich: Seit der Eröffnung
1980 bis Ende 2006 wurden über sieben Millionen Euro an Steuern und
Abgaben an die Gemeinde geleistet.

Arbeitskräftebedarf erhöht

Die Errichtung des Moorheilbades brachte einen massiven Impuls für
die Tourismuswirtschaft des Gmünder Bezirks: Waren es 1980 noch
160.726 Nächtigungen im Bezirk Gmünd, so sind es im Vorjahr 435.265
Nächtigungen gewesen.

Mit der Anzahl der Nächtigungen erhöhte sich auch der
Arbeitskräftebedarf: So stieg die Anzahl der im Tourismus
Beschäftigten im Bezirk Gmünd von 853 im Jahre 1991 auf 1444 im Jahr
2001.

Das Moorheilbad Harbach bildet gemeinsam mit dem
Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs, dem Brauhotel Weitra, der
Waldpension Nebelstein, der Pension Kristall und der Pension Nordwald
die "Xundheitswelt". Das Moorheilbad Harbach vereint sechs
Kompetenzzentren unter einem Dach: das Kurzentrum (Stütz- und
Bewegungsapparat), die Sonderkrankenanstalt für Orthopädische
Rehabilitation, die Sonderkrankenanstalt für Stoffwechselerkrankungen
(bes. Diabetes mellitus), das Wirbelsäulenzentrum Xundheitswelt, das
Lebensstilzentrum und das Lauf- und Bewegungszentrum Xundwärts. Das
natürliche Heilmittel Moor eignet sich besonders gut für die
Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. Der Großteil der Gäste und
Patienten kommt aus Ostösterreich, doch auch dem übrigen Österreich,
der Schweiz und Süddeutschland können Gäste begrüßt werden.

Hoher Frauenanteil

96 Prozent aller Mitarbeiter des Moorheilbades kommen aus dem
Waldviertel. Vier von fünf sind Frauen. Dies zieht auch einen hohen
Frauenanteil in den Führungspositionen nach sich: Sechs von zehn
Führungsposten sind weiblich besetzt. Auch an der Spitze des
Unternehmens steht eine Frau: Karin Weißenböck führt seit 1992 das
Unternehmen als Geschäftsführerin. Für den Nachwuchs im Unternehmen
sorgen aktuell 23 Lehrlinge als zukünftige Köche, Konditoren,
Gastronomie- und Restaurantfachleute. Insgesamt wurden im Moorheilbad
schon 206 Lehrlinge ausgebildet. Das macht es zum größten
touristischen Lehrlingsausbilder in Niederösterreich. Die Lehrlinge
profitieren von 14-tägigen Workshops, im Rahmen derer Experten des
Hauses wie Diätologen, Therapeuten, Psychologen und Köche zur
Verfügung stehen. In praktischen Übungen wird nicht nur soziale und
ernährungswissenschaftliche Kompetenz vermittelt, sondern auch der
Umgang mit Stress gelernt und Persönlichkeitsschulung betrieben.

Fast 5 Millionen Euro bleiben allein durch die Kurgäste und ihre
Besucher in der Region!

26 Millionen Euro setzt das Moorheilbad Harbach aktuell um (1981:
5,8 Millionen Euro). Fast 13.000 Gäste und Patienten im Jahr sorgen
für 229.000 Nächtigungen (1980: 62.800), das sind mehr als die Hälfte
aller Nächtigungen im Bezirk Gmünd (siehe Tabelle oben). Im
Moorheilbad und in den Betrieben der "Xundheitswelt" gibt jeder
Gast/Patient im Durchschnitt 125 Euro aus. In der lokalen Gastronomie
und in regionalen Geschäften jeweils ca. 100 Euro. Damit betragen die
Gesamtausgaben der Gäste/Patienten und ihrer Besucher in der Region
fast 5 Millionen Euro (Euro 4.956.250). Im Jahr 1981 waren es knapp
750.000 Euro gewesen.

"Ich freue mich, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt",
spricht Sonja Zwazl die starke Vernetzung des Moorheilbades mit dem
Oberen Waldviertel an. Denn auch die Geschäftspartner des
Moorheilbades sind "Locals". Rund 20 größere Zuliefererbetriebe aus
dem Waldviertel versorgen den Kurbetrieb mit Lebensmitteln.

Und auch das lokale Gewerbe kommt zum Zug: "Wo verfügbar, greifen
wir auf regionale Zulieferer und Firmen zurück", erklärt
Geschäftsführerin Karin Weißenböck die Philosophie des Hauses.
Deshalb wurde auch 1990 der "Ökologische Kreislauf Moorbad Harbach"
in Kooperation mit der NÖ Landesakademie gegründet. 62 Bauern (1992:
29), eine Molkerei und ein EU-Schlachthof liefern kontrolliert
biologische Produkte an die sechs Unternehmen der "Xundheitswelt". Im
Sommer 2004 wurde ein Biomasseheizwerk errichtet, das das Moorheilbad
Harbach mit Wärme versorgt. Es wird ausschließlich mit Waldhackgut
der Region betrieben.

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Niederösterreich 
   Kommunikationsmanagement 
   3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1 
   Tel.: (++43-0) 2742 / 851 DW 14100 
   mailto:[email protected] 
   http://wko.at/noe

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