• 25.08.2007, 09:14:06
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Greenpeace-Marktcheck: Weniger Geschmacksverstärker in Fertiggerichten

Noch vor EU-Gesetz verzichten einige Hersteller auf Glutamate in Lebensmittel

Wien (OTS) - Untersuchungen durchgeführt vom Greenpeace
Einkaufsratgeber ‚www.marktcheck.at’ haben ergeben, dass noch vor der
Umsetzung strengerer EU-Lebensmittelvorschriften bereits jetzt einige
Hersteller konventioneller Lebensmittel auf den Einsatz von
Glutamaten verzichten. Diese finden sich oft in konventionellen
Fertiggerichten, Snacks, Fisch oder Fleischwaren und sind für die
Konsumenten an den E-Nummern E 620 - E 625 erkennbar.

Glutamate intensivieren den Geschmack der vorhandenen Zutaten und
wirken appetitanregend. Sie können bei empfindlichen Menschen
Krankheiten auslösen. Erhöhter Verzehr kann zu Übelkeit,
Nackentaubheit, Kopf- und Gliederschmerzen - auch bekannt als
"China-Restaurant-Syndrom" - führen. In biologischen Lebensmitteln
ist die Verwendung von Glutamaten nicht gestattet. Das EU-Parlament
hat im Juli die ersten Weichen für strengere Lebensmittelvorschriften
gesetzt und plant den Einsatz von Geschmacksverstärkern stark
einzuschränken.

"Es ist erfreulich, dass einige Firmen auf natürliche Gewürze
anstelle künstlicher Geschmacksverstärker setzen. Leider gibt es aber
nach wie vor viele Produkte, die die entbehrlichen Glutamate
enthalten", meint Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin von
Greenpeace. "Zusätzlicher Kritikpunkt ist, dass das Fleisch in
Fertiggerichten von Kühen, Schweinen und Rindern, stammt, die
Gentech-Tierfutter gefressen haben und nicht artgerecht gehalten
wurden."

‚www.marktcheck.at’ ist ein Online-Einkaufsratgeber von Greenpeace
und elf weiteren Organisationen. Er enthält eine Datenbank mit mehr
als 3.000 Lebensmittel, Getränken und Kosmetika, die nach Ökologie,
Tierschutz und sozialen Aspekten bewertet sind. Die Datenbank bietet
überdies umfangreiche Informationen zu Lebensmittelzusatzstoffen und
Gütesiegeln.

Bis zur Umsetzung der strengeren EU-Lebensmittelvorschriften rät
Sprinz den Konsumenten einen Blick auf die zumeist klein gedruckte
Zutatenliste zu werfen: "Wenn Geschmacksverstärker im Produkt sind,
sind die Begriffe Glutaminsäure, Natrium-, Monokalium-, Calciumdi-,
Monoammonium- oder Magnesiumdiglutamat auf der Zutatenliste
abgedruckt oder es sind die E-Nummern E 620 bis E 625 unter den
Inhaltsstoffen zu finden. Wer ganz sicher gehen will, sollte zu
Lebensmittel aus biologischer Produktion greifen. Sie enthalten keine
Glutamate und das enthaltene Fleisch stammt aus gentechnikfreier
Fütterung und artgerechter Tierhaltung."

Ein Auszug von glutamathältigen Produkten ist auf
http://marktcheck.greenpeace.at/glutamat abrufbar.

Rückfragehinweis:

Greenpeace CEE
Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin
Tel.: 0664-6126731

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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