• 24.08.2007, 12:38:02
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LH Haider: Kärnten will zwei ÖGB-Seen und Ferienanlagen kaufen

Historische Chance für das Land - Ziel: mehr öffentlicher Seezugang für die Bevölkerung - Kosten 40 bis 50 Mio. Euro - Ringtauschmittel zur Mitfinanzierung angestrebt

Klagenfurt (LPD) - Kärnten hat jetzt die historische Chance, zwei
komplette Seen samt den Ferienanlagen des ÖGB bzw. der Bawag in
Kärnten zu erwerben. Es handelt sich um den Hafner See, den
Maltschacher See sowie das Feriendorf Ossiachersee. Das gab heute,
Freitag, Landeshauptmann Jörg Haider bekannt. Seen und Anlagen
könnten und sollten den Besitzer wechseln und vom privaten Eigentum
in das öffentliche des Landes übergeführt werden, sagte Haider. Das
Land habe das exklusive Verhandlungsangebot erhalten, bis Mitte
Oktober die Seen samt Anlagen in der Größenordnung von 40 bis 50
Mio. Euro zu kaufen. Insgesamt über 90 Hektar Fläche sowie 1.380
Gästebetten befinden sich im Angebot. Dieser Kauf liege auch voll in
der Zielsetzung des Landes, generell mehr öffentlichen Seezugang zu
schaffen.

Wie Haider sagte, werde es nun Verhandlungen sowohl mit dem
Finanzminister über die so genannten Ringtausch-Mittel geben als auch
seitens der Finanzabteilung des Landes bzw. der
Landesimmobiliengesellschaft (LIG) und Bürochef Harald Dobernig mit
dem Verkäufer. Auch der Bund müsste ein Interesse daran haben,
eigens für Kärnten reservierte Mittel aus dem Ringtausch zur
Verfügung zu stellen, so Haider. Hier handle es sich sogar um ein
klassisches Anwendungsgebiet für Ringtauschmittel, weil privates
Eigentum in öffentliches umgewandelt werden könne. Mit dem Kauf
sichere man die Liegenschaften für das Land und die Bevölkerung und
komme damit Privatinteressenten zuvor. Der Bawag-Eigentümer Cerberus
sei gerade dabei, die Bawag zu filetieren und alle nicht banknahen
Geschäftsfelder an ausländische Interessenten abzustoßen, sagte
Haider.

Die Veräußerung durch Bawag bzw. ÖGB und die ihm gehörende
Betreibergruppe Sotour sei eine historische Chance, um große
Seezugänge für die heimische Bevölkerung zu schaffen, sagte Haider.
Der Erwerb der Seen mitsamt den Anlagen wäre eine Vermehrung des
Landesvermögens. Alle müssten daher ein hohes Interesse an diesem
überaus interessanten Angebot und der "österreichischen Lösung"
haben.

Eine Weiterverpachtung an die derzeitigen Betreiber sei möglich,
jedenfalls könne bei einem Erwerb das Land selbst bestimmen, wie es
die Flächen bzw. Anlagen weiterentwickle, erklärte der
Landeshauptmann.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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