- 25.08.2007, 11:06:21
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Grüne: Freier Bildungszugang für alle - Gratis-Kindergarten sofort
Glawischnig: Auch Schulgeld-Freiheit und Abschaffung der Studiengebühren notwendig
Wien (OTS) - Der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der
Bellen, hat im gestrigen ORF-Sommergespräch erstmals den
Gratis-Kindergarten gefordert.
"Man darf nun gespannt sein auf die Reaktionen der Regierung.
Finanzminister Molterer ist aufgefordert, unverzüglich die Mittel
dafür bereitzustellen", so Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der
Grünen.
"Die Ausbildung und die Zukunftssicherung der jungen Generation muss
der Politik das allerwichtigste Anliegen sein. Chancengleichheit im
Ausbildungsweg beginnt bereits im Kindergarten, der ein wichtiger
Baustein in der Frühförderung ist. Gerade bei Zwei- oder
Mehrkindfamilien stellt der Besuch des Kindergartens aber eine
wesentliche Kostenbelastung dar", so Glawischnig.
Die Grünen wollen mit dem Gratis-Kindergarten besonders Kinder aus
sozial schwächeren Familien fördern, damit diese genauso oft die
Matura oder einen Hochschulabschluss erlangen können wie Kinder von
AkademikerInnen. Die Ausrede, dass die Kosten dafür zu hoch seien
gilt nicht. "Wenn Finanzminister Molterer mit einem Federstrich die
Erbschaftssteuer abschaffen konnte, kann er genauso mit einem
Federstrich den Gratis Kindergarten einführen. Es handelt sich um das
gleiche Finanzvolumen Österreich weit, das dafür nötig ist", betont
Glawischnig.
Dass Eltern in Österreich aufgrund des Versagens des klassischen
Bildungssystems jährlich über 140 Millionen Euro in Nachhilfe
investieren müssen sei "nichts anderes als verstecktes Schulgeld und
muss durch vernünftige Reformen im Bildungsbereich abgeschafft
werden. Die ´Bildungspartei ÖVP´ hat über den Sommer unzählige teils
auch unsinnige Vorschläge im Bildungsbereich diskutiert. Jetzt ist
die Debatte zu beenden, wir fordern endlich Nägel mit Köpfen", so
Glawischnig.
Die Grünen erneuern weiters ihre Forderung nach der Abschaffung der
Studiengebühren. "Diese sind eine finanzielle Schikane, die vor allem
für die vielen berufstätigen Studierenden den Weg zum Abschluss noch
schwerer machen", so Glawschnig.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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