Wien etabliert sich als Drehscheibe mitteleuropäischer Getreidebranche

Interesse an 2. Internationaler Donaubörse übertrifft das an Premierenveranstaltung 2006

Wien (AIZ) - Das Interesse an der am kommenden Freitag,
07.09.2007, in Wien stattfindenden 2. Internationalen Donaubörse deutet darauf hin, dass der Premierenerfolg dieses Börsetages aus dem Vorjahr noch übertroffen werden könnte. Wie der Initiator, der Präsident der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien, Rudolf Kunisch, heute dem AIZ mitteilte, sind bis vorigen Freitag 290 Fixanmeldungen aus zehn Ländern außerhalb Österreichs eingegangen, während 2006 bis zu diesem Zeitpunkt 250 Interessenten angemeldet waren. Die Veranstalter von der Wiener Produktenbörse dürften damit Wien tatsächlich nachhaltig als Drehscheibe für Getreidehandel und Logistik des nach der EU-Erweiterung neu entstandenen Binnenmarktes in Zentraleuropa und im Donauraum etablieren. Die Branchenplattform "Internationale Donaubörse" wendet sich an Getreide- und Futtermittelhandelsfirmen beziehungsweise Verarbeiter sowie an Vertreter der Donauhäfen und von Logistikunternehmen, die in Zentral-und Osteuropa tätig sind.

Neben den wichtigsten heimischen Marktbeteiligten sagten bereits Branchenvertreter aus Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Italien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz zu. So wie bei der ersten Donaubörse erwarten die Veranstalter auch heuer zusätzlich noch eine Reihe von Tagesgästen aus dem In- und benachbarten Ausland, sodass man zuversichtlich ist, heuer die Zahl von mehr als 360 Teilnehmern der international in der Branche viel beachteten Erstauflage aus 2006 zu überbieten.

Die österreichischen Anbieter werden die 2. Internationale Donaubörse auch nutzen, die Qualität der heimischen Ernte 2007 den internationalen Interessenten, insbesondere aus Österreichs traditionellem Abnehmerland am Binnenmarkt, Italien, zu präsentieren.

2. Internationale Donaubörse beleuchtet nervösen Getreidemarkt mit stark steigenden Preisen

Die 2. Internationale Donaubörse wird einen vor dem Hintergrund global enger Getreideversorgungsbilanzen nervösen und hitzigen globalisierten Markt beleuchten. Die Getreidepreise aus der Ernte 2007 stiegen ausgehend von den globalen Märkten auch in Mitteleuropa zuletzt stark. Warenbörsen wie die 1869 gegründete und seither in ihrem historischen Gebäude in der Wiener Taborstraße 10 tätige Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien erfüllen eine wichtige Funktion für die Transparenz der Agrarmärkte und für die Rechtssicherheit bei deren Geschäften. Just in einer Zeit, wo die Preisbildung auf dem globalisierten Getreidemarkt immer stärker auch von der Spekulationsstimmung völlig branchenfremder Hedegefonds beeinflusst werde, halten sich die Warenbörsen zugute, dass sie Preise ausschließlich auf der Basis von tatsächlich stattgefundenen Geschäften mit physisch ausgetauschter Ware notieren. Die Notierungen der Warenbörsen würden daher die fundamentalen Marktfaktoren von Angebot und Nachfrage authentisch wiedergeben. Mit der Festsetzung von Handelsusancen und deren Durchsetzung mit eigenen Schiedsgerichten sorgen sie neben der Transparenz am Markt auch für Rechtssicherheit der daran Beteiligten.

Der überregionale Börsetag soll einen geregelten Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und die Logistikströme im zentraleuropäischen Donauraum optimieren helfen. Dieser Funktion kommt auch vor dem Hintergrund wachsende Bedeutung zu, dass sich die Europäische Kommission zunehmend aus der Regulierung der Getreidemärkte zurückzieht und diese in einem liberalisierten und globalisierten Umfeld sich selber überlassen bleiben. Die Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien sieht den Erfolg der vorjährigen Premiere der Internationalen Donaubörse und Zuspruch der Teilnehmer "als eine Verpflichtung, die Donaubörse als regelmäßige Institution zu wiederholen", so Kunisch.
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