• 27.08.2007, 20:38:48
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Neues Volksblatt: "Signale" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. August 2007

Linz (OTS) - Man kann dem Islam kritisch gegenüber stehen, sehr
kritisch sogar, wie etwa der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari.
Er geht mit muslimisch dominierten Staaten insofern hart ins Gericht,
als der Islam in Bezug auf andere Religionsgemeinschaften bei deren
"Recht und Raum zur Ausübung ihres Glaubens weltweit noch viel
schuldig" bleibe. Daher: "So lange Christen sich in fast allen
islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie
dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten", so der
Bischof.
Das klingt anders als das Heraufbeschwören eines Kulturkampfes, wie
das nun BZÖ und auch FPÖ tun. Mit populistischer Verteidigung
abendländischer Kultur ist in der Frage, wie die knapp 400.000
Muslime in Österreich ihren Glauben praktizieren können, nichts
gemacht. Das schürt nur jene Ressentiments weiter, die ohnehin
vorhanden sind und das Zusammenleben schwer genug machen. Dass mit
dem Thema Moscheen nun politisches Kleingeld gemacht werden soll,
muss jedenfalls die Alarmglocken schrillen lassen. Da ist auf allen
Seiten Besonnenheit gefordert, aber es braucht auch Signale, dass
Integration gewollt wird.

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