• 03.09.2007, 13:14:35
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Wien etabliert sich als Drehscheibe mitteleuropäischer Getreidebranche

Interesse an 2. Internationaler Donaubörse übertrifft das an Premierenveranstaltung 2006

Wien (AIZ) - Das Interesse an der am kommenden Freitag,
07.09.2007, in Wien stattfindenden 2. Internationalen Donaubörse
deutet darauf hin, dass der Premierenerfolg dieses Börsetages aus dem
Vorjahr noch übertroffen werden könnte. Wie der Initiator, der
Präsident der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien, Rudolf
Kunisch, heute dem AIZ mitteilte, sind bis vorigen Freitag 290
Fixanmeldungen aus zehn Ländern außerhalb Österreichs eingegangen,
während 2006 bis zu diesem Zeitpunkt 250 Interessenten angemeldet
waren. Die Veranstalter von der Wiener Produktenbörse dürften damit
Wien tatsächlich nachhaltig als Drehscheibe für Getreidehandel und
Logistik des nach der EU-Erweiterung neu entstandenen Binnenmarktes
in Zentraleuropa und im Donauraum etablieren. Die Branchenplattform
"Internationale Donaubörse" wendet sich an Getreide- und
Futtermittelhandelsfirmen beziehungsweise Verarbeiter sowie an
Vertreter der Donauhäfen und von Logistikunternehmen, die in Zentral-
und Osteuropa tätig sind.

Neben den wichtigsten heimischen Marktbeteiligten sagten bereits
Branchenvertreter aus Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien,
Kroatien, Rumänien, Italien, Deutschland, den Niederlanden und der
Schweiz zu. So wie bei der ersten Donaubörse erwarten die
Veranstalter auch heuer zusätzlich noch eine Reihe von Tagesgästen
aus dem In- und benachbarten Ausland, sodass man zuversichtlich ist,
heuer die Zahl von mehr als 360 Teilnehmern der international in der
Branche viel beachteten Erstauflage aus 2006 zu überbieten.

Die österreichischen Anbieter werden die 2. Internationale
Donaubörse auch nutzen, die Qualität der heimischen Ernte 2007 den
internationalen Interessenten, insbesondere aus Österreichs
traditionellem Abnehmerland am Binnenmarkt, Italien, zu präsentieren.

2. Internationale Donaubörse beleuchtet nervösen Getreidemarkt mit
stark steigenden Preisen

Die 2. Internationale Donaubörse wird einen vor dem Hintergrund
global enger Getreideversorgungsbilanzen nervösen und hitzigen
globalisierten Markt beleuchten. Die Getreidepreise aus der Ernte
2007 stiegen ausgehend von den globalen Märkten auch in Mitteleuropa
zuletzt stark. Warenbörsen wie die 1869 gegründete und seither in
ihrem historischen Gebäude in der Wiener Taborstraße 10 tätige Börse
für landwirtschaftliche Produkte in Wien erfüllen eine wichtige
Funktion für die Transparenz der Agrarmärkte und für die
Rechtssicherheit bei deren Geschäften. Just in einer Zeit, wo die
Preisbildung auf dem globalisierten Getreidemarkt immer stärker auch
von der Spekulationsstimmung völlig branchenfremder Hedegefonds
beeinflusst werde, halten sich die Warenbörsen zugute, dass sie
Preise ausschließlich auf der Basis von tatsächlich stattgefundenen
Geschäften mit physisch ausgetauschter Ware notieren. Die Notierungen
der Warenbörsen würden daher die fundamentalen Marktfaktoren von
Angebot und Nachfrage authentisch wiedergeben. Mit der Festsetzung
von Handelsusancen und deren Durchsetzung mit eigenen
Schiedsgerichten sorgen sie neben der Transparenz am Markt auch für
Rechtssicherheit der daran Beteiligten.

Der überregionale Börsetag soll einen geregelten Handel mit
landwirtschaftlichen Erzeugnissen und die Logistikströme im
zentraleuropäischen Donauraum optimieren helfen. Dieser Funktion
kommt auch vor dem Hintergrund wachsende Bedeutung zu, dass sich die
Europäische Kommission zunehmend aus der Regulierung der
Getreidemärkte zurückzieht und diese in einem liberalisierten und
globalisierten Umfeld sich selber überlassen bleiben. Die Börse für
landwirtschaftliche Produkte in Wien sieht den Erfolg der vorjährigen
Premiere der Internationalen Donaubörse und Zuspruch der Teilnehmer
"als eine Verpflichtung, die Donaubörse als regelmäßige Institution
zu wiederholen", so Kunisch.
(Schluss) pos

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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